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Hilfe meine Füße stinken - was kann ich dagegen tun?

Von Juliane Fleischer, PTA bei mycare.de
Aktualisiert: 21.10.2021

Schweißfüße

Etwa 250.000 Schweißdrüsen befinden sich allein auf den menschlichen Fußsohlen. Sie produzieren im Durchschnitt 250 ml Schweiß täglich. Wie viel es tatsächlich ist, ist abhängig von:

  • Der Temperatur
  • Der genetischen Veranlagung
  • Den Schuhen
  • Der Bewegun
  • Der Gesundheit

Wie entstehen Schweißfüße?

Fast jeder dritte Deutsche kennt das Problem: unangenehm riechende Schweißfüße. Nur selten sind Schweißfüße jedoch wirklich krankhaft und auf eine übermäßige Schweißproduktion zurückzuführen. Das Schwitzen ist ein natürlicher Vorgang – auch an den Füßen. Vor allem Männer sind von den berühmten „Käsefüßen“ betroffen, denn sie haben besonders viele Schweißdrüsen an den Füßen. Der Schweiß selbst ist nicht verantwortlich für den Fußgeruch, sondern die Buttersäure, die entsteht, wenn Bakterien den Schweiß zersetzen.

Besonders gut gedeihen diese Mikroorganismen dabei im feuchtwarmen Milieu, wie es in engen, luftundurchlässigen Schuhen herrscht. Das bedeutet aber auch, dass nicht der Fußschweiß das eigentliche Problem darstellt, sondern oftmals die Umgebung und damit auch die Fußhygiene. Zudem gilt als bewiesen, dass Stress die Schweißproduktion anregt. Der Schweiß riecht nicht nur, er ist auch schlecht für die Haut. Deshalb ist die richtige Fußhygiene der Grundstein für wohlriechende Füße.

Was kann man gegen Schweißfüße tun?

Frische Füße sind gesunde Füße. Welche Pflege die richtige ist, ist abhängig von der Jahreszeit und dem getragenen Schuhwerk. Wer seine Füße gesundhalten will, muss daher einige wichtige Punkte berücksichtigen. Schuhe sollten möglichst luftdurchlässig sein. Das ist nicht in allen Berufen realisierbar. Daher ist es manchmal nötig, dass die Füße nach der Arbeit genügend Luft bekommen. Auch müssen die Strümpfe möglichst bald gewechselt werden. Zudem ist es sinnvoll, die Füße mindestens einmal täglich zu waschen.

Problematisch sind synthetische Strümpfe, die zwar elegant aussehen, aber den Schweiß halten. Sie sollten daher die Ausnahme sein. Wer das nicht verhindern kann oder unter sehr starker Schweißbildung leidet, kann sich mit Schuhpuder helfen. Das empfiehlt sich auch deshalb, weil die Schuhe bei starker Schweißbildung beschädigt werden. Das Puder sprühen Sie für einen Zeitraum von 7 bis 10 Tagen morgens vor dem Anziehen in die Schuhe. Dadurch werden nachhaltig die Folgen des Schwitzens gemindert und stinkende Schuhe vermieden. Ebenfalls hilfreich sind Socken die richtigen Socken. Hilfreich gegen unangenehmen Fußgeruch können Kupferfasern in Socken sein. Neue Schuhe sollten möglichst aus Leder sein, damit sich die Nässe nicht stauen kann.

Was hilft gegen stinkende Schuhe?

Bei der Wahl Ihrer Schuhe sollten Sie immer darauf achten, dass Sie aus atmungsaktiven Materialien bestehen. Naturmaterial wie Leder ist genauso geeignet wie spezielle Materialien, die bei Wander- und Sportschuhen zum Einsatz kommen und atmungsaktiv sowie wasserdicht sind. Ihre Schuhe sollten Zeit zum Trocknen und Lüften haben und deshalb täglich gewechselt werden. Spezielle Schuhsprays schützen vor unangenehmen Geruch und begünstigen eine gesunde Fuß-und Schuhhygiene. Wann immer es möglich ist, sollten Sie im Sommer offene Schuhe oder Sandalen tragen – oder barfuß laufen um übermäßiges Schwitzen zu reduzieren.

Welche Mittel gibt es gegen Fußschweiß?

Neben der täglichen Fußwäsche stehen auch eine Reihe von Fußcremes, Fußdeos, Schuhdeos und Pudern zur Verfügung, die den unangenehmen Geruch beseitigen und die Schweißproduktion hemmen. Diese verströmen nicht nur einen angenehmen Duft, sondern beleben und erfrischen Ihre Füße auch. Puder saugt den Schweiß direkt auf und verhindert so unangenehme Düfte. Spezielle Antitranspirante schränken die Tätigkeit der Schweißdrüsen auf ein natürliches Maß ein und helfen Ihnen bei starker Schweißbildung. Zusätzlich können Sie Einlagen aus Zedernholz verwenden, die die Feuchtigkeit an den Fußsohlen aufnehmen und mit antibakterieller Wirkung überzeugen. Auch überflüssige Hornhaut und ungepflegte Fußnägel bieten einen optimalen Lebensraum für die geruchsbildenden Mikroorganismen. Hier kann ein Podologe mit der richtigen Fußpflege hilfreich sein. Wenn diese einfachen Maßnahmen jedoch erfolglos bleiben oder der Leidensdruck zu groß wird, kann eventuell ein Besuch beim Facharzt, z. B. dem Hautarzt Waschen Sie Ihre Füße regelmäßig. Empfehlenswert ist, die Sohle des Fußes mit einem Bimsstein oder speziellen Hornhautfeilen zu behandeln. Trocknen Sie nach dem Waschen Ihre Füße gut ab – auch zwischen den Zehen.

Spezielle Fußcremes unterstützen Ihre Haut bei der Regeneration und sollten vor allem bei sehr rauen oder rissigen Füßen täglich aufgetragen werden. Wertvolle Pflege gibt es in Kombination mit Wirkstoffen zur Beseitigung von Fußgeruch auch als Fußdeocreme. Eine gute Fußcreme misst sich in Wirkung, Konsistenz, Geruch und Anwendung. Sie sollte gut zu dosieren sein und den Füßen ein dauerhaft entspanntes, weiches Gefühl schenken. Trockene, spröde Fußregionen brauchen gerade im Winter besonders intensive Pflege. Fußcremes verschiedener Hersteller weisen häufig recht unterschiedliche Zusammensetzungen auf. Milde Fußcremes sind vorzugsweise für alle Hauttypen geeignet. Sie können helfen, bestehende Risse schonend zu schließen und neue Haut- bzw. Hornhautschäden zu vermeiden.

Weitere Tipps: Grundsätzlich ist Fußschweiß ganz normal, denn gerade die Fußsohle besitzt eine große Anzahl Schweißdrüsen. Schwitzende Füße sind dennoch unangenehm, das gilt auch für Menschen mit normaler Schweißbildung. Ob übermäßig oder im normalen Umfang, es gibt eine Reihe von Tipps für die Fußfrische. Dazu gehören natürlich der tägliche Austausch der Socken und die tägliche Reinigung mit klarem Wasser oder einer milden Seife. Anschließend müssen die Füße, vor allem aber die Zehen, gründlich abgetrocknet werden. Fußbäder mit Zusätzen, die die Haut verwöhnen, werden als angenehm empfunden. Weitere Maßnahmen für gesunde und frische Füße sind:

  • Barfußlaufen
  • Fußmassagen
  • Regelmäßig Eincremen
  • Ggf. eine Podologin / einen Podologen beanspruchen

Ein wichtiger Punkt ist außerdem eine ausgewogene Ernährung. Füße, die trotz sorgfältiger Pflege unangenehm riechen, können die Folge säurelastiger Nahrungsgewohnheiten sein. Hier empfiehlt es sich, versuchsweise auf Zucker, Milchprodukte und Getreide zu verzichten und eine Basenkur ergänzend zu erwägen.

Autorin PTA Juliane Fleischer

Über unsere Autorin:

Juliane Fleischer | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Mein Beruf als Pharmazeutisch-technische Assistentin beinhaltet insbesondere die Beratung zu Gesundheitsthemen, Arzneimitteln, Medizinprodukten, Nahrungsergänzungsmitteln, aber auch zu Pflegeprodukten. Um zu Neuheiten auf dem Laufenden zu bleiben, sind regelmäßige Fortbildungen wichtig.

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Martina, Marketing bei mycare.de

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