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Wie wasche und pflege ich meine Hände richtig?

Von Dr. Birgit Witte, PTA bei mycare.de
Aktualisiert: 18.10.2021

Mutter zeigt ihrer Tochter, wie man sich die Hände wäscht

Hände waschen lernen schon Kinder als eine der ersten Hygienemaßnahmen – vor dem Essen, nach dem Spielen draußen und nach dem Toilettengang werden die Hände am besten mit Seife gewaschen. Dass dies sinnvoll und teilweise auch dringend erforderlich ist, wird klar beim Blick auf die Verbreitungswege von verschiedenen Infektionen. Unter anderem kann die Verbreitung der Grippe und anderer Infektionskrankheiten durch eine gründliche Handhygiene reduziert werden.

Die Hände kommen im Laufe des Tages mit den unterschiedlichsten Oberflächen in Berührung, auf denen sich Keime und Bakterien absetzen können. Etwa 80 Prozent aller ansteckenden Krankheiten werden über die Hände übertragen. Dabei bleiben die Erreger auf der Haut haften und gelangen durch Berührungen über die Schleimhäute von Mund, Nase und Auge in unseren Körper. Unter anderem finden sich diese auf Türklinken, PC-Tastaturen, Haltestangen in öffentlichen Verkehrsmitteln oder auch auf anderen Händen, die beispielsweise per Handschlag zur Begrüßung berührt werden. Händewaschen unterbricht den Infektionsweg – dafür müssen aber ein paar Punkte beachtet werden.

Händewaschen: Wann, wie oft, wie?

Regelmäßiges Händewaschen ist wichtig, um die Infektionsketten zu durchbrechen. Das gilt vor allem nach dem Toilettenbesuch, dem Kontakt mit Tieren, dem Naseputzen oder dem Kontakt mit Abfällen. Wenn Sie kleinere Kinder haben, sollten Sie auch nach jedem Windelwechseln Ihre Hände gründlich reinigen. Zur Routine sollte ebenso das Händewaschen vor jeder Mahlzeit gehören, genauso wie vor dem Schminken oder der Einnahme von Medikamenten. Bei der Zubereitung von Speisen sollten Sie die Hände vorher, nachher und auch zwischendurch waschen.

Zum gründlichen Reinigen der Hände gehören folgende Schritte:

  1. Befeuchten Sie Ihre Hände unter fließendem Wasser, die Temperatur des Wassers wählen sie Selbst. Beachten Sie, dass heißes Wasser die Hände stärker strapaziert als lauwarmes.
  2. Verwenden Sie ausreichend Seife, um ihre Hände zu reinigen, beispielsweise die Olivenöl Hygiene Handseife. Verteilen Sie diese gründlich auf den Handinnenflächen, den Handrücken und auch zwischen den Fingern. Vergessen Sie die Fingerspitzen, Fingernägel und den Daumen nicht.
  3. Am besten seifen Sie die Hände etwa zwanzig bis dreißig Sekunden ein.
  4. Spülen Sie Ihre Hände unter fließendem Wasser ab.
  5. Trocknen Sie Ihre Hände gut ab, es sollte kein Bereich mehr feucht sein. Auf öffentlichen Toiletten nutzen Sie am besten Einweghandtücher und schalten den Wasserhahn mit dem Ellbogen aus.

Muss ich meine Hände desinfizieren?

Besonders Ärzte und Krankenschwestern müssen sich ihre Hände desinfizieren, damit sie keine gefährlichen Krankenhauskeime übertragen. Auch Besucher im Krankenhaus sollten Ihre Hände danach zur Sicherheit desinfizieren. Im normalen Alltag reicht die Verwendung einer Seife im Normalfall aber völlig aus. Händewaschen senkt die Keimbelastung auf der Hand bis auf ein Tausendstel. Wissenschaftliche Studien belegen zudem, dass richtiges Händewaschen ausreichend ist und Desinfektionsmittel keinen zusätzlichen Nutzen bringen, sondern die Haut eher irritieren oder Allergien auslösen können. In Ausnahmefällen kann es aber auch im privaten Bereich sinnvoll sein – beispielsweise wenn ein Mensch mit schwachem Immunsystem zur Hause gepflegt wird oder wenn jemand im eigenen Haushalt an einer hoch ansteckenden Krankheit leidet. Für die Handdesinfektion zu Hause sollten Sie ein Produkt wählen, dass gegen Bakterien, Keime und Viren wirkt, wie beispielsweise das Sterilium Protect & Care Hände Desinfektionsgel

Was sollte ich im Urlaub bei der Handreinigung beachten?

In manchen Urlaubsgebieten lauern Keime und Erreger, die zum Beispiel zu Durchfallerkrankungen führen. Daher ist eine sorgfältige Handhygiene im Ausland umso wichtiger. Zudem gilt es hier, zusätzlich einige Hinweise zu beachten:

  • Verwenden Sie ausschließlich abgekochtes Trinkwasser oder Mineralwasser, wenn Sie sich die Zähne putzen oder das Geschirr spülen.
  • Baden Sie nur in sauberen Gewässern und duschen Sie sich danach immer ab.
  • Desinfizieren Sie bei einer Wunde sofort die betroffene Stelle und kleben Sie ein Pflaster darauf.

Ansonsten gilt auch hier: Regelmäßiges und gründliches Händewaschen - mit sauberem Wasser - ist Pflicht. Wenn Sie vor Ort sauberes Wasser vorfinden, aber keine Seife, benutzen Sie ein Handdesinfektionsgel bzw. ein spezielles Handhygienegel zum Einseifen. Außerdem ist es ratsam, vor der Reise Hygienereinigungstücher oder Desinfektionstücher einzupacken. Diese verwenden Sie am besten immer dann, wenn Sie gerade keine Gelegenheit zum Händewaschen haben.

Wie pflege ich meine Hände nach der Reinigung?

Regelmäßiges Händewaschen kann der Haut zusetzen und sie spröde und rissig werden lassen. Kalte Temperaturen im Winter sorgen für einen weiteren Feuchtigkeitsverlust. Das liegt daran, dass die Talgdrüsen aufgrund der Kälte weniger Fett produzieren, wodurch die Hände rau und spröde werden. Zum Teil bekommt die Haut sogar Risse, was sich häufig als sehr schmerzhaft für die Betroffenen erweist. Durch eine auf Ihre Haut angepasste Handpflege können Sie Ihre Hände weich und geschmeidig halten. Einmal die Woche etwa empfiehlt sich zum Beispiel ein Handpeeling, welches trockene Hautschüppchen sanft entfernt und der Haut ein weiches Gefühl gibt. Wichtig ist, dass Sie die Hände im Anschluss an ein Peeling immer eincremen, da die Haut direkt nach der Behandlung häufig etwas gereizt ist.

Eincremen – aber richtig

Für die Handpflege ist eine gute Handcreme essenziell. Sie spendet den Händen eine Extraportion Feuchtigkeit und Fett. Beim Eincremen sind einige wichtige Punkte zu beachten, um den Händen die optimale Pflege zukommen zu lassen.

  • Cremen Sie Ihre Hände immer erst nach gründlichem Abtrocknen ein. Nur auf trockener Haut kann die Creme ihre maximale Wirkung entfalten.
  • Berücksichtigen Sie beim Eincremen neben den Handinnenflächen auch die Handrücken.
  • Die Inhaltsstoffe der Handcreme spielen eine wichtige Rolle. Besonders gut sind Glyzerin und Urea sowie Sheabutter und Olivenöl. Die Stoffe spenden der Haut extra viel Feuchtigkeit. Beliebt sind auch Cremes mit Kamillenextrakt, wie die Handcreme von Herbacin, da dieser besonders beruhigend auf die Haut wirkt.

Will man den Händen zwischendurch nur einen kleinen Pflegeschub zugutekommen lassen, ohne die Pflege erst länger einmassieren zu müssen, verwendet man am besten eine leichte Lotion, die kaum fettet und schnell einzieht. Lotionen sind einfach aufzutragen, nehmen der Haut schnell das Spannungsgefühl und geben ihr einen ganz leichten Schutz. Handcremes sind Emulsionen, die zwar fetthaltiger und somit cremiger als Lotionen sind, sich aber ebenfalls – je nach Produkt – gut auf der Haut verteilen lassen. Wie schnell sie einziehen, hängt von dem jeweiligen Produkt ab. Öl-in-Wasser-Emulsionen sind weniger fetthaltig und werden schnell von der Haut aufgenommen, wohingegen Wasser-in-Öl-Emulsionen eher fetthaltig sind und in die Haut der Hände einmassiert werden müssen. Salben sind sehr reichhaltig und enthalten wenig oder gar kein Wasser. Sie eignen sich gut zum Einfetten für einen längeren Aufenthalt in der Kälte, da sie als schützende Schicht auf der Haut bleiben und so die Hände zuverlässig vor dem Austrocknen bewahren.

Gezielte Pflege für schöne Hände

Die Haut der Hände bildet ohnehin nur eine geringe eigene Fettschicht. Wer daher generell zu trockener Haut neigt, sollte seine Hände vor allem im Winter durch eine gute Handcreme für trockene Haut besonders pflegen und schützen. Denn gerade trockene Haut reagiert im Winter durch Kälte und trockene Heizungsluft besonders empfindlich, neigt zu Juckreiz und Spannungsgefühl und manchmal sogar zu Ekzemen und Schuppenbildung. Cremes mit Harnstoff oder Hyaluronsäure nehmen hier dauerhaft das Spannungsgefühl und ermöglichen der dünnen Haut der Hände, die in der Creme zugeführte Feuchtigkeit für einen längeren Zeitraum zu speichern. Eine leichte Massage der Hände beim Eincremen fördert die Durchblutung und beschleunigt das Einziehen der Handcreme.

Auch wer beruflich oder privat viel im Freien werkelt, muss auf gepflegte Hände nicht verzichten. Vor und nach der Arbeit eingecremt, bleiben die Hände schlicht sauberer, derbes Schrubben und Bürsten entfällt, die Haut wird geschont. Auch im Winter darf man den trockenen Händen ein Peeling gönnen, allerdings maximal einmal pro Woche. Peeling-Pasten lassen sich gut selbst herstellen, beispielsweise aus einer Mischung aus Meersalz, Milch oder Quark und Honig. Besonders wenn die Hände schon arg gelitten haben und die Haut rau und wund ist, wirken über Nacht getragene Pflegehandschuhe aus Baumwolle als Handmaske oft Wunder. Man zieht sie über die sorgfältig eingecremten Hände und wird am Morgen mit zarter, glatter Haut überrascht.

Auf pflegende Wirkstoffe achten

Wer bereits eingerissene Fingerkuppen und andere wunde Stellen hat, sollte auf besonders pflegende und wundheilende Wirkstoffe in den Cremes und Salben achten. Dazu gehören unter anderem

  • Salben mit Dexpanthenol wie Bepanthen.
  • Handcremes mit Glyzerin und Bienenwachs.
  • Lotionen mit Nachtkerzenöl. Diese wirken stark rückfettend und helfen der Haut dabei, den Säureschutzmantel wiederherzustellen, auch bei Hautproblemen wie Neurodermitis
  • Vorsicht ist allerdings geboten bei enthaltenen ätherischen Ölen oder künstlichen Duftstoffen, diese können unter Umständen Allergien auslösen.

Autorin PTA Dr. Birgit Witte

Über unsere Autorin:

Dr. Birgit Witte | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Als Pharmazeutisch-technische Assistentin mit über 20 jähriger Berufserfahrung interessiere ich mich nicht nur für die Geschichte der Pharmazie - vor allem liegt mein Fokus auch auf modernem Wissen und aktuellen Themen, um in allen Gebieten rund um die Gesundheit umfassend zu beraten. Mehr erfahren

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Martina, Marketing bei mycare.de

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