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Wissenswertes zum Wirkstoff Teufelskrallenwurzel-Extrakt

Unter dem Begriff Teufelskralle verbirgt sich eine mehrjährige, niederliegende Heilpflanze aus der Kalahari-Wüste (Südafrika) mit stark entwickeltem Wurzelsystem, graugrünen, gelappten Blättern und großen trichterförmigen violetten Blüten.

Pflanzliche Präparate mit Teufelskrallenwurzel-Extrakt werden zur Unterstützung bei Verschleißerscheinungen des Bewegungsapparates eingesetzt. Die entzündungshemmende Wirkung der Wurzeldroge wird hierbei genutzt. In der folgenden Abhandlung geht es um Arzneimittel, die zur Einnahme bestimmt sind.

Häufige Kundenfragen zum Wirkstoff Teufelskrallenwurzel-Extrakt

  1. Bei welchen Beschwerden kann Teufelskralle eingesetzt werden?
  2. Wie wirkt Teufelskralle?
  3. Wie schnell und wie lange wirkt Teufelskralle?
  4. Welche Präparate gibt es für die innerliche Anwendung im Handel?
  5. Ist Teufelskralle verschreibungspflichtig?
  6. Gibt es Teufelskralle auch für Kinder?
  7. Was muss ich bei der Einnahme/Anwendung beachten?
  8. Welche häufig auftretenden Wechselwirkungen sind bekannt?
  9. Welche Nebenwirkungen können auftreten?
  10. Was ist noch wichtig zu wissen?
  11. Wann sollte Teufelskralle nicht zum Einsatz kommen?
  12. Darf Teufelskralle in Schwangerschaft und Stillzeit gegeben werden?
  13. Beeinflusst Teufelskralle die Fahrtüchtigkeit?

Bei welchen Beschwerden kann Teufelskralle eingesetzt werden?

Bei verschleißbedingten Erkrankungen des Bewegungsapparates (z.B. rheumatische Erkrankungen wie die rheumatoide Arthritis oder schmerzhafte Arthrose) wird durch die innere Anwendung eines Teufelskrallenpräparates eine Reduzierung der Schmerzmittelmenge angestrebt. Die Beweglichkeit in Knie, Hüfte und Schulter soll infolgedessen gefördert werden.

Teufelskralle - © CITES Secretariat
© CITES Secretariat
Außerdem wird Teufelskralle bei Appetitlosigkeit und dyspeptischen Beschwerden angewendet. Dyspeptische Beschwerden meinen Oberbauchbeschwerden verschiedenster Ursache wie z.B. Übelkeit, Erbrechen, Völlegefühl, Blähungen und vorzeitiges Sättigungsgefühl.

Studien weisen auf eine schmerzlindernde Wirkung bei chronischen Rückenschmerzen und Osteoporose hin.
In der Volksmedizin werden noch weitreichendere Anwendungsgebiete genannt wie zum Beispiel: Hautverletzungen, Hautkrankheiten, Allergien, Stoffwechselerkrankungen, Nieren-, Blasen-, Leber- und Gallenleiden.
In homöopathischen Präparaten verarbeitet soll die Teufelskralle bei chronischem Rheumatismus helfen.

 

Wie wirkt Teufelskralle?

Zum Arzneimittel verarbeitet werden die Extrakte der getrockneten Wurzel. Die Bitterstoffe der Teufelskralle unterdrücken einen körpereigenen Stoff, der für die Bildung von schmerz- und entzündungsauslösenden Substanzen verantwortlich ist. Der bittere Geschmack regt zusätzlich die Verdauung an.

Die Inhaltsstoffe der Teufelskrallenwurzel wirken als natürliches Gemisch. Daher kann Wirksamkeit nicht auf einen bestimmten Inhaltsstoff reduziert betrachtet werden. Als potenziell wirksame Substanzen gelten die Iridoidglykoside, vor allem Harpagosid, ferner Procumbid und Harpagid.
Die Wirksamkeit ist dosisabhängig und wurde sowohl für die pulverisierte Droge als auch für den wässrig-ethanolischen Trockenextrakt belegt. Für standardisierte Trockenextrakte, die in Arzneimitteln hierzulande in der Regel enthalten sind, wird eine Tagesdosierung von 960 mg (bei Erwachsenen) empfohlen.

Wie schnell und wie lange wirkt Teufelskralle?

Der Wirkeintritt erfolgt nach einigen Tagen oder auch erst nach mehreren Wochen. Die Dauer der Anwendung ist prinzipiell zeitlich nicht begrenzt und richtet sich nach dem Krankheitsbild. Bei länger andauernden oder regelmäßig wiederkehrenden Beschwerden sollten ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Welche Präparate gibt es für die innerliche Anwendung im Handel?

Auf dem Markt werden verschiedene Darreichungsformen wie Filmtabletten, Kapseln, Tropfen und Tee zur innerlichen Anwendung angeboten. Zur ergänzenden äußeren Anwendung stehen zusätzlich Salbe, Gel, Creme, Balsam oder Badezusatz mit Teufelskralle zur Verfügung.

Anzeigen:
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  • Darreichung
  • Wirkstoff
  • Packungsgröße
24 48 96

Ist Teufelskralle verschreibungspflichtig?

Standardisierte Arzneimittel mit Teufelskrallenwurzelextrakt sind ohne Rezept in der Apotheke frei verkäuflich erhältlich.

Gibt es Teufelskralle auch für Kinder?

Arzneimittel mit Teufelskrallenwurzelextrakt sollen bei Kindern und Jugendlichen (unter 12 Jahren) nicht angewendet werden. Eine Anwendung ist auf Grund der Indikation nicht vorgesehen.

Was muss ich bei der Einnahme/Anwendung beachten?

Die Tabletten werden unzerkaut zu den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) eingenommen.

Anwendung als Tee: Soweit nicht anders verordnet, wird vor den Mahlzeiten (in 3 Portionen über den Tag verteilt) eine Tasse des wie folgt bereiteten Teeaufgusses kalt getrunken:
1 Teelöffel voll Teufelskralle Tee wird mit 1/2 Liter Wasser aufgekocht, über Nacht bedeckt stehen gelassen und dann durch ein Teesieb gegeben.

Welche häufig auftretenden Wechselwirkungen sind bekannt?

Bei insulinpflichtigen Diabetikern wurde ein Anstieg des Blutzuckerspiegel beobachtet, der nach Weglassen des Präparates wieder zurückging. Bei insulinpflichtigem Diabetes sollte der Blutzuckerwert deshalb engmaschiger kontrolliert und die Einnahme von Teufelskralle mit dem behandelnden Diabetologen oder Hausarzt abgesprochen werden.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Teufelskrallenpräparate werden als pflanzliche Arzneimittel in der Regel sehr gut vertragen. Trotzdem können im Zusammenhang mit der Anwendung Magen-Darm-Beschwerden, Schwindel und / oder Kopfschmerzen auftreten.

Falls Reaktionen wie Hautausschlag, Nesselsucht oder Gesichtsödeme beobachtet werden, können diese Symptome einer allergischen Reaktion sein. Bei überempfindlichen Personen kann es bis zum allergischen Schock kommen. In dem Fall sollte die Einnahme nicht fortgesetzt werden.

Was ist noch wichtig zu wissen?

Wann sollte Teufelskralle nicht zum Einsatz kommen?

Wenn akut Rötungen, Schwellungen oder eine Überwärmung von Gelenken beobachtet werden, sowie bei anhaltenden Beschwerden sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Ist eine Überempfindlichkeit gegen Teufelskralle oder eines der anderen Bestandteile des jeweiligen Präparates bekannt, sollte von der Einnahme abgesehen werden.

Keine Anwendung soll außerdem erfolgen bei Geschwüren im Verdauungstrakt wie Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre. Bei Gallensteinleiden ist eine Rücksprache mit dem Arzt unumgänglich. Die Teufelskrallenwurzel weist wegen des Gehalts an Bitterstoffen den Gallenfluss fördernde Eigenschaften auf. Es kann durch leicht mobilisierbare Gallensteine zum Verschluss der Gallenwege kommen oder zu deren schmerzhaften Abgang. Arzneimittel mit Teufelskralle sollten in solchen Fällen nicht angewendet werden.

Darf Teufelskralle in Schwangerschaft und Stillzeit gegeben werden?

Für die Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit liegen derzeit keine hinreichenden Untersuchungen vor. Deshalb sollte in dieser Zeit auf die Anwendung verzichtet werden.

Beeinflusst Teufelskralle die Fahrtüchtigkeit?

Die Fahrtüchtigkeit wird durch Teufelskralle nicht beeinträchtigt.