8 Fragen zu Naproxen
✓ Medizinisch geprüft - Lesezeit: 2 Minuten
Von Dr. Leonie
Dolder, Medzinjournalistin
Aktualisiert: 16.09.2025
Naproxen ist ein nicht-steroidaler Entzündungshemmer (NSAR), der bei rheumatischen und anderen Schmerzen, Schwellungen sowie Fieber eingesetzt wird. Charakteristisch ist seine lange Wirkdauer von bis zu zwölf Stunden, wodurch es oft bei Regelschmerzen empfohlen wird. Niedrigere Dosen sind rezeptfrei erhältlich, während höhere verschreibungspflichtig sind. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen und Übelkeit, aber auch Kopfschmerzen. Personen mit Magen-Darm-Geschwüren, starken Nieren-, Leber- oder Herzfunktionsstörungen sowie Schwangere im dritten Trimester sollten Naproxen meiden.
Naproxen - Grundlagen und Wirkung
Naproxen ist ein sogenannter nicht-steroidaler Entzündungshemmer (NSAR) aus der Gruppe der Arylpropionsäuren. Naproxen hat schmerzlindernde, fiebersenkende und entzündungshemmende Eigenschaften. Der Wirkstoff wird zur Behandlung von Schmerzen, Fieber und Entzündungszuständen verschiedener Ursachen verwendet. Im Gegensatz zu vielen anderen NSAR hat Naproxen eine lange Wirkdauer von etwa 8 bis 12 Stunden. Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit, aber auch Sodbrennen, Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen. Niedrig dosierte Präparate sind rezeptfrei erhältlich, für höher dosierte Arzneimittel ist ein ärztliches Rezept erforderlich.

Einsatzbereiche von Naproxen
Naproxen wird zur Behandlung von Schmerzen, Fieber und Entzündungen verschiedener Ursache angewandt, zum Beispiel bei Rückenschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Erkältungskrankheiten, Grippe, Kopfschmerzen und Zahnschmerzen.
Naproxen bei Periodenschmerzen
Gegen Regelschmerzen können entzündungshemmende Schmerzmittel eingenommen werden, vor allem Diclofenac, Ibuprofen und Naproxen. Diese NSAR hemmen die Produktion von Prostaglandin und lindern so die Regelschmerzen.
Einnahme von Naproxen
Die allgemeine Dosierungsempfehlung für Erwachsene beträgt eine halbe bis eine Tablette Naproxen. Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit ein.
Hinweise zur Dosierung
Die empfohlene Tagesdosis liegt für Erwachsene zwischen 500 und 1250mg Naproxen pro Tag, verteilt auf eine bis drei Einzeldosen. Die Einzeldosis sollte 1000 mg Naproxen nicht überschreiten. Ohne ärztlichen Rat sollte Naproxen nicht länger oder in höherer Dosierung eingenommen werden.
Mögliche Nebenwirkungen von Naproxen
Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit sowie Übelkeit, Sodbrennen, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung und Erbrechen. Außerdem können Hörstörungen, Ohrensausen,Atemstörungen, Asthma, Hautreaktionen und Nierenfunktionsstörungen auftreten. Sehr selten treten Magen-Darm-Geschwüre, Magenblutungen oder eine Nierenversagen auf.
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
Ja, Wechselwirkungen wurden unter anderem mit Antazida, Blutverdünnern, bestimmten Diabetesmedikamenten, Glucocorticoiden, SSRI, Ciclosporin, Methotrexat, anderen NSAR, Diuretika, Lithium und Betablockern beschrieben.
Gegenanzeigen für Naproxen
Personen mit einer Überempfindlichkeit, auch gegen andere NSAR, sollten kein Naproxen einnehmen. Zudem dürfen Schwangere im dritten Schwangerschaftsdrittel, Personen mit Magen-Darm-Geschwüren, Personen mit aktiven Blutungen oder Blutbildungsstörungen kein Naproxen einnehmen. Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen und schweren Leber-, Nieren- oder Herzfunktionsstörungen sollten ebenfalls auf Naproxen verzichten.
Häufig gestellte Fragen rund um Naproxen
Allgemeiner Hinweis: In unseren Ratgebern verwenden wir für die bessere Lesbarkeit überwiegend das generische Maskulinum. Gemeint sind damit aber auch Angehörige des weiblichen Geschlechts und anderer Geschlechtsidentitäten.

Über unsere Autorin:
Dr. Leonie Dolder | Ärztin
Ich bin Ärztin und medizinische Autorin aus Leidenschaft. Es liegt mir am Herzen, den Menschen Gesundheitsthemen näher zu bringen und Medizin verständlich zu erklären, denn ein gut informierter und aufgeklärter Patient kann sich besser um sein größtes Gut - seine Gesundheit - kümmern.
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