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Was muss ich beim Sport in der Schwangerschaft beachten?

Von Juliane Fleischer, PTA bei mycare.de
Aktualisiert: 21.05.2019

Sport in der Schwangerschaft

Früher war Sport in der Schwangerschaft vor allem eines: tabu. Doch das Blatt hat sich gewendet. Heute wird die gemeinsame Bewegung für Mutter und Kind von Sportwissenschaftlern und Medizinern grundsätzlich empfohlen. Denn der Sport hält werdende Mütter fit, reduziert Müdigkeit und hilft, Beschwerden vorzubeugen, wie etwa Rückenschmerzen. Außerdem hilft die regelmäßige Bewegung gegen Symptome wie Depressionen, Schwangerschaftsdiabetes und Wassereinlagerungen. Auch die Geburt soll einfacher und komplikationsfreier verlaufen, wenn die werdende Mutter Sport getrieben hat.

Wichtig ist, dass Sie beim Training auf Ihren Körper hören – dann können Sie an sieben Tagen für jeweils eine Stunde trainieren. Sie sollten jedoch moderaten Sport bevorzugen. Zu meiden sind alle Arten von Sport, die mit großer Wucht verbunden sind oder bei denen Sie stürzen könnten. Joggen ist in dieser Zeit nur etwas für wirklich trainierte Frauen. Auf jeden Fall sollten Sie die geplanten sportlichen Aktivitäten mit Ihrem Arzt besprechen. Ganz grundsätzlich dürfen Sie es beim Sport in der Schwangerschaft nicht übertreiben und müssen auf Ihren Körper achten. Neben der Herzfrequenzkontrolle ist Ihr subjektives Gefühl beim Sporttreiben wichtig.

Wintersport mit Babybauch?

Hat der betreuende Arzt keine Bedenken, ist ein Winterurlaub grundsätzlich eine gute Idee. Anstrengende Ausflüge sollten jedoch unterbleiben. Was genau anstrengend ist, liegt an der Belastbarkeit der Schwangeren. Sportliche Frauen haben kaum Probleme mit ausgedehnten Wanderungen oder leichten Klettertouren. Vorsicht geboten ist aber bei Ausflügen über 1800 Meter, denn hier sinkt der Sauerstoffanteil der Luft. Das belastet die Schwangere und ist ungesund fürs Kind. Die Temperaturen hingegen sind fürs Kind kaum problematisch. Der Organismus der werdenden Mutter sorgt mit einer verstärkten Durchblutung dafür, dass das Baby keinen Schaden nimmt. Stark frieren oder schwitzen sollte die Schwangere allerdings nicht.

Welche Sportarten sind empfehlenswert?

Wenn Sie Einsteigerin sind, sollten Sie vor allem sanfte Sportarten ausprobieren: Aquajogging, Pilates, Walken, Gymnastik oder Aquaspinning sind ein ideales Training. Auch Bauch, Rücken und Beckenboden können von werdenden Müttern trainiert werden. Ab der zwanzigsten Schwangerschaftswoche sollten Sie allerdings die Bauchmuskulatur nicht mehr isoliert trainieren.

Schwimmen und Aquafitness sind ideal für Schwangere, die sich fit halten wollen. Der Babybauch drückt im Wasser nicht so nach unten, das schont die Gelenke. Außerdem werden alle Muskelgruppen trainiert und Schmerzen im Rücken werden gelindert. Gerade in den letzten Schwangerschaftswochen ist Sport im Wasser sehr angenehm.

Fahrrad fahren ist auch ein guter Sport für werdende Mütter. Das Gewicht wird vom Fahrrad getragen und die Wirbelsäule wird entlastet. Mit dem wachsenden und dicken Bauch verändert sich der Körperschwerpunkt. Die Balance zu halten fällt schwerer. Zum Ende der Schwangerschaft kann daher das Fahren mit dem Rad-Ergometer zu Hause oder im Fitnessstudio besser sein.

Sportarten wie Reiten oder Ballsport sind auch erlaubt, jedoch bergen sie ein hohes Unfallrisiko.

Yoga und Pilates für schwangere Frauen

Pilates und Yoga werden häufig empfohlen und eignen sich auch für bislang unsportliche Frauen. Der Beckenboden wird trainiert und Schmerzen im Rücken werden gelindert. Es erleichtert auch die Geburt und unterstützt die Rückbildung. Viele Schwangere empfinden jedoch die Positionen in Rückenlage oder Umkehrhaltungen ab dem zweiten Drittel als unangenehm. Dann sollte darauf auch verzichtet werden. Wichtig ist auch, gerade die Bauchmuskeln nicht zu trainieren!

Autorin PTA Juliane Fleischer

Über unsere Autorin:

Juliane Fleischer | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Mein Beruf als Pharmazeutisch-technische Assistentin beinhaltet insbesondere die Beratung zu Gesundheitsthemen, Arzneimitteln, Medizinprodukten, Nahrungsergänzungsmitteln, aber auch zu Pflegeprodukten. Um zu Neuheiten auf dem Laufenden zu bleiben, sind regelmäßige Fortbildungen wichtig.

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Martina, Marketing bei mycare.de

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