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Ich kann nicht einschlafen - woran kann das liegen?

Von Alexandra Brand, PTA bei mycare.de
Aktualisiert: 23.09.2021

Ich kann nicht einschlafen - woran kann das liegen?

Welche Schlafstörungen gibt es?

Schlafmittel lindern das Problem der unruhigen und schlaflosen Nächte. Wichtig ist aber auch zu wissen, welche Schlafstörung den Schlaf verhindert.

Neben den hier im Folgenden genannten gibt es noch Sonderformen der Schlafstörungen, die sogenannten Parasomnien. Dazu gehören unter anderem das Schlafwandeln, der Pavor nocturnus (Nachtschreck), Albträume oder Schnarchen.

In allen Fällen ist bei länger anhaltender Schlaflosigkeit ein Arztbesuch angeraten, damit sich keine chronische Schlafstörung entwickelt. Außerdem kann der Arzt Sie auf eventuell ernsthafte Erkrankungen, die Schlaflosigkeit oder Schlafstörungen als Symptom haben, untersuchen.

Schlafapnoe-Syndrom

Schlafbezogene Atmungsstörungen stehen meist im Zusammenhang mit starkem Schnarchen. Um mögliche Ursachen für die Aussetzer zu finden, sind Untersuchungen beim Zahnarzt, Neurologen oder Hals-Nasen-Ohren-Arzt wichtig. Dadurch können gravierende organische Probleme ausgeschlossen werden, die durch eine Operation beseitigt werden müssten. Bei leichter Erkrankung können bereits einfache Maßnahmen wie eine nächtliche Aufbissschiene oder Hilfsmittel, die den Schlaf in Rückenlage verhindern, helfen. Bei schweren Erkrankungen stehen zudem spezielle Atemmasken zur Verfügung, die nachts einen leichten Luftüberdruck in Mund und Nase blasen, sodass die Atemwege nicht zusammenfallen können und damit Atemaussetzer vermieden werden.

Schlaf-Wach-Rhythmusstörungen

Durch Zeitverschiebungen treten die Probleme mit dem biologischen Rhythmus meistens auf. Die Schlaf- und Wachperioden des Betroffenen weichen von der als normal angesehen Tageszeit ab. Schlaflosigkeit in der Nacht ist ein Symptom dafür. Die innere Uhr kann auch durch psychische Probleme gestört werden. Bei Schicht- und Tagebau-Arbeitern kann diese Form der Schlafstörung ebenfalls beobachtet werden.

Schlaflosigkeit, sogenannte Insomnien

Unterschieden wird zwischen primärer und sekundärer Insomnie. Die primäre Insomnie kann durch ungünstige Schlafgewohnheiten auftreten. Die sekundäre Insomnie tritt meist durch körperliche Ursachen, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schilddrüsenerkrankungen oder neurologische Erkrankungen auf. Psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Burn-out können ebenfalls für die Schlafstörungen verantwortlich sein.

Schlafsucht

Das Gegenteil der Schlaflosigkeit. Bei der Schlafsucht liegt ein erhöhtes Bedürfnis nach Schlaf vor. Der Grund findet sich meist in den nicht genügend erholsamen Schlafphasen. Die Ursache kann organischer Natur sein, aber auch der Missbrauch von Medikamenten wie Schlaftabletten oder Beruhigungsmitteln. Die Extremform der Schlafsucht ist die Narkoleps

Wenn Kinder nicht einschlafen

Kinder haben es abends oft schwer, zur Ruhe zu kommen und einzuschlafen. Ein paar Techniken können dabei helfen, dass sie schneller und besser einschlafen. Ruhephasen am Abend sind zum Beispiel wichtig. Toben vor dem Schlafengehen ist daher kontraproduktiv. Kinder zur Ruhe zu verdonnern, setzt sie allerdings unter Stress. Je kleiner die Kinder sind, desto mehr Anleitung brauchen sie. Dazu eignet sich:

  • Ein warmes Bad.
  • Gemeinsames ruhiges Spielen.
  • Eine Geschichte vorlesen.
  • Kuscheln und sich etwas erzählen

Kinder mit starken Einschlafproblemen brauchen möglicherweise mehr Hilfe. Hier ist zu klären, warum die Kinder nicht zur Ruhe kommen. Dafür kann es verschiedene Ursachen geben, auch Ängste gehören dazu. Nachtlichter und die offene Tür können beruhigend wirken. Wichtig ist, dass Eltern in jedem Fall ruhig und konsequent bleiben.

Was verursacht Schlafstörungen?

Eine häufige Ursache für Schlafstörungen ist die nervöse Unruhe. Im Schlafzimmer nehmen Sorgen und Probleme immer größere Ausmaße an. Sie können dadurch nicht einschlafen oder schlafen sehr unruhig und werden immer wieder wach. Die Befürchtung, nicht genug Schlaf zu bekommen, erschwert das Einschlafen zusätzlich. Der Schlafmangel beeinflusst den gesamten Organismus. Körper- und Gehirnzellen können sich nicht ausreichend regenerieren. Das Immunsystem wird geschwächt. Hier finden Sie Tipps für einen besseren Schlaf:

  • Ruhige Atmosphäre im Schlafzimmer schaffen.
  • Am Abend auf leichte Kost achten.
  • Auf Alkohol, koffeinhaltige Getränke und Zigaretten am Abend verzichten.
  • Abends anregende Aktivitäten vermeiden.
  • Auf Schlafhygiene achten (kühles, dunkles Schlafzimmer, frische Luft, gute Matratze, kein Fernseher).
  • Den Schlaf nicht erzwingen. Lieber noch einmal aufstehen und sich beschäftigen.
  • Vor dem Schlafengehen durch ein warmes Bad oder eine Massage entspannen.
  • Schlaftabletten bei Einschlaf- und Durchschlafstörungen.
  • Minimierung von Stressfaktoren wie Schichtarbeit, lange Arbeitswege oder psychosozialen Druck am Arbeitsplatz.
  • Sorgen: Hier hilft Selbstdisziplin: Sorgen bleiben vor der Schlafzimmertür. Es ist erlernbar, sie bewusst abzulegen. Auch wenn die Sorgen sich immer wieder ins Bewusstsein drängen, sie sollten nicht zugelassen werden. Der Kopf hat nun frei. Die Probleme werden erst am nächsten Tag gelöst.

Was kann ich bei Schlafstörungen tun?

Wenn der Stress zu groß wird bzw. zu lange anhält, bleiben Erholungsphasen aus. Die sensible Balance zwischen An- und Entspannung ist gestört. Nervosität und Unruhe sind die Folge. Ein paar Tipps helfen für einen stressfreieren Alltag:

  • Tagespensum realistisch planen.
  • Ruhepausen fest einplanen.
  • Selbstansprüche herunterschrauben.
  • Regelmäßigen Ausgleich durch Hobbys und Freizeitaktivitäten schaffen.
  • Mehr Zeit für sich selbst nehmen.
  • Entspannungstechniken wie autogenes Training, bewusstes Atmen, progressive Muskelrelaxation (Entspannung nach Jacobsen), Yoga, Tai-Chi oder Qigong.
  • Gesunde und abwechslungsreiche Ernährung.
  • Regelmäßige Bewegung, am besten an der frischen Luft.
  • Aromatherapie (z.B. mit Lavendel- oder Irisöl).
Autorin PTA Alexandra Brand

Über unsere Autorin:

Alexandra Brand | Pharmazeutische Kundenbetreuung in der Robert-Koch-Apotheke
Seit 27 Jahren bin ich mit Leidenschaft Pharmazeutisch-technische Assistentin. Zu meinen Tätigkeitsschwerpunkten in der öffentlichen Apotheke gehören die individuelle, pharmazeutische Herstellung von Arzneimitteln und die Beratung unserer Kunden zu Gesundheitsthemen, insbesondere zum Thema Haut und Hautgesundheit.

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Martina, Marketing bei mycare.de

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