Vitamin-D-Mangel Symptome
✓ Pharmazeutisch geprüft - Lesezeit: 6 Minuten
Von Grit Ritter,
Pharnazieökonomin bei mycare.de
Aktualisiert: 15.12.2025
Ein Vitamin-D-Mangel, der besonders in den Wintermonaten häufig auftritt, äußert sich in vielfältigen körperlichen und psychischen Symptomen, da das Vitamin zentral für Immunfunktion, Nervensystem und den Kalziumstoffwechsel ist. Typische Anzeichen sind chronische Müdigkeit, Antriebslosigkeit, erhöhte Infektanfälligkeit sowie Stimmungstiefs. Körperlich können diffuse Knochenschmerzen, Muskelschwäche und in schweren Fällen Haarausfall oder die Knochenerweichung (Osteomalazie) auftreten. Die Diagnose erfolgt mittels Messung des 25(OH)-Vitamin-D-Spiegels im Blut. Um einem Mangel vorzubeugen, sind gezielte Nahrungsergänzungsmittel in ärztlicher Absprache, die Steigerung der Sonnenexposition und eine vitamin-D-reiche Ernährung essenziell.
Häufigste Symptome bei Vitamin-D-Mangel
Die häufigsten Symptome bei Vitamin-D-Mangel sind sehr vielfältig, weil Vitamin D an vielen Prozessen im Körper beteiligt ist. Typische Anzeichen eines Vitamin-D-Mangels umfassen sowohl körperliche als auch psychische Veränderungen:
- Müdigkeit und Antriebslosigkeit: Ein frühes Anzeichen von Vitamin-D-Mangel ist häufig eine ausgeprägte Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Viele Betroffene berichten über Energiemangel, was zu allgemeinen Erschöpfungszuständen führen kann. Das ist besonders in den Wintermonaten typisch, wenn die Sonnenbestrahlung fehlt.
- Stimmungstiefs: Eine weitere häufige Vitamin-D-Mangel Folge sind Stimmungstiefs, Gereiztheit oder depressive Verstimmungen. Vitamin D wirkt auf das Nervensystem und beeinflusst auch Neurotransmitter; deshalb können Symptome von Vitamin-D-Mangel direkt das emotionale Wohlbefinden betreffen.
- Häufige Infekte oder erhöhte Infektanfälligkeit: Vitamin D spielt eine große Rolle für das Immunsystem. Ein Mangel kann zu häufigen Infekten, Erkältungen und genereller Infektanfälligkeit führen. Besonders in der dunklen Jahreszeit bemerken viele Menschen diese Vitamin-D-Mangel-Folgen verstärkt.
- Konzentrationsprobleme: Auch Konzentrationsprobleme und eine verminderte geistige Leistungsfähigkeit zählen zu den typischen Symptomen eines Vitamin-D-Mangels. Das Gehirn reagiert empfindlich auf Störungen im Vitamin-D-Stoffwechsel.
- Muskelschwäche: Muskelschwäche und diffuse Muskelschmerzen sind klassische Anzeichen von Vitamin-D-Mangel. Langfristig kann es zu Problemen der Knochengesundheit kommen, da Vitamin D zentral für den Calciumstoffwechsel ist. Unbehandelt kann sich ein schwerer Mangel sogar zu Osteomalazie bei Erwachsenen oder Rachitis bei Kindern entwickeln.
- Knochenschmerzen: Knochenschmerzen gehören zu den klassischen Symptomen eines Vitamin-D-Mangels, da Vitamin D entscheidend für die Knochengesundheit ist. Ein länger bestehender Mangel erschwert die Einlagerung von Calcium, wodurch die Knochen weich werden können. Zu den schwerwiegenden Vitamin-D-Mangel-Folgen zählen Osteomalazie bei Erwachsenen und Rachitis bei Kindern. Rachitis ist eine Erkrankung des wachsenden Knochens bei Kindern, die durch einen Mangel an Vitamin D, Kalzium oder Phosphat zu weichen und verformten Knochen führt.
- Schlafstörungen: Ein oft unterschätztes Symptom eines Vitamin-D-Mangels sind Schlafstörungen. Vitamin D beeinflusst die Regulation von Melatonin, dem Schlafhormon. Ein niedriger Spiegel kann daher zu Ein- oder Durchschlafproblemen führen. Viele Menschen bemerken dies in den Wintermonaten, wenn die Sonnenbestrahlung gering ist.
- Haarausfall: Auch Haarausfall zählt zu den möglichen Anzeichen von Vitamin-D-Mangel. Durch die gestörte Zellregeneration der Haarfollikel kann es zu diffusem Haarverlust kommen. Diese Vitamin-D-Mangel-Folgen treten häufig schleichend auf und werden deshalb oft lange übersehen.

Symptome bei schwerem Vitamin-D-Mangel
- Starke Knochenschmerzen: Eines der typischsten Symptome im fortgeschrittenen Stadium. Durch gestörte Mineralisierung verschlechtert sich die Knochengesundheit, was zu tiefsitzenden, belastungsabhängigen Schmerzen führt.
- Knochenweiche (Osteomalazie): Eine schwere Vitamin-D-Mangel Folge bei Erwachsenen. Die Knochen werden weich und verlieren Stabilität, was zu Schmerzen, Verformungen und Bewegungseinschränkungen führt.
- Häufige Knochenbrüche: Zu den ernsten Anzeichen von Vitamin-D-Mangel gehören erhöhte Frakturraten, weil instabile Knochen leichter brechen. Besonders in den Wintermonaten, wenn die Sonnenbestrahlung minimal ist, steigt das Risiko.
- Starker Haarausfall: Ein ausgeprägter Mangel kann massiven Haarausfall auslösen, da Vitamin D die Haarfollikelregeneration unterstützt. Dies ist eine häufig übersehene Vitamin-D-Mangel Folge.
- Brüchige Nägel: Durch gestörten Calciumstoffwechsel und reduzierte Zellregeneration werden Nägel dünn, weich und brüchig – ein weiteres Symptom Vitamin-D-Mangel, das oft zusammen mit Haarausfall auftritt.
- Muskelschwund: Bei einem schweren Defizit kommt es zu ausgeprägter Muskelschwäche bis hin zu Muskelschwund, da Vitamin D wichtig für Muskelkraft und Proteinstoffwechsel ist. Dies führt zu Gangunsicherheit und erhöht die Gefahr von Stürzen und Brüchen.
Vitamin-D-Mangel: Symptome bei der Haut
Vitamin D ist entscheidend für die Gesundheit und Erneuerung der Haut. Es fördert die Wundheilung, unterstützt den Austausch und die Bildung neuer Hautzellen, stärkt die immunologische Abwehr der Haut und wirkt entzündungshemmend. Ist der Vitamin-D-Spiegel zu niedrig – was häufig bei Menschen mit Hautproblemen der Fall ist – kann die Haut diese Schutzaufgabe nicht mehr vollständig erfüllen; sie wird dünner und trockener.
Bestätigung eines Vitamin-D-Mangels
Um einen Vitamin-D-Mangel sicher zu erkennen, sind körperliche Symptome oft nur ein Hinweis. Die bestätigte Diagnose erfolgt über medizinische Tests. Die zuverlässigste Methode zur Bestimmung von Anzeichen von Vitamin-D-Mangel ist die Messung des 25(OH)-Vitamin-D-Spiegels im Blut.
- Serumwerte ab 50 nmol/l wird von einer ausreichenden Versorgung zum Erhalt der Knochengesundheit ausgegangen.
- Serumwerte von 30 bis unter 50 nmol/l zeigen eine suboptimale Versorgung mit möglichen Folgen für die Knochengesundheit.
- Serumwerte unter 30 nmol/l zeigen eine mangelhafte Versorgung mit einem erhöhten Risiko für Krankheiten wie Rachitis, Osteomalazie und Osteoporose.
- Serumwerte über 125 nmol/l: Mögliche Überversorgung, die für den Körper negative gesundheitliche Folgen haben kann, zum Beispiel Hyperkalzämien, die zu Herzrhythmusstörungen oder Nierensteinen führen können.
Einstufung als Risikopatient
Personen gelten als Risikopatienten, wenn sie langfristig unter 30 ng/ml liegen oder zusätzliche Faktoren wie wenig Sonnenbestrahlung, hohe Infektanfälligkeit, chronische Erkrankungen oder Aufenthalt in den Wintermonaten aufweisen.
Symptomunterschiede zwischen Männern und Frauen
Die Anzeichen eines Vitamin-D-Mangels unterscheiden sich bei Frauen und Männern im Wesentlichen nicht. Allerdings steigt bei Frauen während und nach den Wechseljahren das Risiko für Knochenschwund (Osteoporose). Daher spielt für sie eine genügend hohe Zufuhr von Vitamin D, Kalzium und gegebenenfalls Östrogen eine besonders wichtige Rolle. Frauen berichten zudem häufiger über Müdigkeit und Antriebslosigkeit als Symptom Vitamin-D-Mangel, besonders in den Wintermonaten mit geringer Sonnenbestrahlung.
Bei Männern zeigen sich Symptome Vitamin-D-Mangel häufig etwas anders als bei Frauen. Typische Anzeichen von Vitamin-D-Mangel sind hier vor allem Muskelschwäche und Muskelschmerzen sowie eine verminderte Muskelkraft, was die Knochengesundheit zusätzlich belastet. Außerdem kann ein schwerer Mangel zu einem niedrigeren Testosteronspiegel führen, was langfristige Vitamin-D-Mangel-Folgen wie Müdigkeit, reduzierte Leistungsfähigkeit und erhöhte Infektanfälligkeit begünstigt, besonders in den Wintermonaten, wenn die Sonneneinstrahlung gering ist.
Folgen von Vitamin-D-Mangel
Ein Vitamin-D-Mangel kann sowohl kurzfristige als auch langfristige gesundheitliche Auswirkungen haben.
Kurzfristige Folgen:
- Häufige Infekte: Durch die geschwächte Immunabwehr steigt die Infektanfälligkeit, besonders in den Wintermonaten.
- Chronische Müdigkeit: Müdigkeit und Antriebslosigkeit sind typische Symptome Vitamin-D-Mangel, oft verstärkt bei wenig Sonnenbestrahlung.
- Muskelschwäche: Schon leichter Mangel kann Muskelschwäche verursachen und die Knochengesundheit belasten.
Langfristige Folgen:
- Osteoporose: Langanhaltender Mangel schwächt die Knochen und kann zu Osteomalazie führen.
- Erhöhtes Frakturrisiko: Instabile Knochen erhöhen die Gefahr für Brüche, besonders bei älteren Menschen.
- Autoimmunerkrankungen (Risikofaktor): Niedrige Serumspiegel von 25(OH)D werden mit einem erhöhten Risiko für den Ausbruch von Autoimmunerkrankungen und/oder einer hohen Krankheitsaktivität in Verbindung gebracht.
- Bluthochdruck (Risikofaktor): Langfristig kann ein Mangel den Blutdruck negativ beeinflussen.
- Diabetes Typ 2 (Risikofaktor): Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel wird mit erhöhtem Risiko für Stoffwechselerkrankungen in Verbindung gebracht.
- Depressionen (Risikofaktor): Vitamin D beeinflusst Neurotransmitter, daher können langfristige Defizite zu Stimmungstiefs oder Depressionen führen.
Ursachen für Vitamin-D-Mangel
Die Ursachen für einen Vitamin-D-Mangel sind vielfältig und beeinflussen sowohl die Entstehung der Symptome als auch die langfristigen Folgen:
- Sonnenlicht: Geringe Sonnenbestrahlung – besonders in den Wintermonaten – reduziert die körpereigene Vitamin-D-Bildung. Menschen mit dunklem Hauttyp sind zwar eher vor Sonnenbrand geschützt, ihre Haut lässt aber weniger Sonnenstrahlung für die Vitamin D Bildung durch. Daher kommt es bei Personen mit dunklerem Hauttyp in nördlichen Breitengraden häufig zu einem Vitamin-D-Mangel.
- Hohes Alter: Ältere Menschen bilden Vitamin D in der Haut weniger effizient, wodurch Anzeichen von Vitamin-D-Mangel häufiger auftreten.
- Medikamente und Erkrankungen: Bestimmte Medikamente, Leber- oder Nierenerkrankungen sowie Magen-Darm-Störungen können die Aufnahme oder Umwandlung von Vitamin D stören, was langfristig Vitamin-D-Mangel-Folgen wie Osteomalazie oder Rachitis begünstigt.
Behebung eines Vitamin-D-Mangels
Um einen Vitamin-D-Mangel zu beheben und die typischen Symptome sowie Folgen zu vermeiden, gibt es mehrere wirksame Strategien:
- Sonnenbestrahlung erhöhen: Täglicher Aufenthalt im Freien, besonders in den Wintermonaten, unterstützt die körpereigene Vitamin-D-Produktion. Dauer und Intensität hängen vom Hauttyp ab. Melaninreichere Haut schützt vor Sonnenbrand, lässt aber weniger Sonnenstrahlung für die Vitamin D Bildung durch. Daher kommt es bei Personen mit dunklerem Hauttyp in nördlichen Breitengraden häufig zu einem Vitamin-D-Mangel.
- Vitamin-D-reiche Ernährung: Lebensmittel wie fetter Fisch, Eier, Leber oder angereicherte Produkte liefern Vitamin D.
- Nahrungsergänzungsmittel: Vitamin-D-Präparate in Absprache mit dem Arzt helfen, Anzeichen von Vitamin-D-Mangel gezielt zu behandeln.
- Regelmäßige Blutkontrolle: Kontrolle des 25(OH)-Vitamin-D-Spiegels, um Überdosierung zu vermeiden und den Erfolg der Maßnahmen zu prüfen.
- Gesunder Lebensstil: Bewegung, ausgewogene Ernährung und Gewichtskontrolle unterstützen die Knochengesundheit und senken das Risiko für Vitamin-D-Mangel-Folgen wie Osteomalazie, Rachitis oder Osteoporose.
- Medizinische Behandlung bei Erkrankungen: Bei Nieren-, Leber- oder Magen-Darm-Erkrankungen kann eine gezielte Therapie notwendig sein, um die Aufnahme oder Umwandlung von Vitamin D zu sichern.
Einfluss von Sonnencreme auf die Vitamin-D-Bildung
Das Auftragen von Sonnenschutzprodukten verhindert die Vitamin-D-Synthese der Haut nicht, zumindest nicht vollständig. Sonnenschutzcremes mit UV-Filter bieten keinen vollständigen Schutz vor UV-Strahlen. Dadurch ist der Körper weiterhin UV-B-Strahlung ausgesetzt und kann daraus Vitamin D synthetisieren. Es ist wichtig, eine Sonnenschutzcreme aufzutragen, um Hautkrebs vorzubeugen. Benutzen Sie regelmäßig Sonnenschutzmittel oder Sonnencreme. Wenn Sie das Sonnenschutzmittel richtig auftragen, wird das Risiko für Hautkrebs kleiner.
Risiken und Folgen einer Überdosierung von Vitamin D
Eine Vitamin D Überdosierung ist möglich, wenn sehr hohe Mengen über Nahrungsergänzungsmittel über längere Zeit eingenommen werden. Eine Überdosierung ist selten durch Sonnenlicht oder normale Ernährung allein, da der Körper die körpereigene Vitamin-D-Bildung reguliert.
Bei einer Überdosierung kann es zu Vitamin-D-Mangel-Folgen der anderen Art kommen: Hauptsächlich steigt der Calciumspiegel im Blut stark an, was zu Hyperkalzämie führt. Typische Symptome sind Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, starke Müdigkeit, Muskelschwäche, Kopfschmerzen und Herzrhythmusstörungen. Langfristig kann eine Überversorgung die Knochengesundheit schädigen, Nierensteine verursachen und Nierenschäden begünstigen.
Häufig gestellte Fragen rund um Vitamin-D-Mangel:
Allgemeiner Hinweis: In unseren Ratgebern verwenden wir für die bessere Lesbarkeit überwiegend das generische Maskulinum. Gemeint sind damit aber auch Angehörige des weiblichen Geschlechts und anderer Geschlechtsidentitäten.

Über unsere Autorin:
Grit Ritter | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Seit über 20 Jahren bin ich im Pharmateam des Unternehmens verwurzelt. Grundlegend dafür ist die Leidenschaft für Gesundheitsthemen incl. Prävention. Regelmäßige Fortbildungen sind da essenziell. Neben Kundenberatung sind Betriebl. Gesundheitsmanagement, Haus- und Reiseapothekenchecks und pharmazeutisches Marketing Schwerpunkte meiner Tätigkeit bei mycare.de. Mehr über G. Ritter
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