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Brauchen Schulkinder Nahrungsergänzungsmittel?

Von Ulrike Wendt, PTA bei mycare.de
Aktualisiert: 15.01.2022

Nahrungsergänzungsmittel Schulkinder

Wenn es um Kinder und Jugendliche geht, ist die Werbung für Nahrungsergänzungsmittel manchmal für den Laien irreführend. Sinnvoll ist eine gezielte Nahrungsergänzung unter anderem zur:

  • Besseren Infektabwehr
  • Schutz vor Wachstumsstörungen
  • Ausgleich von Mangelsituationen

Die Folge dessen darf nicht ein falsches Verständnis von gesunder Ernährung sein. Kinder sollen animiert werden, ausreichend Obst und Gemüse zu essen und das Wissen über Anbau und Ernte, aber auch Qualität von Lebensmitteln vermittelt werden. Gummibärchen und Co., Süßigkeiten im Allgemeinen, die mit Mineralien angereichert werden und zum Beispiel eine Extraportion Kalzium, Vitamin E oder Vitamin C enthalten, werden in der Regel von Eltern bevorzugt, ersetzen aber eine ausgewogene Ernährung in keinem Fall. Einseitiges Eingreifen in den Mineralstoffhaushalt ist nicht empfehlenswert, denn die Mineralien müssen in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen.

Wo sind Nahrungsergänzungsmittel für Schulkinder wichtig?

Der unreflektierte Umgang mit Nahrungsergänzungsmitteln ist falsch. Das bedeutet jedoch nicht, dass die gezielte Einnahme nach fachkundiger Beratung nicht empfehlenswert ist. Es gibt durchaus Gründe, Nahrungsergänzungsmittel auch Kindern zu verabreichen. Laut Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) leiden mehr als 62 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen drei und 17 Jahren zum Beispiel unter Vitamin D-Mangel.

Vitamin D ist für die Knochenbildung und andere Körperfunktionen unverzichtbar. Es wird in geringer Menge über die Nahrung aufgenommen und zum größten Teil vom Körper selbst gebildet. Allerdings ist der Prozess abhängig von der Sonneneinstrahlung. Da immer weniger Kinder ihre freie Zeit unter freiem Himmel verbringen, ist Vitamin D-Mangel keine Seltenheit mehr und auch im Blut nachweisbar. Weitere Mangelerscheinungen können auftreten, zum Beispiel bei einem Mangel von:

  • Jod
  • Zink
  • Eisen
  • Vitamin C

Das gilt besonders für Kinder und Jugendliche, die unter chronischen Erkrankungen wie Autoimmunprozessen leiden, in deren Folge es zu Mangelsituationen kommen kann. Eltern chronisch kranker Kinder sollten daher mit dem behandelnden Arzt klären, ob Nahrungsergänzungsmittel erforderlich sind.

Autorin PTA Ulrike Wendt

Über unsere Autorin:

Ulrike Wendt | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Ich bin seit 17 Jahren Pharmazeutisch-technische Assistentin bei mycare.de. Aufgrund der langen Berufserfahrung und der regelmäßigen Fortbildung sind wir schon Experten in Gesundheitsthemen. Mehr erfahren

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Janet, Apothekerin bei mycare.de
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