Hilfe meine Füße stinken - was kann ich dagegen tun?

✓ Pharmazeutisch geprüft - Lesezeit: 3 Minuten

Von Ulrike Wendt, PTA bei mycare.de
Aktualisiert: 09.22.2025

Eine Frau liegt im Bett und hält sich die Nase wegen der Füße neben ihr zu.

Der unangenehme Geruch von Schweißfüßen entsteht nicht durch den Schweiß selbst, sondern durch Bakterien, die ihn zersetzen. Um dem vorzubeugen, ist eine tägliche Fußhygiene unerlässlich: Füße gründlich waschen und vor allem zwischen den Zehen gut abtrocknen. Es empfiehlt sich, atmungsaktive Schuhe aus Leder und Socken aus Naturfasern zu tragen und diese täglich zu wechseln. Zusätzlich können Fußdeos, Puder oder Einlagen aus Zedernholz helfen. Bei starker Hornhaut kann ein Podologe unterstützen. Falls einfache Maßnahmen nicht helfen, sollte ein Arzt konsultiert werden.


Entstehung von Schweißfüßen

Fast jeder dritte Deutsche kennt das Problem: unangenehm riechende Schweißfüße. Nur selten sind Schweißfüße jedoch wirklich krankhaft und auf eine übermäßige Schweißproduktion zurückzuführen. Das Schwitzen ist ein natürlicher Vorgang – auch an den Füßen. Vor allem Männer sind von den berühmten „Käsefüßen“ betroffen, denn sie haben besonders viele Schweißdrüsen an den Füßen. Der Schweiß selbst ist nicht verantwortlich für den Fußgeruch, sondern die Buttersäure, die entsteht, wenn Bakterien den Schweiß zersetzen.

Besonders gut gedeihen diese Mikroorganismen dabei im feuchtwarmen Milieu, wie es in engen, luftundurchlässigen Schuhen herrscht. Das bedeutet aber auch, dass nicht der Fußschweiß das eigentliche Problem darstellt, sondern oftmals die Umgebung und damit auch die Fußhygiene. Zudem gilt als bewiesen, dass Stress die Schweißproduktion anregt. Der Schweiß riecht nicht nur, er ist auch schlecht für die Haut. Deshalb ist die richtige Fußhygiene der Grundstein für wohlriechende Füße.

Maßnahmen und Tipps gegen Schweißfüße

Frische Füße sind gesunde Füße. Welche Pflege die richtige ist, ist abhängig von der Jahreszeit und dem getragenen Schuhwerk. Wer seine Füße gesundhalten will, muss daher einige wichtige Punkte berücksichtigen. Schuhe sollten möglichst luftdurchlässig sein. Das ist nicht in allen Berufen realisierbar. Daher ist es manchmal nötig, dass die Füße nach der Arbeit genügend Luft bekommen. Auch müssen die Strümpfe möglichst bald gewechselt werden. Zudem ist es sinnvoll, die Füße mindestens einmal täglich zu waschen.

Problematisch sind synthetische Strümpfe, die zwar elegant aussehen, aber den Schweiß halten. Sie sollten daher die Ausnahme sein. Wer das nicht verhindern kann oder unter sehr starker Schweißbildung leidet, kann sich mit Schuhpuder helfen. Das empfiehlt sich auch deshalb, weil die Schuhe bei starker Schweißbildung beschädigt werden. Das Puder sprühen Sie für einen Zeitraum von 7 bis 10 Tagen morgens vor dem Anziehen in die Schuhe. Dadurch werden nachhaltig die Folgen des Schwitzens gemindert und stinkende Schuhe vermieden. Ebenfalls hilfreich sind Socken die richtigen Socken. Hilfreich gegen unangenehmen Fußgeruch können Kupferfasern in Socken sein. Neue Schuhe sollten möglichst aus Leder sein, damit sich die Nässe nicht stauen kann.

Maßnahmen gegen stinkende Schuhe

Bei der Wahl Ihrer Schuhe sollten Sie immer darauf achten, dass Sie aus atmungsaktiven Materialien bestehen. Naturmaterial wie Leder ist genauso geeignet wie spezielle Materialien, die bei Wander- und Sportschuhen zum Einsatz kommen und atmungsaktiv sowie wasserdicht sind. Ihre Schuhe sollten Zeit zum Trocknen und Lüften haben und deshalb täglich gewechselt werden. Spezielle Schuhsprays schützen vor unangenehmen Geruch und begünstigen eine gesunde Fuß-und Schuhhygiene. Wann immer es möglich ist, sollten Sie im Sommer offene Schuhe oder Sandalen tragen – oder barfuß laufen um übermäßiges Schwitzen zu reduzieren.

Mittel gegen Fußschweiß

Neben der täglichen Fußwäsche stehen auch eine Reihe von Fußcremes, Fußdeos, Schuhdeos und Pudern zur Verfügung, die den unangenehmen Geruch beseitigen und die Schweißproduktion hemmen. Diese verströmen nicht nur einen angenehmen Duft, sondern beleben und erfrischen Ihre Füße auch. Puder saugt den Schweiß direkt auf und verhindert so unangenehme Düfte. Spezielle Antitranspirante schränken die Tätigkeit der Schweißdrüsen auf ein natürliches Maß ein und helfen Ihnen bei starker Schweißbildung. Zusätzlich können Sie Einlagen aus Zedernholz verwenden, die die Feuchtigkeit an den Fußsohlen aufnehmen und mit antibakterieller Wirkung überzeugen. Auch überflüssige Hornhaut und ungepflegte Fußnägel bieten einen optimalen Lebensraum für die geruchsbildenden Mikroorganismen. Hier kann ein Podologe mit der richtigen Fußpflege hilfreich sein. Wenn diese einfachen Maßnahmen jedoch erfolglos bleiben oder der Leidensdruck zu groß wird, kann eventuell ein Besuch beim Facharzt, z. B. dem Hautarzt Waschen Sie Ihre Füße regelmäßig. Empfehlenswert ist, die Sohle des Fußes mit einem Bimsstein oder speziellen Hornhautfeilen zu behandeln. Trocknen Sie nach dem Waschen Ihre Füße gut ab – auch zwischen den Zehen.

Spezielle Fußcremes unterstützen Ihre Haut bei der Regeneration und sollten vor allem bei sehr rauen oder rissigen Füßen täglich aufgetragen werden. Wertvolle Pflege gibt es in Kombination mit Wirkstoffen zur Beseitigung von Fußgeruch auch als Fußdeocreme. Eine gute Fußcreme misst sich in Wirkung, Konsistenz, Geruch und Anwendung. Sie sollte gut zu dosieren sein und den Füßen ein dauerhaft entspanntes, weiches Gefühl schenken. Trockene, spröde Fußregionen brauchen gerade im Winter besonders intensive Pflege. Fußcremes verschiedener Hersteller weisen häufig recht unterschiedliche Zusammensetzungen auf. Milde Fußcremes sind vorzugsweise für alle Hauttypen geeignet. Sie können helfen, bestehende Risse schonend zu schließen und neue Haut- bzw. Hornhautschäden zu vermeiden.

Weitere Tipps: Grundsätzlich ist Fußschweiß ganz normal, denn gerade die Fußsohle besitzt eine große Anzahl Schweißdrüsen. Schwitzende Füße sind dennoch unangenehm, das gilt auch für Menschen mit normaler Schweißbildung. Ob übermäßig oder im normalen Umfang, es gibt eine Reihe von Tipps für die Fußfrische. Dazu gehören natürlich der tägliche Austausch der Socken und die tägliche Reinigung mit klarem Wasser oder einer milden Seife. Anschließend müssen die Füße, vor allem aber die Zehen, gründlich abgetrocknet werden. Fußbäder mit Zusätzen, die die Haut verwöhnen, werden als angenehm empfunden. Weitere Maßnahmen für gesunde und frische Füße sind:

  • Barfußlaufen
  • Fußmassagen
  • Regelmäßig Eincremen
  • Ggf. eine Podologin / einen Podologen beanspruchen

Ein wichtiger Punkt ist außerdem eine ausgewogene Ernährung. Füße, die trotz sorgfältiger Pflege unangenehm riechen, können die Folge säurelastiger Nahrungsgewohnheiten sein. Hier empfiehlt es sich, versuchsweise auf Zucker, Milchprodukte und Getreide zu verzichten und eine Basenkur ergänzend zu erwägen.




Häufig gestellte Fragen rund um Schweißfüße

Wie entstehen Schweißfüße?
Was kann man gegen Schweißfüße tun?
Was hilft gegen stinkende Schuhe?
Welche Mittel gibt es gegen Fußschweiß?
Sind Schweißfüße ein gesundheitliches Problem?

Allgemeiner Hinweis: In unseren Ratgebern verwenden wir für die bessere Lesbarkeit überwiegend das generische Maskulinum. Gemeint sind damit aber auch Angehörige des weiblichen Geschlechts und anderer Geschlechtsidentitäten.

Autorin PTA Ulrike Wendt

Über unsere Autorin:

Ulrike Wendt | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Ich bin seit 17 Jahren Pharmazeutisch-technische Assistentin bei mycare.de. Aufgrund der langen Berufserfahrung und der regelmäßigen Fortbildung sind wir schon Experten in Gesundheitsthemen. Mehr erfahren über U. Wendt

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