Brennnessel: Unkraut oder Heilmittel?

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+

Im eigenen Garten gilt die Brennnessel als Indiz für Vernachlässigung und auch an Wegrändern möchten die meisten Menschen das Wildkraut eher nicht sehen. Brennnesseln lösen bei Berührung schmerzhafte Reaktionen auf der Haut aus und auch ihr Geruch in nächster Nähe ist unangenehm. Aber steckt vielleicht doch mehr in ihnen?

Brennessel: Unkraut oder Heilmittel?

Foto: Ahanov Michael / shutterstock.com

Schon kleine Kinder wissen, dass das Berühren der Brennnessel schmerzhafte Folgen haben kann. Die Härchen auf der Rückseite der Blätter sind mit einer Flüssigkeit gefüllt, die diesen Schmerz auslöst. Bei Kontakt brechen die Härchen und die Flüssigkeit tritt aus. Auf der Haut entstehen dann die bekannten schmerzhaften Bläschen. Für die Pflanze ist das ein wichtiger Schutz gegen Fressfeinde. Der Mensch zählt heute weniger dazu, denn das Wissen um den Wert der Brennnessel scheint kaum noch vorhanden zu sein. Aus ökologischer Sicht ist es in jedem Fall empfehlenswert, ihr etwas Platz im Garten zu lassen: Einige Insekten sind vollständig abhängig von Brennnesseln. Im Garten sind sie zudem Stickstoffanzeiger und wachsen vor allem in der Nähe von Wasser.

Die Brennnessel als Heilkraut

In der Pflanzenheilkunde wird das Kraut unter anderem bei
Rheuma
• Gicht
Prostatabeschwerden
Blasenbeschwerden eingesetzt.

Bei der Verarbeitung werden alle Teile der Pflanze verwendet. Die Blätter beinhalten u.a. Flavonoide. Dabei handelt es sich um sekundäre Pflanzenstoffe, die vor schädlichen Umwelteinflüssen schützen, aber auch den Harnfluss anregen. Das ist zudem das bekannteste Einsatzgebiet der Brennnessel, die bei der Behandlung von Blasenentzündungen bis heute unverzichtbar ist. Nicht angewendet werden darf sie bei Wasseransammlungen, die ihre Ursache in einer eingeschränkten Herzfunktion oder einem Nierenleiden haben. Für den Tee werden geschnittene Blätter in einer Tasse mit kochendem Wasser übergossen und ungefähr 10 Minuten ziehen gelassen. Brennesseltee ist als Arzneitee in der Apotheke auch in anwenderfreundlichen Aufgussbeuteln erhältlich.

Die Brennnessel in der Küche

Die Brennnessel wird beim Kochen heute eher selten genutzt. Dabei ist sie gesund und wohlschmeckend. Sie enthält u.a.:

• Vitamin K
Vitamin C
Kalzium
• Kieselsäure
Vitamin B

Brennnesseln können zu Suppe oder zu Salat verarbeitet werden. Allerdings sollten sie nur dort geerntet werden, wo sichergestellt ist, dass sie nicht verunreinigt sind oder Kontakt zu Pflanzengiften haben. Für Salat werden nur junge Blätter oder das erste Drittel der Blätter gepflückt. Handschuhe verhindern, dass die Haut gereizt wird. Zwei gehäufte Hände genügen als Portion für eine Person. Die Blätter werden unter fließendem Wasser gründlich gewaschen und dann 10 Minuten in heißem Wasser gekocht, bis sie zerfallen. Der Geschmack der Brennnesseln ist etwas würziger als der von Spinat, weshalb weiteres Würzen nicht unbedingt nötig ist.

Passende Produkte zu diesem Thema:

Brennesselsaft Schoenenberger
Traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Durchspülungstherapie bei leichten Beschwerden der ableitenden Harnwege und zur Besserung von leichten Gelenkschmerzen ausschließlich aufgrund langjähriger Anwendung.

Sidroga Brennesselblättertee
Aufgussbeutel.

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+
Schlagwörter:

Keine Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar