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Warum ist Sonnenschutz bei Babys und Kleinkindern so wichtig?

Von Janet Baron, Apothekerin bei mycare.de
Aktualisiert: 04.07.2020

Sonnenschutz

Ein herrlicher Sommertag bedeutet meist auch viel Sonneneinstrahlung für die Haut. Die Sonne versorgt die Kleinkinder mit dem wichtigen Vitamin D, das u.a. die Knochen und Muskeln für eine gute Entwicklung dringend brauchen. Aber die Sonnenstrahlen können auch zu einem mitunter gefährlichen Sonnenbrand führen.

Besonders in den ersten Lebensjahren kommt es schnell zu ersten, unschönen Hautrötungen. Kinderhaut kann sich weniger gut gegen die nachhaltige Sonneneinstrahlung zur Wehr setzen. Sie ist empfindlich und reagiert bereits auf wenig Bestrahlung mit

  • Rötungen
  • Pusteln oder
  • Sonnenbrand

Somit braucht Kinderhaut eine ganz bestimmte Pflege während des Sonnenbades. Auch danach ist eine Nachbereitung in Form einer hochwertigen und rückfettenden After Sun Lotion zu empfehlen. Wer sich diesem Rat widersetzt, riskiert einen Sonnenbrand.

Besonderheiten der Kinderhaut

Die Haut von Babys und Kleinkindern ist sehr empfindlich, denn sie ist viel dünner als die eines älteren Menschen.
Die Haut eines Neugeborenen schafft es nicht ausreichend Schutzpigmente, wie Melanin, zu bilden. Sie verfügt zudem kaum über die Möglichkeit, so genannte Lichtschwielen zu erschaffen. Somit kann sich die junge Haut nur schlecht vor der Kraft der Sonnestrahlen schützen. Der Eigenschutz bleibt aus und das wiederum kann mitunter sehr gefährlich werden. Je jünger ein Mensch ist, desto weniger ist seine Haut dazu in der Lage, schädigende Einflüsse wie beispielsweise UV-Strahlen abzuwehren. Erst mit Beginn des zweiten Lebensjahres fängt der Eigenschutz in der sensiblen Haut an, sich langsam zu entwickeln.
Kinderhaut kann sonnenbedingte Schäden kaum ausgleichen bzw. reparieren. Zurück bleiben für den Moment "unsichtbare" Irritationen, die in späteren Jahren Hauterkrankungen vorantreiben können. Im schlimmsten Fall ist Hautkrebs die Folge. Grobe Sonnenschäden entstehen nach Ansicht vieler Forscher bereits in der Kindheit.

Was können Eltern tun, um ihr Kind zu schützen?

Empfehlenswert und zukunftsgerichtet sollte jeder Mensch schon von Kindesbeinen an für einen achtsamen sowie nachhaltigen Sonnenschutz in Form von Kleidern und Hautpflegeprodukten Sorge tragen.

  • Schatten: Bei großer Hitze, besonders in der Mittagssonne, sollte der Nachwuchs möglichst im Schatten spielen. Dies schont die Kleinkind-Haut und auch den gesamten kleinen Organismus.
  • Kleidung: Zudem sollten die Kinder möglichst luftdurchlässige Kleidung tragen, um einem Hitzestau vorzubeugen. Als sommerliche Kleidung empfehlen sich kurze Shorts, Kurzarm-Shirts und Sandalen mit oder ohne Socken. Heutzutage gibt es Sommerkleidung mit spezieller Imprägnierung, welche die gefährlichen UV-Strahlen abwehren. Beim Kauf von Sommerkleidern sollte darauf geachtet werden.
  • Sonnenhut: Auch der Sonnenhut bzw. eine schützende Kappe sollte nicht fehlen.
  • Sonnenbrille: Weiterhin ist eine Sonnenbrille mit Prüfsiegel durchaus empfehlenswert, denn auch Kinderaugen können bei zu großer Sonneneinstrahlung Schaden nehmen.

Wichtig: Kinder unter zwei Jahren sollten zum eigenen Schutz kaum bis gar nicht der Sonne ausgesetzt werden.

Spezielle Sonnencreme für Kinder

Ein guter Sonnenschutz ist sehr wichtig. Dies gilt für Kinder und Babys umso mehr, da sie eine empfindlichere Haut haben. Wichtig ist hier eine reichhaltige, vorausschauende Vorsorge. Babys und Kleinkinder brauchen einen hohen Lichtschutzfaktor (LSF), welcher in den meisten hochwertigen Baby Sonnencremes gegeben ist.
Die richtige Sonnencreme für Kinder verbindet pflegende mit schützenden Inhaltsstoffen und ist in ihrer kompletten Zusammensetzung auf das Wohlgefühl der sensitiven Haut ausgerichtet ist.
Als besonders schützend und wohltuend werden in der Regel Sonnenschutzprodukte für den Nachwuchs bezeichnet, die unter anderem über einen mineralischen, also physikalischen Filter verfügen. Diese Mittel bleiben an der Hautoberfläche und sind sehr hautfreundlich. Ab dem Kindergartenalter darf es dann, was die Inhaltsstoffe der Sonnenschutzprodukte betrifft, etwas mehr sein. Da die Haut dann etwas reifer ist, kann sie nun auch chemische Lichtschutzfaktoren ohne unerwünschte Reaktionen gut verarbeiten.

Wie ist die Sonnencreme für Kinder anzuwenden?

Grundsätzlich sollte der Sonnenschutz für Kinder schon etwa 20 bis 30 Minuten vor dem Spielen im Freien aufgetragen werden.

Toben und Spielen in der sommerlichen Wärme macht nicht nur müde, sondern bringt die Kinder auch ganz schön ins Schwitzen. Während des Schwitzvorganges beginnen sich selbst wasserfeste Sonnenschutzmittel vorzeitig aufzulösen, was ein möglichst zeitnahes Nachcremen dringend erforderlich macht. Auch Baden verringert den gegebenen Sonnenschutz vorzeitig.
Aus diesem Grund sollten Heranwachsende wiederholt eingecremt werden - am besten stündlich. Sie können es auch selbst übernehmen und so lernen, Verantwortung für ihre Haut zu übernehmen. Am besten lernen Kinder durch Nachahmung von den Eltern. Der Schutz gegen die intensive Sonneneinstrahlung wird dadurch allerdings kaum verlängert.

Welche Darreichungsformen gibt es?

Eins vorweg: Auf die totale Wirksamkeit eines Produktes nimmt die Beschaffenheit des Mittels kaum Einfluss. Folgende Möglichkeiten gibt es:

  • Gels
  • Öle
  • Sprays
  • Lotionen
  • Cremes

Heranwachsende bevorzugen jedoch meist Gels, Öle, Sprays sowie Lotionen. Cremes bilden wegen ihrer Zähigkeit doch eher das Schlusslicht. Allerdings trocknen diese die Haut weniger aus als ein Gel.

Viele dieser Produkte gibt es auch zur Anwendung bei einer allergischen Haut. Eingerieben wird der komplette Körper. Augen, Ohren und Nase werden an ihren Öffnungen ausgespart, da es genau an diesen sensiblen Stellen zu Schleimhautreizungen führen kann.

Autorin Apothekerin Janet Baron

Über unsere Autorin:

Janet Baron | stellvertretende Leitung Heimversorgung
Seit 2013 bin ich Apothekerin und startete 2014 bei mycare in der Heimversorgung. Mit der Fachweiterbildung „Pharmazie in der Geriatrie“ erlangte ich die Voraussetzung für ein qualifiziertes Medikationsmanagement für unsere geriatrischen Patienten, sowie die tägliche praktische Anwendung in der Heimversorgung. Zudem führe ich Schulungen zu aktuellen Themen für Laien und Fachpersonal durch.

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Martina, Marketing bei mycare.de

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