Anmelden
mycarePlus

Übermäßiges Schwitzen – Was kann ich tun?

Von Alexandra Brand, PTA bei mycare.de
Aktualisiert: 03.08.2019

Übermäßiges Schwitzen – Was kann ich tun?

Bis zu etwa 300 Schweißdrüsen hat der Mensch pro Quadratzentimeter. Bei einer ungefähren Hautoberfläche von insgesamt 1,5 Quadratmetern ergeben sich daraus im Durchschnitt 3 Millionen Schweißdrüsen. Menschen mit dunkler Hautfarbe besitzen sogar fast doppelt so viele und sind damit auch besser an hohe Temperaturen angepasst.

Schweißdrüsen befinden sich aber nicht überall, unter anderem fehlen sie im Trommelfell, Nagelbett und an den Lippen. Auch einige Zonen der Genitalien sind frei von Schweißdrüsen.

Besonders viele Drüsen gibt es in diesen Körperzonen:

  • Fußsohlen
  • Handflächen
  • Stirn
  • Achseln
  • Bauch
  • Brust

Die Schweißbildung wird vom vegetativen Nervensystem gesteuert. Es sagt an, wann und wie viel Schweiß gebildet wird. Aus den Drüsen treten kleine Tröpfchen Flüssigkeit, die an der Luft fast sofort verdunsten. Dadurch entsteht ein kühlender Effekt auf der Haut.

Es gibt einige Auslöser, die das vegetative Nervensystem dazu veranlassen, die Schweißproduktion zu starten. So schwitzen wir vermehrt bei:

  • Hitze
  • Stress
  • Vor Prüfungen
  • Beim Sport
  • Bei Fieber

Was hilft gegen Schweißgeruch?

Nachtschweiß, auch nächtliche Hyperhidrose genannt, ist starkes Schwitzen im Schlaf. Unser Körper ist mit vielen sensiblen Sicherheitssystemen ausgestattet. Stress, aber auch bestimmte Infektionen, können die Temperatur des Körpers hoch treiben.

Der Nachtschweiß kann sowohl körperliche als auch seelische Gründe haben. Betroffene klagen oft über Schlafstörungen und Schwierigkeiten beim Einschlafen.

Besonders Menschen, die zur Nervosität neigen, verfügen oft über ein sensibles, vegetatives Nervensystem. Dieses kann die Entwicklung einer übermäßigen Schweißproduktion nachts fördern.

Die Intensität der nächtlichen Schweißausbrüche reicht von minimal bis schwer. Es gibt Menschen, die mitten in der Nacht erwachen, sich komplett waschen, neu ankleiden und das Bett frisch überziehen müssen.

Das starke Schwitzen in der Nacht kann von harmloser Natur sein. Um ganz sicher zu gehen, sollten Sie die nächtlichen Vorfälle dokumentieren und bei Bedarf zum Hausarzt gehen.

Hinter dem Nachtschweiß kann sich auch eine Hyperhidrose verbergen. Um dem Nachtschweiß zu entgehen, ist es wichtig, die Ursache zu kennen.

Wann ist Nachtschweiß bedenklich?

Folgende Ursachen sollten vom behandelnden Arzt vorerst ausgeschlossen werden:

  • Stress
  • Hormonelle Schwankungen
  • Überanstrengung

Ist dies der Fall liegt häufig eine verdeckte Erkrankung vor. Anhand eines Blutbildes und weiteren medizinischen Verfahren, lässt sich der Grund für das extreme Schwitzen in der Nacht finden.

Generell gilt: Häufig auftretendes nächtliches Schwitzen stört sowohl den gesunden Schlaf als auch das allgemeine Wohlbefinden.

In einer Vielzahl der Fälle ist das übermäßige Schwitzen im Schlaf von harmloser Natur und kann schon mit Veränderung von Lebensgewohnheiten nachhaltig gestoppt werden. Dennoch ist es immer besser, sich im Zweifelsfall vom Hausarzt untersuchen zu lassen.

Was löst Nachtschweiß aus?

Es gibt verschiedene Ursachen, die für nächtliches Schwitzen sorgen. Zuerst sollten Sie sicher gehen, dass die Schlafzimmertemperatur nicht zu warm ist oder Sie sich eine zu dicke Nachtbekleidung angezogen haben.

Haben Sie dies ausgeschlossen, kann der starke Schweißausbruch weitere mögliche Ursachen haben:

  • Hormonelle Schwankungen während der Pubertät oder während der Wechseljahre.
  • Nebenwirkung bestimmter Medikamente.
  • psychische Probleme.
  • Diabetes.
  • eine vorhandene neurologische Erkrankung.

Ab wann zum Arzt?

Hält der Nachtschweiß über einen längeren Zeitraum an, ohne, dass Sie eine Ursache feststellen können, sollten Sie zu Ihrem Arzt gehen. Zunächst aber sollten Sie in aller Ruhe das Auftreten nächtlichen Schwitzens genau beobachten. Überlegen Sie beispielsweise, was genau sich in Ihrem Alltag in letzter Zeit geändert hat.

  • Treiben Sie vermehrt Sport?
  • Halten Sie vielleicht Diät?
  • Gab es Ereignisse, die Sie innerlich belasten?
  • Befinden Sie sich vielleicht in den Wechseljahren?
  • Haben Sie Ihren Ernährungsplan vor kurzem auf den Kopf gestellt?

Was hilft dem Körper bei Hitze?

Wenn die Sonne im Sommer heiß vom Himmel scheint, helfen verschiedene Maßnahmen:

Wechselduschen: Lauwarme Duschen oder Bäder in Kombination mit eiskalten Güssen kühlen den Körper angenehm ab und steigern gleichzeitig die Durchblutung. So kommen Sie weniger ins Schwitzen.

Zimmerwarme Getränke: Eiskalte Getränke an warmen Tagen klingen zwar verlockend, sind aber auch ungeahnt schweißtreibend. Zimmerwarme Drinks helfen dem Körper, sich innerlich abzukühlen. Versuchen Sie es mit Salbei-Tee. Dieser kann übermäßiges Schwitzen eindämmen, da er die Schweißabsonderung kontrolliert.

Babypuder: Babypuder kann an heißen Tagen helfen, etwaigen durch Schweiß verursachte Reibungen vorzubeugen. Streuen Sie das Produkt auf die empfindlichen Stellen, damit die Haut dort trocken bleibt.

Sonnenschutz: Sonnenpflegeprodukte sollten über eine zarte Textur verfügen, die die Poren nicht verstopft und die Haut atmen lässt.

Allergiker sollten generell einen Hautarzt aufsuchen, da viele Sonnenschutzprodukte allergieauslösende Inhaltsstoffe enthalten können.

Nächtliche Schwitzattacken im Sommer

In der heißen Jahreszeit von Mitte Juni bis Ende August fällt vielen Menschen das Einschlafen schwer.

Sinkt die Nachttemperatur kaum unter 20 Grad Celsius ab, herrscht in den Innenräumen des Hauses ein regelrechtes Saunaklima. Dies hat nächtliches, starkes Schwitzen zur Folge. Mit diesen Tipps können Sie der Hitze und dem übermäßigen Schwitzen entgegen wirken:

  • Lüften Sie die Räume während der Morgenstunden oder abends/nachts.
  • Schließen Sie die Fenster, sobald die Außenluft sich erneut erwärmt.
  • Tagsüber Rollläden runter oder Vorhänge zu, damit die Hitze draußen bleibt.
  • Vermeiden Sie Alkohol und ein üppiges Essen vor der nächtlichen Ruhephase.
  • Verwenden Sie ein einfaches Leintuch als Bettdecke.
  • Wechselduschen können gegen nächtliche Hitzewallungen helfen.
  • Ein Ventilator sorgt für einen kühlen Luftzug.
  • Den Körper können Sie mit Hilfe eines kühlen Tuches auf der Stirn abkühlen.
Autorin PTA Alexandra Brand

Über unsere Autorin:

Alexandra Brand | Pharmazeutische Kundenbetreuung in der Robert-Koch-Apotheke
Seit 27 Jahren bin ich mit Leidenschaft Pharmazeutisch-technische Assistentin. Zu meinen Tätigkeitsschwerpunkten in der öffentlichen Apotheke gehören die individuelle, pharmazeutische Herstellung von Arzneimitteln und die Beratung unserer Kunden zu Gesundheitsthemen, insbesondere zum Thema Haut und Hautgesundheit.

Produkte zum Thema SchwitzenWeitere passende Produkte
Martina, Marketing bei mycare.de

Bleiben Sie zu aktuellen Gesundheitsthemen und Aktionen auf dem Laufenden.

Melden Sie sich jetzt an und gewinnen Sie eine JubelBox!

  • Top-Angebote
  • Neuheiten
  • Gewinnspiele
  • Gratis-Zugaben
  • Gutscheine
  • Tipps & Beratung
Jetzt abonnieren