Venenprobleme in den Beinen

Nicht nur die Wärme im Sommer stellt eine Belastungsprobe für unsere Venen dar. Auch im Winter lauern durch überheizte Räume und Bewegungsmangel viele Gefahren. Ein Übriges erledigen zu enge Stiefel und hochhackige Schuhe, die die natürliche Arbeit der Muskelpumpen in Füßen und Waden beeinträchtigen.

Tatyana Vychegzhanina/shutterstock.com

Die Venen erfüllen in unserem Körper eine nicht zu unterschätzende Funktion. Sie transportieren das verbrauchte Blut aus den Körperteilen zurück zum Herzen. Dabei werden sie von Venenklappen unterstützt, die das Zurückfließen des Blutes verhindern. Als Motor in diesem System dienen die sogenannten Muskelpumpen. Vor allem in den Beinen sorgen Waden- und Oberschenkelmuskelpumpe für den Rücktransport gegen die Schwerkraft. Fehlende Bewegung vermindert die Funktion der Muskelpumpen, Venen und Venenklappen können auf Dauer geschädigt werden. Als Folge sackt das Blut ab und die typischen Beschwerden wie müde, schwere Beine sowie Schmerzen können auftreten. Dabei sind allerdings nicht alle Menschen gleich anfällig für Venenprobleme. Häufig spielt die erbliche Veranlagung eine große Rolle. Aber auch Bewegungsmangel, Übergewicht, Schwangerschaft, hormonelle Behandlungen oder Operationen können Ursache für Venenerkrankungen sein.

Von schweren Beinen bis zu tiefen Venenthrombosen

Zu den wichtigsten Behandlungsmethoden bei Venenerkrankungen wie geschwollenen Beinen oder Krampfadern gehört sicherlich Bewegung. Denn nur durch Bewegung lassen sich die für den Bluttransport so wichtigen Muskelpumpen aktivieren. Dabei gilt prinzipiell die LS-Regel: Laufen und Liegen sind gut – Stehen und Sitzen schaden. Wenn jedoch bereits Venenprobleme vorliegen, kann auch das Tragen von Kompressionsstrümpfen oder Kompressionsverbänden sinnvoll sein, denn sie stützen und unterstützen die Venen von außen. Zusätzlich können mit verschiedenen pflanzlichen Wirkstoffen wie Rosskastanie oder Mäusedornwurzelstock die Venen gepflegt und gestärkt werden. Neben schweren Beinen und Krampfadern gehören jedoch auch Venenentzündungen oder tiefe Venenthrombosen zu den Venenerkrankungen. Vor allem Letztere stellen eine schwere Erkrankung dar, zu deren gefürchteten Komplikationen die Lungenembolie gehört, und sollte daher genauso wie Venenentzündungen immer ärztlich behandelt werden.

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1 Kommentar

  1. Anita sagt:

    Super zusammengefasst. Ich denke es ist wichtig hervorzuheben, dass Kompressionsstrümpfe v.a. in Verbindung mit ausreichend Bewegung sinnvoll sind. Wird das Bein nicht Bewegt, so werden mit Strümpfen zwar Schwellungen und schwere Beine reduziert, der Blutfluss aber nur wenig verbessert. Die Strümpfe wirken optimal mit einer gut funktionierenden Muskelpumpe…

    LG Anita

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