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Von Lisa Stenschke, Apothekerin bei mycare.de
Aktualisiert: 13.11.2020

Welche Mittel helfen gegen Sodbrennen?

Welche Mittel helfen gegen Sodbrennen?

Hausmittel

Neben den vorbeugenden Maßnahmen gibt es einfache Hausmittel gegen das unangenehme Brennen in der Brustbeingegend und den säurebedingten Magenbeschwerden. Es lohnt sich in jedem Fall die verschiedenen Maßnahmen zu testen:

Rohe oder gekochte Kartoffel essen: Die Stärke in den Kartoffeln bindet die überschüssige Magensäure und führt zur Linderung der Beschwerden. Rohe Kartoffeln pressen Sie am besten aus oder zerkleinern sie mit einer Reibe und vermischen sie mit Wasser. Keinesfalls sollten Sie aber große Mengen davon essen oder trinken, weil rohe Kartoffeln giftiges Solanin enthalten. Als Faustregel dieses Hausmittels gilt: Drei Wochen lang zweimal täglich ein halbes Rotweinglas Kartoffelsaft. Alternativ können Sie auch gekochte Kartoffeln oder Süßkartoffeln essen.

Ein Glas Wasser trinken: Durch das Trinken wird die Magensäure aus der Speiseröhre wieder in den Magen befördert und außerdem verdünnt. Lauwarmes, stilles Wasser oder ein säurearmer Tee wirken am besten.

Spaziergang nach dem Essen: Generell mehr Bewegung ist ein guter Schutz vor Magen-Darm-Problemen.

Kaugummi kauen: Durch das Kauen wird die Speichelbildung angeregt. Speichel ist basisch und kann daher kleine Mengen Magensäure neutralisieren. Statt Kaugummi funktionieren auch Bonbons oder Pastillen. Um die Zähne zu schonen, sollten Sie möglichst auf zuckerfreie Produkte achten.

Milch: Hier unterscheiden sich die Erfahrungen. Bei einigen Betroffenen ist Milch das beste Hausmittel bei gelegentlichem, leichtem Sodbrennen, bei anderen wird es dadurch verstärkt, da Milch zu einem gewissen Teil sauer ist.

Medikamente

Lässt sich das Sodbrennen nicht durch einfach Maßnahmen oder eine Änderung der Lebensweise behandeln, kann es erforderlich sein, Säurebinder einzunehmen. Dabei ist zu bedenken, dass das Brennen in der Speiseröhre nicht immer durch ein Übermaß an Säure verursacht wird. Säurebinder bei normaler Magensäureproduktion können die Verdauung nachteilig beeinflussen. Das gilt ganz besonders für die Langzeiteinnahme der Medikamente.

Antazida: Dies sind Salze, die die Magensäure binden und daher einen puffernden Effekt haben. Die Mittel wirken schnell, bereits nach ungefähr 15-30 Minuten. Daher eignen sich diese Medikamente sehr gut für eine Anwendung nach Bedarf. Ihre Wirkung findet lokal im Magen statt, einige der Medikamente sind auch für Schwangere geeignet. Sie sind rezeptfrei erhältlich.

Protonenpumpenhemmer: Diese Medikamente haben ihren Namen aufgrund ihrer Wirkungsweise: Die Pumpe ist an der Bildung von Magensäure beteiligt. Durch die Einnahme von Protonenpumpenhemmern wird deren Bildung unterdrückt. Die Beschwerden werden nicht sofort gelindert, der Effekt kann dafür aber zwei bis drei Tage anhalten. Diese Medikamente eignen sich daher besonders für Menschen, die häufiger mit starkem Sodbrennen zu tun haben. Vom dauerhaften Gebrauch wird abgeraten, da durch das Mittel die Aufnahme von Vitamin B12 und Kalzium beeinflusst werden kann. Einige der Protonenpumpenhemmer sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich, eigenverantwortlich sollten sie nicht länger als 14 Tage zur Behandlung eingesetzt werden.

H2-Blocker: Diese Medikamente hemmen die Freisetzung von Magensäure. Wer regelmäßig, also mindestens zweimal in der Woche, unter Reflux leidet, kann diese Präparate ausprobieren. Die H2-Blocker blockieren bestimmte Hormon-Bindestellen in den magensäureproduzierenden Zellen. Dadurch gelangt weniger Magensäure in den Magen, der Mageninhalt wird weniger sauer. Einige der Arzneistoffe sind rezeptfrei erhältlich, eigenverantwortlich sollten sie aber nur einige Tage eingenommen werden. Ein Arzt kann eine Anwendung über einen längeren Zeitraum und gegebenenfalls höhere Dosierungen verordnen.

Autorin Apothekerin Lisa Stenschke

Über unsere Autorin:

Lisa Stenschke | Apothekerin in der Robert-Koch-Apotheke
Seit 6 Jahren bin ich Apothekerin und von Anfang an mit Herzblut hauptsächlich in den Vor-Ort-Apotheken von myCare e.K. im Einsatz. Eine kompetente, umfassende und vertrauensvolle Beratung der Patienten ist mir sehr wichtig. Auch bei Instagram und Facebook freue ich mich bei "Frag Lisa" auf das Interesse an unseren Produkten. Mehr erfahren

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Martina, Marketing bei mycare.de

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