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Woher kommt Sodbrennen in der Schwangerschaft?

Von Janet Baron, Apothekerin bei mycare.de
Aktualisiert: 26.01.2020

Sodbrennen

Einen Sonderfall von Sodbrennen bilden die Monate rund um die Schwangerschaft. Sodbrennen ist eine der häufigsten Beschwerden bei Schwangeren. Nach der Geburt verschwindet es meist wieder. Dafür gibt es zwei Gründe. Zum einen wird die Muskulatur im Körper der werdenden Mutter durch bestimmte Hormone in der Schwangerschaft flexibler. Dadurch erschlafft bei Schwangeren der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre. Der Rückfluss von Mageninhalt wird so in der Schwangerschaft erleichtert. Zum anderen wird die wachsende Gebärmutter im Verlauf der Schwangerschaft immer größer und drückt vor allem im letzten Schwangerschaftsdrittel immer mehr auf den Magen. Dieser wird dadurch regelrecht gequetscht und der Inhalt zurück in die Speiseröhre gedrückt. Schwangeren Frauen wird oft geraten, bestimmte Lebensmittel zu essen, die die Magensäure binden können. Dazu gehören unter anderem Mandeln, Haferflocken, Bananen und Zwieback. Neben diesem Hausmittel können auch gesunde Ernährung in der Schwangerschaft und kleine Mahlzeiten die Beschwerden lindern. Auch auf zu enge Kleidung sollten Sie in der Schwangerschaft verzichten. Umstandsmode ist mittlerweile sehr modern, sodass auch Schwangere sich modisch, aber bequem für den wachsenden Bauch kleiden können. Aber auch die anderen Hausmittel, die generell gegen den Magenrückfluss lindern, können den Frauen in der Schwangerschaft gegen den sauren Magenrückfluss helfen. Bevor Sie allerdings in der Schwangerschaft Medikamente gegen das häufige oder gelegentliche Sodbrennen einnehmen, sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen. Dieser weiß, welche Mittel unschädlich für die Mutter und ihr ungeborenes Baby sind.

Was hilft gegen Übelkeit und Sodbrennen?

In der Frühschwangerschaft leiden viele Frauen unter starker Übelkeit. Die Ursache hierfür kann der hohe Spiegel des Schwangerschaftshormons HCG sein. Dieser fällt nach dem dritten Monat wieder ab. Bei manchen Frauen kommt zur Übelkeit noch Erbrechen hinzu. Folgende Tipps können helfen:

  • Essen Sie kleinere Portionen über den Tag verteilt.
  • Trinken Sie viel! Vorzugsweise Wasser, Saftschorlen, Früchte- und Kräutertee.
  • Wechselduschen bringen Ihren Kreislauf in Schwung.

Aufgrund des hormonell bedingt trägeren Magenschließmuskels steigt Magensäure in die Speiseröhre. Das sorgt für das unangenehme Brennen hinter dem Brustbein. Auch die Gebärmutter fordert zunehmend mehr Raum und drückt den Magen nach oben. Das kann Ihnen Linderung verschaffen:

  • Kleinere Portionen essen, um den Magen zu entlasten.
  • Mind. drei Stunden vor dem Schlafen gehen nichts mehr essen.
  • Auf fettreiche und scharfe Speisen verzichten – diese reizen zusätzlich.
  • Kaffee und kohlensäurehaltige Getränke nur ab und zu genießen – sie erhöhen die Säureproduktion.

Machen Ihnen Symptome wie Übelkeit und Sodbrennen sehr zu schaffen, sollten Sie Ihren Arzt konsultieren.

Autorin Apothekerin Janet Baron

Über unsere Autorin:

Janet Baron | stellvertretende Leitung Heimversorgung
Seit 2013 bin ich Apothekerin und startete 2014 bei mycare in der Heimversorgung. Mit der Fachweiterbildung „Pharmazie in der Geriatrie“ erlangte ich die Voraussetzung für ein qualifiziertes Medikationsmanagement für unsere geriatrischen Patienten, sowie die tägliche praktische Anwendung in der Heimversorgung. Zudem führe ich Schulungen zu aktuellen Themen für Laien und Fachpersonal durch.

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Martina, Marketing bei mycare.de

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