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Glutenunverträglichkeit Test: Gesund und munter ohne Gluten

Bei der Unverträglichkeit gegen das in bestimmten Getreidesorten vorkommende Klebereiweiß Gluten handelt es sich um eine chronische Entzündung des Dünndarms. Als Zöliakie oder einheimische Sprue bezeichnete Erkrankung lässt sie sich heutzutage durch die Einhaltung weniger Ernährungsrichtlinien gut beherrschen und beim Arzt durch einen Antikörpertest im Blut, sowie Gewebeentnahme aus dem Dünndarm eindeutig diagnostizieren.

Wenn sich Getreide mit Wasser verbindet, entsteht das Eiweiß Gluten, das hervorragend als natürlicher Klebstoff für Back- und Teigwaren geeignet ist. Leider reagieren einige Menschen mit einer fehlgeleiteten Immunreaktion auf diese Substanz, wodurch die Schleimhaut des Dünndarms empfindlich geschädigt wird. Am Ende einer komplexen Kettenreaktion steht die Abstoßung der den Dünndarm auskleidenden Zotten, die normalerweise die aus der Nahrung aufgenommenen Nährstoffe in die Blutbahn leiten. Die gefährliche Folge einer Zöliakie oder einheimischen Sprue ist somit eine chronische Mangelernährung. Auch ein erhöhtes Darmkrebsrisiko wird mit der Glutenunverträglichkeit in Verbindung gebracht. Als klassische Symptome gelten Völlegefühl, Übelkeit, Durchfall,Vitamin- und Eiweißmangel. Alle Anzeichen einer Mangelernährung sollten deshalb mit einer möglichen Glutenunverträglichkeit in Verbindung gebracht werden.

Gesunde und glutenfreie Ernährung leicht gemacht

Die Zöliakie oder einheimische Sprue wurde erstmals Ende des neunzehnten Jahrhunderts von Samuel Glee beschreiben. Mittlerweile können leistungsfähige serologische Glutenunverträglichkeits Tests die Antikörper im Blut der Betroffenen nachweisen und auch der Umgang mit der Erkrankung ist in den letzten Jahrzehnten bedeutend einfacher geworden. Eine Glutenunverträglichkeit ist nicht heilbar. Die Therapie erfolgt rein diätetisch durch die lebenslange Meidung von glutenhaltigen Nahrungsmitteln. Waren glutenfreie Lebensmittel bis vor einigen Jahren nur in Bioläden oder Reformhäusern erhältlich, führt mittlerweile jeder gut geführte Supermarkt entsprechende Produkte.

Allgemein gilt, dass die Getreidesorten Weizen, Roggen, Dinkel, Grünkern, Triticale, Kamut, Einkorn und Emmer zu vermeiden sind. Unbedenklich sind hingegen Hirse und die Zwerghirse Teff, Mais, Buchweizen, Quinoa, Amarant, Tapioka und begrenzt Hafer. Schwierig wird es bei Fertigprodukten, in denen Gluten oft als Emulgator oder Stabilisator genutzt wird. Hier ist der Verbraucher auf Produkt-Kennzeichnungen angewiesen, wie etwa das eingetragene Symbol für glutenfreie Nahrungsmittel, eine durchgestrichene Ähre.

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