Wichtige Hinweise (Pflichtangaben):
Lederlind Heilpaste, 100.000 I.E./g. Wirkstoff: Nystatin. Anwendungsgebiete: Zur Behandlung von Hautinfektionen, die durch nachgewiesene nystatinempfindliche Hefepilze (Candida albicans, Torulopsis glabrata u. a.) hervorgerufen worden sind wie: Windeldermatitis. Wundsein unter der Brust, in der Leisten- und Aftergegend. Nagelrandentzündungen. Pilzinfektionen zwischen den Fingern und Zehen.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR PATIENTEN
Lederlind® Heilpaste, 100.000 I.E./g
Wirkstoff: Nystatin
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.
Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers an.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.
- Wenn sich Ihre Symptome verschlimmern oder keine Besserung eintritt, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Was in dieser Packungsbeilage steht:
1. Was ist Lederlind® Heilpaste und wofür wird sie angewendet?
2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Lederlind® Heilpaste beachten?
3. Wie ist Lederlind® Heilpaste anzuwenden?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Lederlind® Heilpaste aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
1. Was ist Lederlind® Heilpaste und wofür wird sie angewendet?
Lederlind® Heilpaste enthält einen Wirkstoff aus der Gruppe der Antimykotika.
Lederlind® Heilpaste wird angewendet zur Behandlung von Hautinfektionen, die durch nachgewiesene nystatinempfindliche Hefepilze (Candida albicans, Torulopsis glabrata u. a.) hervorgerufen worden sind, wie
- Windeldermatitis,
- Wundsein (Intertrigo) unter der Brust, in der Leisten- und Aftergegend,
- Nagelrandentzündungen (Paronychie),
- Pilzinfektionen zwischen den Fingern und Zehen (Interdigitalmykosen).
2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Lederlind® Heilpaste beachten?
Lederlind® Heilpaste darf nicht angewendet werden, wenn Sie
- allergisch gegen Nystatin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Lederlind® Heilpaste anwenden.
Benutzung von Kondomen:
Bei der Behandlung mit Lederlind® Heilpaste im Genital- oder Analbereich kann es wegen der Hilfsstoffe weißes Vaselin und dünnflüssiges Paraffin bei gleichzeitiger Anwendung von Kondomen aus Latex zu einer Verminderung der Reißfestigkeit und damit zur Beeinträchtigung der Sicherheit von Kondomen kommen.
Anwendung von Lederlind® Heilpaste zusammen mit anderen Arzneimitteln:
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Wechselwirkungen mit anderen Mitteln sind bislang nicht bekannt geworden.
Anwendung von Lederlind® Heilpaste zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken:
Nicht zutreffend.
Schwangerschaft und Stillzeit:
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Es liegen keine Daten für die Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit vor.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen:
Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.
3. Wie ist Lederlind® Heilpaste anzuwenden?
Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Die empfohlene Dosis beträgt:
Lederlind® Heilpaste wird 2- bis 3-mal täglich auf die erkrankten Hautpartien aufgetragen.
Anwendung bei Kindern:
Bei Säuglingen nach jedem Wickeln bis maximal 5-mal täglich auf die erkrankten Hautpartien auftragen.
Art der Anwendung:
Zur Anwendung auf der Haut.
Dauer der Anwendung:
Lederlind® Heilpaste sollte etwa 6 Tage lang bis zum Abklingen der Erkrankung aufgetragen werden. Eine Fortsetzung der Behandlung für weitere 8-10 Tage wird zur Sicherung des Behandlungserfolges empfohlen.
Wenn Sie eine größere Menge von Lederlind® Heilpaste angewendet haben, als Sie sollten:
Vergiftungserscheinungen infolge Überdosierung sind bisher nicht bekannt geworden und aufgrund der begrenzten örtlichen Anwendung nicht zu erwarten.
Wenn Sie die Anwendung von Lederlind® Heilpaste vergessen haben:
Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
In seltenen Fällen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen) kann es bei örtlicher Anwendung von Nystatin zu allergischen Reaktionen kommen.
Meldung von Nebenwirkungen:
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3
D-53175 Bonn
Website: www.bfarm.de
anzeigen.
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
5. Wie ist Lederlind® Heilpaste aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Tube und der Faltschachtel nach "Verwendbar bis:" angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Aufbewahrungsbedingungen:
Nicht über 25 °C lagern.
Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch:
Lederlind® Heilpaste ist nach dem erstmaligen Öffnen der Tube 12 Monate haltbar, jedoch nicht länger als bis zum angegebenen Verfalldatum.
Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z.B. nicht über die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
Was Lederlind® Heilpaste enthält:
Der Wirkstoff ist: Nystatin.
1 g Lederlind® Heilpaste enthält 22,73 mg Nystatin (entsprechend 100.000 I.E.).
Die sonstigen Bestandteile sind: weißes Vaselin, dünnflüssiges Paraffin, Titandioxid, Isopropylpalmitat, hochdisperses Siliciumdioxid, Glycerolmonostearat, Macrogolstearat 5000.
Wie Lederlind® Heilpaste aussieht und Inhalt der Packung:
Hellgelbe Paste
Originalpackung mit 25 g
Originalpackung mit 50 g
Originalpackung mit 100 g
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:
Pharmazeutischer Unternehmer:
Abanta Pharma GmbH
Reichsstraße 78
58840 Plettenberg
Telefon: +49 341 2582 190
Telefax: +49 341 2582 191
E-Mail: info@abanta-pharma.de
Hersteller:
L-A-W Services GmbH
Leipziger Arzneimittelwerk
Elisabeth-Schumacher-Straße 54/56
04328 Leipzig
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im November 2019.
Quelle: Angaben der Packungsbeilage
Stand: 05/2026
Zusätzliche Angaben zum Produkt:Wirkstoff Nystatin – wirksam gegen Hefepilze auf der Haut:
Mit dem Wirkstoff Nystatin werden Hautinfektionen, die durch Hefepilze verursacht werden, behandelt. Nystatin verändert die Zellmembranen dieser Pilze derart, dass die Durchlässigkeit der Membran erhöht wird und Zellbestandteile austreten können. Dies führt zum Absterben der Pilze.
Positiv ist außerdem, dass die Bildung von Resistenzen bisher nicht beobachtet wurde.
Pilzinfektionen mit Hefepilzen können an verschiedenen Körperstellen auftreten. Dazu gehören:
- Hände und Füße, insbesondere zwischen den Fingern und Zehen (Interdigitalmykose) sowie den Handflächen
- Finger- und Zehennägel, insbesondere am Nagelwall (Nagelfalzentzündung, Nagelumlauf)
- Körperfalten durch Adipositas; aber auch unter der Brust
- Schleimhäute, wie im Genital- und Analbereich
- Windeldermatitis (Hautentzündung unter einer Windel)
Lederlind® Heilpaste, 100.000 I.E./g – für alle Lebenslagen:
Lederlind® Heilpaste wird zur Behandlung von Hautinfektionen eingesetzt, die durch nachgewiesene nystatinempfindliche Hefepilze (Candida albicans, Torulopsis glabrata u.a.) hervorgerufen worden sind. Dazu gehören Windeldermatitis, Wundsein (Intertrigo) unter der Brust, in der Leisten- und Aftergegend, Nagelrandentzündungen (Paronychie) sowie Pilzinfektionen zwischen den Fingern und Zehen (Interdigitalmykosen). Lederlind® Heilpaste kann mehrmals täglich aufgetragen werden. Die Behandlungsdauer beträgt in der Regel bis zu 6 Tagen. Nach Abklingen der Beschwerden sollte Lederlind® Heilpaste weitere 8 bis 10 Tage angewendet werden, um ein erneutes Aufflammen der Hautinfektion zu unterbinden.
Lederlind® Heilpaste ist gutverträglich und wird daher auch gerne in der Säuglingspflege eingesetzt.
Bei der Benutzung von Kondomen aus Latex ist zu beachten, dass es aufgrund der Hilfsstoffe weißes Vaselin und dünnflüssiges Paraffin bei gleichzeitiger Anwendung von Lederlind® Heilpaste im Genital- und Analbereich zu einer Verminderung der Reißfestigkeit und damit zur Beeinträchtigung der Sicherheit von Kondomen kommen kann.
Quelle: Angaben des Herstellers
Stand: 05/2026
Hinweis: Weiterführende Angaben zum Hersteller finden Sie
hier.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
Hinweis unserer Pharmazeuten:
Generell beliefern wir Sie gern mit unseren Produkten in haushaltsüblicher Menge mit maximal 15 Packungen im Quartal. Im Rahmen der Arzneimittelsicherheit behalten wir uns vor, für bestimmte Medikamente gesonderte Höchstmengen festzulegen. Dies trifft insbesondere auf Produkte zu, die nur kurzfristig angewandt werden oder ein erhöhtes Potenzial zur Überdosierung besitzen.