Ein Überblick über rheumatische Erkrankungen
✓ Pharmazeutisch geprüft - Lesezeit: 2 Minuten
Von Grit Ritter,
Pharmazieökonomin bei mycare.de
Aktualisiert: 24.09.2025
Der Sammelbegriff "Rheuma" umfasst über 100 verschiedene Erkrankungen des Bewegungsapparats, welche Gelenke, Muskeln, Bänder, Sehnen und sogar Organe betreffen können. Zu den häufigsten Symptomen zählen unter anderem Gelenkschmerzen, Schwellungen, Rötungen, Bewegungseinschränkungen und Müdigkeit. Ursachen sind vielfältig, darunter Verschleiß, wie beispielsweise bei Arthrose, aber auch Entzündungsprozesse wie rheumatoide Arthritis oder Stoffwechselstörungen. Da viele rheumatische Erkrankungen chronisch sind, ist eine frühzeitige Diagnose und Behandlung entscheidend. Die Therapien sind vielfältig und reichen von Medikamenten und Physiotherapie über Ernährungsumstellung bis hin zu chirurgischen Eingriffen bei schweren Verläufen.
Rheuma - kurz erklärt
Medizinisch wird heutzutage häufiger der Begriff rheumatische Erkrankungen verwendet, da unter diesem Begriff mehr als 100 unterschiedliche Krankheitsbilder zusammengefasst sind. Rheuma kann Gelenke, aber auch Muskeln, Bänder, Sehnen und sogar Organe betreffen. Viele der rheumatischen Erkrankungen sind chronisch, das bedeutet, dass sie zwar heute gut behandelt werden können, jedoch nicht vollständig heilbar sind. Daher ist es besonders wichtig, Rheuma frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig mit der Behandlung zu beginnen. So lässt sich der Verlauf häufig verlangsamen, und die Lebensqualität kann erhalten bleiben.
Ursachen von Rheuma
Einige rheumatische Erkrankungen haben bekannte Ursachen: So tritt beispielsweise Arthrose meist aufgrund von Verschleiß oder Überbeanspruchung auf. Risikofaktoren für solche Erkrankungen sind unter anderem Übergewicht, gelenknahe Knochenbrüche oder eine fehlende Bewegung über längere Zeiträume. Sehnenscheidenentzündungen entstehen durch wiederholte Belastung der Sehnen.
Andere rheumatische Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis oder Vaskulitiden haben noch immer unbekannte Ursachen. Diese Erkrankungen beruhen meist auf Entzündungsprozessen, die das Abwehrsystem gegen den eigenen Körper richtet (Autoimmunerkrankungen). Bei frühzeitiger Diagnose und gezielter Therapie lässt sich der Verlauf jedoch häufig günstig beeinflussen.
Einteilung rheumatischer Erkrankungen
Rheumatische Erkrankungen lassen sich in mehrere Gruppen unterteilen. Hier eine Übersicht der wichtigsten Krankheitsbilder:
1. Entzündlich-rheumatische Erkrankungen
Diese Erkrankungen basieren auf entzündlichen Prozessen.
Bekannte Beispiele sind rheumatoide Arthritis, Morbus
Bechterew und Vaskulitiden. Sie betreffen oft mehrere
Gelenke und können zu schweren Bewegungseinschränkungen führen.
2. Verschleißbedingte rheumatische
Erkrankungen
Zu dieser Gruppe gehört Arthrose, die durch den Abbau von
Knorpel in den Gelenken entsteht. Meistens sind Knie- und
Hüftgelenke betroffen, und mit steigendem Alter tritt Arthrose
immer häufiger auf.
3. Stoffwechselbedingte rheumatische
Erkrankungen
Hierzu zählt vor allem Gicht, eine Erkrankung, die durch eine
erhöhte Harnsäure im Blut verursacht wird.
Diese kann sich in den Gelenken ablagern und dort starke
Schmerzen hervorrufen.
4. Rheumatische Erkrankungen der Weichteile
Fibromyalgie ist die bekannteste Erkrankung
dieser Gruppe. Sie betrifft die Muskeln,
Sehnen und Bänder und
verursacht Schmerzen ohne sichtbare körperliche Veränderungen.
Psychische Faktoren können die Schmerzen verstärken.
5. Chronische Knochenerkrankungen
Zu dieser Gruppe gehört Osteoporose, bei der die
Knochendichte sinkt, was vor allem ältere
Frauen betrifft. Durch den Abbau von Knochensubstanz werden die
Knochen anfälliger für Frakturen.
Symptome von Rheuma
Die häufigsten Symptome von Rheuma sind Gelenkschmerzen, oft verbunden mit Rötung, Schwellung und Überwärmung der betroffenen Stellen. Weitere Anzeichen können eine Bewegungseinschränkung, Fieber, Nachtschweiß und Müdigkeit sein.
Je nach Art der rheumatischen Erkrankung variieren die Symptome. Bei einer rheumatoiden Arthritis beispielsweise sind meist mehrere Gelenke betroffen, während Gicht vor allem plötzliche, sehr schmerzhafte Gichtanfälle in einem Gelenk verursacht.
Behandlung von Rheuma
Die Behandlung von Rheuma richtet sich nach der Art und dem Verlauf der Erkrankung. Bei akuten Schmerzzuständen werden häufig entzündungshemmende Medikamente und Schmerzmittel eingesetzt. Bei Arthrose oder Verspannungen helfen Wärmeanwendungen wie Fangopackungen, Rheumabäder oder Massagen.
Bewegungstherapien wie Krankengymnastik oder gezielte Sportarten wie Schwimmen, Joggen oder Radfahren stärken die Muskeln und Gelenke und lindern so die Schmerzen. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Seefisch und Omega-3-Fettsäuren aus Leinsamen und Walnüssen kann ebenfalls die Symptome mildern.
Für schwerere Fälle, etwa bei rheumatoider Arthritis, kann eine Operation nötig sein, bei der entzündetes Gewebe entfernt wird, um die Beweglichkeit der Gelenke zu verbessern.
Häufig gestellte Fragen rund um Rheuma
Allgemeiner Hinweis: In unseren Ratgebern verwenden wir für die bessere Lesbarkeit überwiegend das generische Maskulinum. Gemeint sind damit aber auch Angehörige des weiblichen Geschlechts und anderer Geschlechtsidentitäten.

Über unsere Autorin:
Grit Ritter | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Seit über 20 Jahren bin ich im Pharmateam des Unternehmens verwurzelt. Grundlegend dafür ist die Leidenschaft für Gesundheitsthemen incl. Prävention. Regelmäßige Fortbildungen sind da essenziell. Neben Kundenberatung sind Betriebl. Gesundheitsmanagement, Haus- und Reiseapothekenchecks und pharmazeutisches Marketing Schwerpunkte meiner Tätigkeit bei mycare.de. Mehr über G. Ritter
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