Neurodermitis – wenn die Haut Unterstützung braucht

Die Neurodermitis, auch als atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis bezeichnet, entwickelt sich zu einer westlichen Zivilisationskrankheit. Durch eine entsprechende Hautpflege können Betroffene den Symptomen heute gut entgegenwirken und nahezu ohne Beschwerden leben.

Boris Ryaposov/shutterstock.com

Neurodermitis ist eine Entzündungsreaktion der Haut. Die Ursachen einer Neurodermitis sind bislang noch nicht vollständig geklärt. Fest steht, dass genetische Faktoren beteiligt sind. Auch psychische Faktoren und Umwelteinflüsse können den Krankheitsausbruch bei entsprechender Veranlagung provozieren.

Zentral ist die grundlegende Störung der Hautbarriere, wodurch die Haut sehr empfindlich auf äußere und innere Einflüsse reagiert. Neurodermitis äußert sich insbesondere durch eine sehr empfindliche und trockene Haut, die oft auch gerötet ist. Für die Betroffenen steht meist der extreme Juckreiz im Vordergrund, der nachts am stärksten ist. Ist die Haut aufgekratzt, können Erreger wie Bakterien, Viren oder Pilze leichter in die Haut eindringen und die Entzündung verschlimmern. Oft bestehen zusätzlich Allergien, die sich ebenfalls negativ auf den Zustand der Haut auswirken.

Besonderer Schutz für eine gestörte Hautbarriere

Im Akutfall kommen Präparate zur Anwendung, die die Immunantwort auf Entzündungen unterdrücken oder eingedrungene Keime abtöten.
Wenn kein akuter Schub ansteht, besteht primär der Anspruch, durch entsprechende Pflege die extrem trockene Haut widerstandsfähiger zu machen. Bewährt haben sich rückfettende Crèmes mit Urea, Nachtkerzenöl und Dexpanthenol, während für die tägliche Reinigung milde Reinigungssyndets verwendet werden sollten. Auch Ölbäder lassen sich hierfür gut zweckentfremden. Und selbst, wenn es noch so gut riecht: Auf Parfums und Duftstoffe sollten Sie Ihrer Haut zuliebe besser verzichten.
Oft bringt eine angemessene Kleidung Linderung, die möglichst keine mechanische Reizung ausübt. Allgemein gilt die Faustregel: Je gröber der Stoff, desto empfindlicher die Haut.

Schlagwörter:

Keine Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar


7ads6x98y