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Wissenswertes zum Wirkstoff Ibuprofen

Bei dem Wirkstoff Ibuprofen handelt es sich um ein sogenanntes nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAR), ist also ein Schmerzmittel. Außer der schmerzlindernden und entzündungshemmenden Wirkung besitzt es zusätzlich einen fiebersenkenden Effekt.

Häufige Kundenfragen zum Wirkstoff Ibuprofen

  1. Was ist Ibuprofen?
  2. Bei welchen Beschwerden kann Ibuprofen eingesetzt werden?
  3. Hilft Ibuprofen auch bei Entzündungen?
  4. Kann Ibuprofen bei Fieber helfen?
  5. Wie schnell und wie lange wirkt Ibuprofen?
  6. Welche Präparate gibt es in der Apotheke?
  7. Ist Ibuprofen verschreibungspflichtig?
  8. Gibt es Ibuprofen auch für Kinder?
  9. Was muss ich bei der Einnahme / Anwendung beachten?
  10. Welche häufig auftretenden Wechselwirkungen sind bekannt?
  11. Welche Nebenwirkungen können auftreten?
  12. Was ist noch wichtig zu wissen?
  13. Wann sollte Ibuprofen nicht zum Einsatz kommen?
  14. Darf Ibuprofen in Schwangerschaft und Stillzeit gegeben werden?
  15. Beeinflusst Ibuprofen die Fahrtüchtigkeit?

Was ist Ibuprofen?

Chemischer Name: 2-(4-Isobotyl-phenyl)-propionsäure
Summenformel: C13H18O2

Strukturformel:
Ibuprofen Strukturformel

Bei welchen Beschwerden kann Ibuprofen eingesetzt werden?

Häufig wird Ibuprofen bei Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Regelschmerzen und Fieber sowie bei Migräne und Sportverletzungen eingesetzt.

Hilft Ibuprofen auch bei Entzündungen?

Ibuprofen lindert Schmerzen und dämmt Entzündungen durch Hemmung der Synthese von Gewebehormonen (Prostaglandine), die an der Regulation vieler Organfunktionen beteiligt sind. Wenn im Körper Entzündungsvorgänge stattfinden, werden Prostaglandine als Botenstoffe freigesetzt. Sie sorgen im Gewebe dafür, dass typische Entzündungskennzeichen zu merken sind wie Rötung und Schwellung. Außerdem sensibilisieren sie die Nervenenden und sorgen so für die Schmerzweiterleitung und die Wahrnehmung des Schmerzes im Gehirn. Deshalb findet Ibuprofen auch bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen der Gelenke Anwendung. Oft ist in dem Fall eine höhere Dosis notwendig, die nur vom Arzt verordnet werden kann. Ab einer Dosis von 600mg/Tablette sind Medikamente mit dem Wirkstoff Ibuprofen rezeptpflichtig.

Kann Ibuprofen bei Fieber helfen?

Ibuprofen beeinflusst auch das Temperaturregelzentrum im Gehirn. So erklärt sich die zusätzliche fiebersenkende Wirkung.

Wie schnell und wie lange wirkt Ibuprofen?

Das Wirkmaximum des schmerzlindernden Effekts tritt nach etwa 0,5 bis 4 Stunden ein. Bei der entzündungshemmenden Wirkung ist zu beachten, dass der maximale Effekt erst 1-2 Wochen nach Therapiebeginn erreicht wird. Die Rücksprache und Therapieverordnung beim Einsatz vom Ibuprofen mit dem Fokus der Entzündungshemmung ist daher Voraussetzung.

Die schmerzstillende Wirkung ist dosisabhängig und dauert ca. 4-8 Stunden.

Welche Präparate gibt es in der Apotheke?

Der Markt bietet Ibuprofen in verschiedenen Darreichungsformen an. Das sind zum Beispiel Tabletten, Saft oder Zäpfchen.

Anzeigen:
  • Hersteller
  • Darreichung
  • Wirkstoff
  • Packungsgröße
24 48 96
  • 1
  • 4

Ist Ibuprofen verschreibungspflichtig?

Übliche Dosierungen in Deutschland sind Tabletten mit 200 mg, 400 mg, 600 mg und 800 mg, wobei ab 600 mg eine Rezeptpflicht besteht.

Gibt es Ibuprofen auch für Kinder?

Für Kleinkinder ab einem Alter von 6 Monaten erhalten Sie Ibuprofen-Saft ohne Rezept. Bei einem Alter unter 6 Monaten sollte Ibuprofen nicht angewendet oder Risiko und Nutzen sorgsam abgewogen werden. Ohne Rücksprache mit dem Kinderarzt wird die Anwendung nicht empfohlen.
Vor allem bei Kindern und Jugendlichen ist bei der Dosierung Gewicht und Alter zu berücksichtigen, detaillierte Angaben dazu sind in der Packungsbeilage aufgeführt.

Was muss ich bei der Einnahme / Anwendung beachten?

Grundsätzlich sollte den Angaben in der Packungsbeilage Beachtung geschenkt werden.

Welche häufig auftretenden Wechselwirkungen sind bekannt?

Bei gleichzeitiger Behandlung von Ibuprofen und Lithiumsalzen können Überdosierungserscheinungen des Lithiums auftreten. Wenn die Einnahme dieser beiden Präparate notwendig und ärztlich indiziert ist, wird der Arzt die Lithium-Serumkonzentration in dieser Zeit besonders sorgfältig überwachen. Tinnitus, verschwommenes Sehen, Herz-Kreislaufbeschwerden oder Störungen der Nierentätigkeit könnten zum Beispiel Anzeichen einer solchen Wechselwirkung sein.

Werden gleichzeitig Präparate mit Acetylsalicylsäure als Thrombozytenaggregationshemmer (Blutverdünner; ASS 100) und Ibuprofen eingesetzt, vermindert dies die Wirkung der Acetylsalicylsäure.
Bei gelegentlicher Einnahme von Ibuprofen ist dies in der Regel unproblematisch, anders jedoch bei einer Dauertherapie von mehreren Wochen. In diesem Fall ist es ratsam, vom Ibuprofen auf andere Schmerzmittel auszuweichen, beispielsweise Paracetamol oder Diclofenac. Bei diesen beiden Wirkstoffen wurden bisher keine Hinweise auf eine Wechselwirkung mit ASS gefunden.

Wenn Sie ACE-Hemmer (z.B. Ramipril) und Ibuprofen über eine längere Zeit einnehmen, ist eine verminderte blutdrucksenkende Wirkung sowie ein erhöhtes Risiko von Nierenfunktionsstörungen möglich. Informieren Sie Ihren behandelnden Arzt über die gleichzeitige Anwendung beider Arzneimittel.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Vielfältige Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden, Ödeme, Niereninsuffizienz und verschiedene Arten von Hautausschlägen, Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit, Erregung, Reizbarkeit oder Müdigkeit können im Einzelfall ebenfalls mit der Anwendung von Ibuprofen zusammenhängen. Wenn Sie dies im Zusammenhang mit der Einnahme an sich bemerken, empfiehlt sich, Ibuprofen zunächst abzusetzen und den Arzt zu konsultieren.

Was ist noch wichtig zu wissen?

Wann sollte Ibuprofen nicht zum Einsatz kommen?

In einigen Fällen darf Ibuprofen nicht angewendet werden, beispielsweise bei bekannten allergischen Reaktionen nach der Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderen nichtsteroidalen Entzündungshemmern in der Vergangenheit. Ibuprofen kann bei Allergien oder Asthma das Risiko, einen Asthmaanfall zu provozieren oder auszulösen, erhöhen. Verwenden Sie Ibuprofen nicht bei ungeklärten Blutbildungsstörungen und Magengeschwüren, gastrointestinalen Blutungen oder anderen aktiven Blutungen sowie bei schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen und schwerer Herzinsuffizienz.

Darf Ibuprofen in Schwangerschaft und Stillzeit gegeben werden?

Während der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten. Ab dem dritten Trimenon darf Ibuprofen nicht angewendet werden. Im ersten und zweiten Trimenon ist die Anwendung nur nach Arztrücksprache möglich, wenn es unbedingt notwendig ist.

Ibuprofen und seine Abbauprodukte gehen nur in geringen Mengen in die Muttermilch über.Da nachteilige Folgen für den Säugling bisher nicht bekannt geworden sind, wird bei kurzfristiger Anwendung eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich sein. Die Rücksprache mit dem Arzt ist trotzdem zu empfehlen.

Beeinflusst Ibuprofen die Fahrtüchtigkeit?

Die Einnahme höherer Dosen Ibuprofen kann gegebenenfalls die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen.