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Wissenswertes zum Wirkstoff Ginkgo Extrakt

Pharmakologisch werden standardisierte Extrakte der Blätter des Ginkgobaumes verwendet. Diese Extrakte verbessern die Fließeigenschaft des Blutes und in der Folge wird die Durchblutung verbessert. Diese Eigenschaften werden besonders bei nachlassender Gedächtnisleistung, Ohrgeräuschen oder Schwindelgefühlen erfolgreich zur Therapie genutzt.

Häufige Kundenfragen zum Wirkstoff Ginkgo Extrakt

  1. Bei welchen Beschwerden kann Ginkgo eingesetzt werden?
  2. Wie wirkt Ginkgo?
  3. Wie schnell und wie lange wirkt Ginkgo?
  4. Welche Präparate gibt es im Handel?
  5. Sind Ginkgo Präparate verschreibungspflichtig?
  6. Gibt es Ginkgo auch für Kinder?
  7. Was muss ich bei der Einnahme/Anwendung beachten?
  8. Welche häufig auftretenden Wechselwirkungen sind bekannt?
  9. Welche Nebenwirkungen können auftreten?
  10. Was ist noch wichtig zu wissen?
  11. Wann sollte Ginkgo nicht zum Einsatz kommen?
  12. Darf Ginkgo in Schwangerschaft und Stillzeit gegeben werden?
  13. Beeinflusst Ginkgo die Fahrtüchtigkeit?

Bei welchen Beschwerden kann Ginkgo eingesetzt werden?

Ginkgo findet Einsatz bei Leistungsstörungen durch Veränderungen im Gehirn (Demenz). Dazu gehören Konzentrationsschwäche und Gedächtnisstörungen. Ginkgo kann neben Demenzen auch kognitive Beeinträchtigungen, also die Wahrnehmung verbessern.

Ginkgo BlattAußerdem werden die Extrakte bei Durchblutungsstörungen, vor allem der Arme und der Beine (periphere arterielle Verschlusskrankheit – Verlängerung der schmerzfreien Gehstrecke) und bei Schwindel angewendet sowie unterstützend bei Tinnitus (Ohrgeräuschen). Zu beachten in dem Zusammenhang ist, dass häufig auftretende Schwindelgefühle und Ohrensausen grundsätzlich der Abklärung durch einen Arzt bedürfen. Treten Schwerhörigkeit oder sogar ein Hörverlust plötzlich auf, ist sofort ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt zu Rate zu ziehen.

Leichte bis mittelschwere Hirnleistungsstörungen können durch die Einnahme des Ginkgo-Extraktes positiv beeinflusst werden. Die Behandlungsdauer sollte hier mindestens 4 Wochen betragen, die Tagesdosierung 120 mg (bis 240 mg) Extrakt pro Tag.

Darüber hinaus wird dem Extrakt des Ginkgobaumes ein günstiger Einfluss auf die Venen nachgesagt. Die Elastizität der Venenwände ist abhängig von deren Kollagenanteil. Es scheint, dass die Ginko-Inhaltsstoffe das Kollagennetz der Venenwände vor Proteasen schützt. Laut Untersuchungen ist der Kollagengehalt der Venenwände in Krampfadern deutlich geringer als in gesunden Venen.

Wie wirkt Ginkgo?

Die Ginko-Forschung kam etwa 1960 erst richtig in Schwung. 5 Jahre später wurde das bekannte Tebonin erstmalig zugelassen.
Standardisierten Ginkgo-Extrakten werden nachfolgende Wirkungen zugeordnet:
Der Energiestoffwechsel im Gehirn und die kognitiven Eigenschaften werden verbessert. Oft verbessert sich demzufolge auch die Bewegungskoordination. Die Fließfähigkeit des Blutes und der Blutkreislauf in den kleinsten Blutgefäßen werden optimiert.
Auch als „Radikalfänger“ sollen Ginkgo-Spezialextrakte fungieren.

Wie schnell und wie lange wirkt Ginkgo?

Die Wirkung tritt erst nach etwa 4-6 Wochen ein. Eine Langzeitanwendung wird somit empfohlen.

Welche Präparate gibt es im Handel?

Ginkgo gibt es als Arzneimittel zum Einnehmen in den Darreichungsformen Tropfen, Filmtabletten, Dragees oder Kapseln.

Filmtabletten oder Dragees werden von den Herstellern in der Regel in Stärken zu 40 mg, 80 mg, 120 mg oder 240 mg pro Filmtablette/Dragee angeboten. Die empfohlene tägliche Dosis beträgt 120 bis 240 mg.

Beim Kauf von Gingko-Zubereitungen sollte auf Qualität geachtet werden. In den zugelassenen Arzneimitteln ist diese in jedem Fall gewährleistet. In den geprüften und zugelassenen Ginkgo-Arzneimitteln sind die unerwünschten Stoffe weitestgehend entfernt, während die gewünschten Inhaltsstoffe stark angereichert sind. Mit gewünschten Inhaltsstoffen sind Flavonglykoside, Ginkgolide und Bilobalid gemeint, als unerwünschte Stoffe, sei insbesondere auf die Ginkgolsäuren hingewiesen. Diese würden bei höherer Dosierung sogar toxisch wirken. Bei getrockneten Gingkoblättern kann der Gehalt an Ginkgolsäuren sehr hoch, nämlich bis zu 2% sein. Bei Nahrungsergänzungsmitteln sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der Gehalt an Ginkgolsäuren festgestellt und angegeben wird. Alle in der Apotheke erhältlichen zugelassenen Arzneimittel sind dahingehend geprüft und entsprechen den hohen Anforderungen.

Anzeigen:
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24 48 96
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  • 3

Sind Ginkgo Präparate verschreibungspflichtig?

Ginkgo-Zubereitungen sind nicht verschreibungspflichtig und in der Apotheke als standardisierte pflanzliche Arzneimittel frei verkäuflich erhältlich. Bei einer Tagesdosis von 240 mg sind entsprechende Arzneimittel bei diagnostizierter Demenz zu Lasten der Krankenkasse verordnungsfähig.

Gibt es Ginkgo auch für Kinder?

Ginkgo-Präparate sollten bei Kindern unter 18 Jahren nicht zum Einsatz kommen.

Was muss ich bei der Einnahme/Anwendung beachten?

Der Ginkgoblätterextrakt ist für die orale Anwendung vorgesehen. Die Einnahmedauer ist prinzipiell unbeschränkt. Bei der Behandlung der Demenz sollte nach 12 Wochen die Wirkung überprüft werden. Falls keine positive Resonanz verzeichnet wird, kann sie abgebrochen werden. Eine Fortsetzung der Behandlung ist nur bei Ansprechen auf die Therapie sinnvoll.

Welche häufig auftretenden Wechselwirkungen sind bekannt?

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Ginkgo-Zubereitungen und gerinnungshemmenden Arzneimitteln ist deren Wirkungsverstärkung nicht ausgeschlossen. Daher ist vorher die Rücksprache mit einem Arzt notwendig.

Ebenfalls sollten Arzneimittel aus der Gruppe der Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (verschreibungspflichtige Psychopharmaka) nicht ohne ärztliche Rücksprache mit Ginkgo kombiniert werden. Eine seltene schwere unerwünschte Wechselwirkung würde sich zum Beispiel durch Unruhe, Muskelzittern, Überwärmung und zentralnervösen Störungen bemerkbar machen.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Die Nebenwirkungsrate von Ginkgo-Zubereitungen ist sehr gering. Nebenwirkungen wie leichte Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen und Schwindel können trotzdem auftreten oder bestehende Schwindelbeschwerden sich verstärken.

Falls Hautrötung, Hautschwellung und Juckreiz beobachtet werden, kann dies Symptom einer allergischen Reaktion auf das Präparat sein. Bei überempfindlichen Personen kann es bis zum allergischen Schock kommen. In dem Fall sollte die Einnahme nicht fortgesetzt werden.

Bei gleichzeitiger Einnahme vom Ginkgo-Extrakt mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (wie z. B. Phenprocoumon, Warfarin, Clopidogrel, Acetylsalicylsäure und andere nichtsteroidale Antirheumatika) kann deren Wirkung und die Blutungsneigung verstärkt sein. Falls Ginkgo nicht vom behandelnden Arzt zur Therapie empfohlen wurde, sollte dieser in diesem Fall vor der Einnahme informiert werden.

Was ist noch wichtig zu wissen?

Wann sollte Ginkgo nicht zum Einsatz kommen?

Wenn eine Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe des Präparates bekannt ist, sollte es nicht angewendet werden. Bei krankhaft erhöhter Blutungsneigung ist Vorsicht geboten. Da es Hinweise darauf gibt, dass Ginkgo-haltige Präparate die Blutungsbereitschaft erhöhen könnten, sollten entsprechende Präparate vorsichtshalber vor einer Operation abgesetzt werden. Der Patient sollte den Arzt rechtzeitig informieren, wenn Ginkgo-haltige Präparate eingenommen wurden, damit dieser über das weitere Vorgehen entscheiden kann.

Achtung ist zudem bei Patienten mit Epilepsie geboten, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass bei Epileptikern durch die Einnahme von Ginkgo-Zubereitungen das Auftreten weiterer Krampfanfälle gefördert wird.

Darf Ginkgo in Schwangerschaft und Stillzeit gegeben werden?

Aus Sicherheitsgründen sollen Gingko-Präparate in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden.

Beeinflusst Ginkgo die Fahrtüchtigkeit?

Die Fahrtüchtigkeit wird durch Ginkgo nicht beeinträchtigt.