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Wissenswertes zum Wirkstoff Naproxen

Bei Naproxen handelt es sich um einen Wirkstoff, der zur Gruppe der nicht steroidalen Antirheumatika (NSAR) bzw. Antiphlogistika (Entzündungshemmer) gehört. Naproxen findet zum Einnehmen bei Schmerzen, Fieber und Entzündungen Einsatz.

Häufige Kundenfragen zum Wirkstoff Naproxen

  1. Was ist Naproxen?
  2. Bei welchen Beschwerden kann Naproxen eingesetzt werden?
  3. Wie wirkt Naproxen?
  4. Wie schnell und wie lange wirkt Naproxen?
  5. Welche Präparate gibt es im Handel?
  6. Ist Naproxen verschreibungspflichtig?
  7. Gibt es Naproxen auch für Kinder?
  8. Was muss ich bei der Einnahme/Anwendung beachten?
  9. Welche häufig auftretenden Wechselwirkungen sind bekannt?
  10. Welche Nebenwirkungen können auftreten?
  11. Was ist noch wichtig zu wissen?
  12. Wann sollte Naproxen nicht zum Einsatz kommen?
  13. Darf Naproxen in Schwangerschaft und Stillzeit gegeben werden?
  14. Beeinflusst Naproxen die Fahrtüchtigkeit?

Was ist Naproxen?

Chemischer Name: S)-2-(6-Methoxy-2-naphthyl)propionsäure
Summenformel: C14H14O3

Strukturformel:
Naproxen Strukturformel

Bei welchen Beschwerden kann Naproxen eingesetzt werden?

Niedrig dosierte freiverkäufliche Varianten mit Wirkstärken bis 250 mg werden bei leichten bis mittelschweren Schmerzen eingesetzt wie bei Kopf-, Zahn-, oder Regelschmerzen, bekannter Arthrose und Fieber.

Höher dosierte Präparate haben ein größeres Anwendungsspektrum, dazu zählen akute Gelenkentzündungen, Gichtanfälle, chronische Gelenkentzündungen wie Arthrose (die Gelenke der Extremitäten betreffend sowie die Gelenke der Wirbelsäule) und chronische Polyarthritis.
Außerdem gehören zum Einsatzgebiet entzündlich-rheumatische Wirbelsäulenleiden wie Morbus Bechterew.
Auch der Weichteilrheumatismus (schmerzhafte Veränderungen z.B. an Sehnen, Sehnenscheiden, Bändern usw.) sei hier genannt.

Wie wirkt Naproxen?

Naproxen weist schmerzstillende, fiebersenkende und entzündungshemmende Eigenschaften auf. Er blockiert die Synthese von speziellen Botenstoffen (Prostaglandine) im Körper. Diese sind an der Entstehung von Schmerzen, Fieber und Entzündungen wesentlich beteiligt.

Wie schnell und wie lange wirkt Naproxen?

Nach der Einnahme wird Naproxen teilweise im Magen und danach komplett aus dem Dünndarm vom Körper aufgenommen. Bei einer normal freisetzenden Arzneiform und einer Dosis von 250 mg werden maximale Plasmaspiegel im Durchschnitt nach ca. 2-4 Stunden erreicht. Die Wirkung setzt nach ungefähr einer Stunde ein und hält bis zu 12 Stunden an.

Welche Präparate gibt es im Handel?

Darreichungsformen wie Tabletten, Filmtabletten und magensaftresistente Tabletten bis 750 mg sind in der Apotheke vorhanden.

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Ist Naproxen verschreibungspflichtig?

In der Apotheke sind Präparate (Tabletten, Filmtabletten) mit bis zu 250 mg rezeptfrei erhältlich. Höher dosierte Varianten, die zum Teil auch als magensaftresistente Tablette angeboten werden, unterliegen der Rezeptpflicht.

Gibt es Naproxen auch für Kinder?

Naproxenhaltige Medikamente sind in der Selbstmedikation nicht für Kinder unter 12 Jahren zugelassen.

Was muss ich bei der Einnahme/Anwendung beachten?

In der Selbstmedikation beträgt die Tageshöchstdosis 750 mg, verteilt auf eine Anfangsdosis von 500 mg (entsprechend 2 Tabletten zu je 250 mg). Nach 8 bis 12 Stunden kann eine weitere Einzeldosis von 250 mg Naproxen gegeben werden.

In der Regel werden die Tabletten unzerkaut und mit 1 Glas Wasser vor den Mahlzeiten eingenommen; bei empfindlichem Magen während der Mahlzeiten. Bei akuten Beschwerden empfiehlt sich die Einnahme auch auf nüchternen Magen. Ein schnellerer Wirkeintritt wird auf diese Weise erreicht.

Ohne ärztliche Anweisung sollte Naproxen nicht länger als 4 Tage eingenommen werden.

Wenn Schmerzmittel längerfristig eingenommen werden, können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch eine höhere Dosis des Arzneimittels therapiert werden dürfen.
Die kontinuierliche Einnahme von Schmerzmitteln, vor allem wenn mehrere schmerzstillende Wirkstoffe gleichzeitig gegeben werden, kann eine dauerhafte Nierenschädigung mit der Gefahr eines Nierenversagens verursachen.

Welche häufig auftretenden Wechselwirkungen sind bekannt?

Nachfolgend werden einige mögliche Wechselwirkungen aufgeführt:
Naproxen sollte nicht gleichzeitig mit anderen NSAR (z.B. Aspirin, Ibuprofen) oder Glucocorticoiden gegeben werden, da sonst das Risiko erhöht ist, an einem Geschwür im Magen-Darm-Bereich zu erkranken bzw. können Blutungen auftreten.

Die Serumspiegel von Digoxin, Phenytoin und Lithium können sich erhöhen. Eine ärztliche Überwachung ist erforderlich.

Die Wirkung von Diuretika, ACE-Hemmern (z.B. Ramipril) und Angiotensin-II Antagonisten (z.B. Candesartan) kann abgeschwächt werden.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion kann die gleichzeitige Einnahme eines ACE-Hemmers oder Angiotensin-II-Antagonisten mit Naproxen zu einer Verschlechterung der Nierenfuktion führen.

Ein erhöhtes Risiko für Magen-Darm-Blutungen besteht bei der gleichzeitigen Einnahme mit Thrombozytenaggregationshemmern wie Acetylsalicylsäure und selektiven Serotonin Wiederaufnahmehemmern (SSRI)-z.B. Citalopram.

Wird Naproxen innerhalb von 24 Stunden vor oder nach der Verabreichung von Methotrexat eingenommen, kann dies zu einer toxischen Wirkung von Methotrexat führen.

Eine Wirkverstärkung von Antikoagulanzien wie Warfarin kann auftreten.

Die Einnahme von Antacida (z.B. Talcid) kann eine verringerte Aufnahme von Naproxen bewirken.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Vielfältige Nebenwirkungen sind möglich. Nachfolgend soll eine Auswahl aufgeführt werden:

Die Einnahme von Naproxen steigert die Lichtempfindlichkeit. Deshalb sollte während der Anwendung übermäßige UV-Strahlung (z.B. Solarium, ausgedehnte Sonnenbäder) gemieden werden.

Magen-Darm-Beschwerden, auch Blutungen und Geschwüre in diesem Bereich können auftreten, außerdem Entzündungen der Mundschleimhaut, Kopfschmerzen, Schwindel, Haarausfall, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit. Hör- und Sehstörungen, Tinnitus (Ohrgeräusche) und Atemnot.

Des Weiteren wurden Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut und Hautblutungen, verschiedene Schwellungen, Läsionen (offene Stellen) in der Speiseröhre, Leber- und Nierenfunktionsstörungen, sowie Lungenentzündung gemeldet.

Um das Risiko für Nebenwirkungen zu minimieren, empfiehlt es sich, die niedrigste wirksame Dosis über die kürzeste, zur Symptomkontrolle nötige Zeitspanne einzunehmen.

Magen-Darm-Blutungen, Geschwüre und Durchbrüche - auch mit tödlichem Ausgang - wurden beobachtet. Das Risiko hierfür steigt u.a. mit der Dosis.

Für entsprechende Risiko- Patienten oder wenn eine begleitende Therapie mit niedrig dosierter Acetylsalicylsäure oder anderen Arzneimitteln, die das gastrointestinale Risiko (also im Magen-Darm-Trakt) erhöhen können, benötigt wird, sollte an eine Kombinationstherapie mit schützenden Arzneimitteln (z. B. Protonenpumpenhemmer) gedacht werden. Ansprechpartner für diesen Fall ist der behandelnde Arzt.

Was ist noch wichtig zu wissen?

Wann sollte Naproxen nicht zum Einsatz kommen?

Bei Überempfindlichkeit gegen Naproxen, bei Geschwüren im Verdauungstrakt oder Magen-Darm-Beschwerden (auch in der Vorgeschichte), Blutbildungs- bzw. Blutgerinnungsstörungen und aktiven inneren Blutungen ist Vorsicht geboten.

Außerdem zählen zu den sogenannten Kontraindikationen u.a. Durchblutungsstörungen der Hirngefäße, verschiedene Herzerkrankungen, Bluthochdruck, eingeschränkte Leber- und Nierenfunktion, Kollagenosen und kurz zuvor stattgefundene größere Operationen.

Es besteht das Risiko einer Gefäßverengung am Herzen, wie bei Rauchern, Diabetes mellitus und erhöhter Fettkonzentration im Blut.

Darf Naproxen in Schwangerschaft und Stillzeit gegeben werden?

In Abwägung von Nutzen und Risiko sollte Naproxen für die Zeit der Schwangerschaft komplett gemieden werden.
Im 2. Schwangerschaftsdrittel darf Naproxen nur eingesetzt werden, wenn dies unbedingt erforderlich ist und der Arzt zugestimmt hat. Während des 1. und 3. Schwangerschaftsdrittels darf Naproxen nicht zum Einsatz kommen.

In der Stillzeit wird geraten, Naproxen aus Vorsicht nicht anzuwenden, da der Wirkstoff und seine Abbauprodukte in geringen Mengen in die Muttermilch übergehen.

Beeinflusst Naproxen die Fahrtüchtigkeit?

In höherer Dosierung kann Naproxen Müdigkeit und Schwindel hervorrufen, so dass im Einzelfall eine veränderte Reaktionsfähigkeit möglich ist. Dies gilt es in Bezug auf die aktive Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen zu beachten, insbesondere wenn zusätzlich Alkohol im Spiel ist.