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Fersensporn – gezielte Übungen helfen

Wenn morgens die ersten Schritte nach dem Aufstehen von spitzen, stechenden Schmerzen im Fuß begleitet werden, kann ein Fersensporn die Ursache sein. Dieser meist nur wenige Millimeter lange, dornartige Knochenauswuchs am Fersenbein findet sich bei annähernd jedem fünften Erwachsenen über 50.

Allerdings ist der Fersensporn selbst nicht Auslöser der Schmerzen, die von vielen Betroffenen empfunden werden, als ob sie in einen Nagel oder eine Glasscheibe getreten wären. Erst wenn der Knochenauswuchs zu einer Entzündung des umliegenden Gewebes führt, stellen sich die Schmerzen ein und zwingen zu einer Ruhepause oder zum Zehenspitzengang. Meist bildet sich der Fersensporn an der Unterseite des Fersenbeins durch Überlastung, Fehlbeanspruchung oder falsches Schuhwerk. Aber nicht nur unter der Ferse, sondern auch am Ansatz der Achillessehne kann sich ein Fersensporn entwickeln, der dann durch den Schuhrand zu Druckbeschwerden führt. Die für einen Fersensporn typischen Beschwerden können aber auch auftreten, ehe sich tatsächlich ein Sporn entwickelt hat. Zur Diagnose reicht eine Röntgenuntersuchung, denn obwohl ein Fersensporn von außen nicht sichtbar ist, kann er problemlos im Röntgenbild dargestellt werden.

Gezielte Entlastung lindert die Beschwerden

In jedem Fall sollte bei einer Entzündung im Bereich der Ferse, ob nun durch einen Fersensporn oder Überanstrengung ausgelöst, für konsequente Entlastung gesorgt werden. Dazu eignen sich am besten spezielle Schuheinlagen, die eine exakt angepasste Vertiefung für den Fersensporn oder den entzündeten Bereich aufweisen. Bei sehr starken Schmerzen können zusätzlich schmerzstillende und entzündungshemmende Mittel direkt in den schmerzenden Bereich injiziert werden. Damit es nach Abklingen der akuten Entzündung auch langfristig zu einer Besserung kommt, sollten die Einlagen dauerhaft getragen und durch gezielte Gymnastik mit Fersensporn Übungen die Fußmuskulatur gestärkt werden. Weitere Möglichkeiten zur Behandlung eines Fersensporns sind die Stoßwellentherapie, die jedoch nicht von der Krankenkasse übernommen wird, sowie in Ausnahmefällen eine operative Entfernung des Sporns, wobei das durch die Operation entstehende Narbengewebe ähnlich Schmerzen hervorrufen kann wie zuvor der Fersensporn.

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