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Was hilft dem Körper beim Entgiften?

Von Lisa Stenschke, Apothekerin bei mycare.de
Aktualisiert: 15.01.2021

Warum sollte man seinen Körper entgiften?

Was hilft dem Körper beim Entgiften?

Natürlich ist der Körper in der Lage, sich bis zu einem gewissen Grad selbst zu entgiften. Wenn aber die Zufuhr an Giften und unverdaulichen Substanzen zu groß ist, entstehen schädliche Rückstände. Diese Stoffe beeinflussen die Gesundheit nachteilig und begünstigen auf Dauer die Entstehung chronischer Entzündungsprozesse.
Daher ist die Entschlackung eine vorbeugende Maßnahme, aber auch Teil der Therapie bei Patienten, die unter Grunderkrankungen leiden. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Darm, die Lunge oder die Haut betroffen sind und entgiftet werden müssen.

Argumente für eine Entschlackungskur:

  • gesundheitsfördernd,
  • förderlich für die Bikinifigur
  • schenkt neue Lebensenergie

Vor allem Allergiker oder Menschen mit Verdauungsproblemen können von einer solchen Entschlackung profitieren und bei dieser Gelegenheit mehr über ihren Körper und die wirklich gesunde Ernährung erfahren.

Was sind Schlacken?

Was Schlacken eigentlich sind, wird kontrovers diskutiert. Eine gewisse Einigkeit besteht aber darüber, dass es sich um Ablagerungen handelt, die der Körper nicht von allein ausscheiden kann. Sie gelangen unter anderem durch weniger gesunde Nahrung in den Körper und nehmen im Laufe des Lebens zu. Auch Umweltgifte können Ablagerungen verursachen.

Darf jeder eine Entschlackungskur machen?

Eigentlich darf jeder Mensch, der körperlich gesund und fit ist, heilfasten und seinen Körper entwässern und entschlacken.
Menschen mit folgenden Erkrankungen sollten vor einer Fastenkur ihren Arzt konsultieren:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Nierenproblemen
  • Diabetes
  • Schlaganfallpatienten
  • weiteren chronischen Krankheiten

Bei größeren gesundheitlichen Problemen sollte eine solch starke Diät-Maßnahme nur unter ständiger Aufsicht eines Arztes oder kundigem Fachpersonal stattfinden. Gerade bei dem Thema „Übergewicht“ raten Ärzte, die Kur langsam zu beginnen. Radikalkuren können dem Organismus schaden und haben ein hohes Rückfallpotential.

Was Sie beachten müssen

Bei Kuren zur Entschlackung, zum Entwässern und dem Heilfasten ist es wichtig, sich die Zeit einzuräumen, die stressfrei zur Verfügung steht. Manche Menschen entscheiden sich dafür, die Urlaubszeit zu verwenden, andere können nur ein Wochenende aufbringen. Auch zwei oder drei Tage helfen schon, den Körper zu reinigen und zu entgiften. Es sollten möglichst mehr als 24 Stunden sein.
Am besten ist es, vor Beginn der Fasten- oder Entschlackungskur einen Check-up beim Arzt zu machen. Gibt der Mediziner „Grünes Licht“, steht dem Heilfasten und Entwässern nichts im Weg. Die ersten Tage des Entschlackens und der Entwässerung werden von kleinen Erfolgserlebnissen gekrönt sein und das Abnehmen macht regelrecht Spaß. Je länger man fastet, desto länger braucht es aber, bis der Körper seine Fettreserven preisgibt.

Wie funktioniert der freiwillige Verzicht?

Wer zu Hause entschlacken, entwässern, entgiften, abnehmen und seine Ernährung umstellen möchte, sollte die Fastenkur vorzugsweise unter Rücksprache mit dem Arzt angehen.
Des Weiteren sollten schon vor der Kur alle qualitativ hochwertigen Zutaten besorgt und die Familie eingeweiht werden. Das Heilfasten gestaltet sich einfacher, wenn die ganze Familie teilnimmt. Da dies aber nur selten funktioniert, ist es von Vorteil, sich einen festen Plan zu erstellen und sich eine für die Fastenzeit notwendige Ruhezone zu schaffen.
Sollten während der Fastenkur gesundheitliche Probleme (zum Beispiel mit dem Kreislauf) auftreten, sollte das weitere Vorgehen mit Ihrem Arzt besprochen werden. Eventuell muss die Heilfastenkur unterbrochen oder angepasst werden.

Die Phasen des Heilfastens

  • Entlastungsphase: Der Organismus bereitet sich auf die kommende Fastenzeit vor. In dieser Zeit lernt der Körper, Schritt für Schritt auf die bisherige Nahrung zu verzichten und sich auf die eher flüssige Ernährung umzustellen.
  • Fastenphase: Dem Organismus werden notwendige Stoffe in vorgegebenen Mengen zu bestimmten Zeitpunkten geliefert. So lernt der Körper nach und nach, auf feste Nahrung zu verzichten.
  • Aufbauphase: Dies ist der Zeitpunkt, ab dem feste Nahrung wieder erlaubt ist. Ein langsames Angleichen an die feste Kost ist erforderlich, damit sich Organismus und Stoffwechsel achtsam umstellen können.
  • Gesunde Ernährung: Phase vier zeigt, ob die Kur gefruchtet hat und ob man bereit ist, die gesunde Ernährung fortzuführen ohne das Fasten fortzuführen.

Das strenge Heilfasten

Beim strengen Heilfasten, zum Beispiel nach Otto Buchinger, wird für bestimmte Zeit komplett auf feste Nahrung verzichtet.
Das Fasten beginnt mit einigen Entlastungstagen, an denen nur leichte Kost zu sich genommen werden darf. Das eigentliche Fasten startet mit einer kompletten Darmentleerung – das funktioniert am besten mit Glaubersalz.

Insgesamt werden pro Tag drei Liter getrunken:

  • Morgens: Kräutertee oder Fastentee
  • Mittags: frisch zubereitete Gemüsebrühe oder Gemüsesaft
  • Abends: wiederum Tee, zum Beispiel Fenchel-, Brennnessel– oder Melissentee.
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Manche Fastenpläne erlauben frisch gepresste Obstsäfte.
Regelmäßige, ausreichende Bewegung wie Yoga und ein Spaziergang an der frischen Luft sind genauso Bestandteil des Buchingerfastens wie Wechselduschen oder Leberwickel. Auch der ausreichende Schlaf ist wichtig.
Um die Darmreinigung zu unterstützen, können sanfte Einläufe vorgenommen werden. Anfänger können bis zu fünf Tage fasten und sollten nach dem Fastenbrechen mindestens zwei Aufbautage mit leichter Kost folgen lassen.

Wie ist die richtige Ernährung beim Entschlacken?

Damit sich der Organismus von Ablagerungen befreien kann, haben so gut wie alle Entschlackungskuren eins gemeinsam: Viel Wasser trinken, denn durch das Ausschwemmen der Gifte wird der Körper gleichzeitig entwässert. Auch die Nahrung sollte viel Flüssigkeit enthalten.

Nicht erlaubt sind:

  • Fertiggerichte
  • Zucker
  • starke Gewürze
  • Alkohol und Nikotin
  • Kaffee und koffeinhaltige Getränke nur in kleinen Mengen

Tipp: Wer unter Hunger oder Müdigkeit leidet, kann sich mit heißem Wasser helfen, das in kleinen Schlucken genossen wird.

Unterstützung beim Entgiften des Körpers

Eine gute Hilfe bei der Entschlackungskur und Entwässerung können Schüßler-Salze sein, vor allem das Trio der Salze 6, 10 und 12:

  • Morgens Kalium sulfuricum D6 (Schüßler Salz Nr. 6)
  • Mittags Natrium sulfuricum D6 (Schüßler-Salz Nr. 10)
  • Abends Calcium sulfuricum D6 (Schüßler-Salz Nr. 12

Die Tabletten lässt man auf der Zunge zergehen. Das Schüßler-Salz Nr. 6, das Salz der Entschlackung, und das Schüßler-Salz Nr. 10, das Salz der Inneren Reinigung, bilden die Basis der Kur. Mit dem Schüßler-Salz Nr. 12, dem Salz der Gelenke, Binde- und Stützgewebe, rundet man das Trio sinnvoll ab.
Im Allgemeinen hat sich eine Anwendungszeit von vier bis sechs Wochen bewährt. Außerdem gibt es verschiedene Nahrungsergänzungsmittel, die Ihnen bei der Entwässerung Ihres Körpers helfen können. Heilerde oder Brennnessel sind unter anderem die Inhaltsstoffe in den Präparaten, die überschüssige Flüssigkeit und Schlacken aus dem Körper schwemmen können.

Empfohlene Nahrungsmittel

Je nach Methode des Heilfastens sind auch Smoothies aus Obst und Gemüse geeignet:

  • Äpfel
  • Birnen
  • Babyspinat
  • Brokkoli
  • Sellerie

Entschlacken und entgiften bedeutet nicht zu hungern. Allerdings sollten die Mahlzeiten je nach gewählter Variante möglichst basisch sein. Dafür eignen sich:

  • Bananen
  • Kartoffeln
  • Fenchel
  • Rucola
  • Möhren
  • viele weitere Nahrungsmittel

Es empfiehlt sich, für die begrenzte Zeit der Entschlackungskur auf Fleisch zu verzichten.
Ein Basentee kann die Lebensmittel prima ergänzen, wird von Kräutertee-Liebhabern als sehr wohlschmeckend bewertet und wirkt unterstützend. Außerdem hat man so die Möglichkeit, neben Wasser auch ein Getränk mit Geschmack zu trinken.
Darüber hinaus sollte genügend Zeit für Pausen bleiben. Ein gutes Buch, ein Waldspaziergang, viel Schlaf und leichter Sport können dazu beitragen, dass sich der Körper selbst reinigt.

Welche Auswirkungen kann eine Entschlackungskur haben?

Heilfasten sowie die Entwässerungs- und Entschlackungskuren sind, wenn man es so sehen mag, der Einstieg in eine nachhaltige Umstellung der Ernährung. Wer nach der Fastenkur auf eine kalorienarme, ausgewogene Ernährung achtet, wird dauerhaft belohnt.

Entgiftung/Selbstreinigung: Der Körper bekommt die Gelegenheit, sich von Giftstoffen und Wassereinlagerungen zu befreien: Bereits 14 bis 16 Stunden Nahrungsverzicht reichen, um das Selbstreinigungsprogramm des Körpers zu aktivieren.

Abnehmen: Laut dem Fasten-Forscher Madeo beginnt der Körper nach stunden- und tagelanger Abstinenz seine eigenen (Eiweiß-) Reserven zu verwerten. Alles Verwertbare wird in neue Energie umgesetzt. Dabei purzeln die Pfunde, Altlasten (Giftstoffe bzw. Stoffwechselabfallprodukte) werden automatisch entsorgt. Wenn Adipöse über einen längeren Zeitraum fasten, sollte ggf. Eiweiß zugeführt werden.

Gesundheit: Etwaige Viren und Bakterien werden automatisch entsorgt und es geht ihnen in dieser Zeit kräftig an den Kragen.

Alterungsprozess: Der Organismus wird durch diesen Reinigungsprozess gestärkt, was sich zudem positiv auf den Alterungsprozess auswirken kann.

Betroffene, die mehrere Tage fasteten, sprachen von einer wohltuenden Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens. Und nicht nur das: Beschwerden im Magen-Darm-Trakt wurden gelindert oder verschwanden ganz.

Weiterhin hilft richtig fasten mit einer Heilfasten-Kur, chronischen Erkrankungen vorzubeugen und vorhandene Erkrankungen wie zum Beispiel Rheuma, Gicht oder Arthritis achtsam abzuschwächen. Außerdem kann eine kurze Heilfastenkur leicht blutdrucksenkend und abwehrstärkend wirken.

Sonderfall: Funktioniert eine Entschlacken während der Schwangerschaft?

An Ödemen leiden viele Schwangere. Das Gute: Nach der Geburt verschwinden diese von allein wieder.
Die herkömmlichen Mittel zum Entwässern sollten daher nicht eingesetzt werden. Auch Entwässerungstees sind in der Schwangerschaft nicht angeraten.
Wenn zu den Wassereinlagerungen weitere Symptome hinzukommen, wie Übelkeit, Erbrechen oder Kopfschmerzen, sollten Schwangere zum Arzt gehen. Dies können Anzeichen einer Präeklampsie, auch Schwangerschaftsvergiftung genannt, sein.

Stattdessen können Schwangere folgendes tun:

  • Beine hochlegen: Sie sollten möglichst oft Ihre Beine hochlegen. Auch beim Schlafen sollten die Beine am besten höher liegen als das Becken.
  • Fußbäder: Fußbäder mit Salz können auch schnell gegen geschwollene Füße und Beine helfen
  • Kleidung: Enge Kleidung sollte generell in der Schwangerschaft vermieden werden.
  • Ernährung: Eine gute, ausgewogene Ernährung und viel trinken kann außerdem helfen.
  • Bewegung: Hier hilft regelmäßige Bewegung, vor allem Schwimmen.
Autorin Apothekerin Lisa Stenschke

Über unsere Autorin:

Lisa Stenschke | Apothekerin in der Robert-Koch-Apotheke
Seit 6 Jahren bin ich Apothekerin und von Anfang an mit Herzblut hauptsächlich in den Vor-Ort-Apotheken von myCare e.K. im Einsatz. Eine kompetente, umfassende und vertrauensvolle Beratung der Patienten ist mir sehr wichtig. Auch bei Instagram und Facebook freue ich mich bei "Frag Lisa" auf euer Interesse an unseren Produkten.

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Martina, Marketing bei mycare.de

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