Ringelröteln: Alles Wissenswerte zu der Hauterkrankung
✓ Medizinisch geprüft - Lesezeit: 3 Minuten
Von Dr. Leonie
Dolder, Medizinjournalistin
Aktualisiert: 23.09.2025
Ringelröteln, verursacht durch das Parvovirus B19, sind eine akute, meist harmlose Viruserkrankung, die sich durch grippeähnliche Symptome und einen charakteristischen roten, ringförmigen Hautausschlag äußert. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion, und die Ansteckungsgefahr ist am größten, bevor der Ausschlag sichtbar wird. Eine spezifische Behandlung gibt es nicht dadurch zielt die Therapie auf die Linderung der Symptome ab. Für Schwangere sind Ringelröteln jedoch gefährlich, da sie das ungeborene Kind schädigen können und das Risiko für Fehl- oder Frühgeburten erhöhen.
Ringelröteln - kurz erklärt
Ringelröteln sind eine akute, meist harmlose Viruserkrankung, die hauptsächlich bei Kindern auftritt. Sie werden durch das Parvovirus B19 verursacht und zeichnen sich durch das Auftreten eines charakteristischen Hautausschlags sowie grippeähnliche Symptome aus.
Mit Röteln haben Ringelröteln außer dem Namen nichts gemeinsam. Die beiden Krankheiten werden von unterschiedlichen Erregern ausgelöst.

Übertragung von Ringelröteln
Ringelröteln werden hauptsächlich von Mensch zu Mensch übertragen. Die Infektion erfolgt in der Regel durch Tröpfcheninfektion, wenn eine infizierte Person hustet oder niest. Es besteht auch die Möglichkeit der Übertragung durch direkten Kontakt mit infiziertem Speichel oder Nasensekret.
Ansteckungsdauer bei Ringelröteln
Die Übertragung von Ringelröteln kann bereits vor dem Auftreten des Hautausschlags stattfinden: Die Ansteckungsgefahr besteht bereits, bevor die typischen Symptome sichtbar werden. Vor dem Hautausschlag ist die Ansteckungsgefahr am größten. Sobald der Hautausschlag auftritt, geht die Ansteckungsgefahr deutlich zurück.
Symptome von Ringelröteln
Die Symptome von Ringelröteln ähneln oft denen einer Grippe. Typische Anzeichen sind hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Halsschmerzen und manchmal eine verstopfte oder laufende Nase. Ein charakteristisches Merkmal ist der Hautausschlag, der in der Regel einige Tage nach dem Auftreten der grippalen Symptome auftritt.
Typisches Erscheinungsbild des Hautausschlags
Der Hautausschlag bei Ringelröteln äußert sich in einem roten, fleckigen und leicht erhabenen Ausschlag, der sich ringförmig oder bänderartig um den Körper erstreckt. Oft beginnt der Ausschlag im Gesicht (Wangenbereich) und breitet sich dann auf den restlichen Körper aus, einschließlich der Gliedmaßen. Der Ausschlag kann ein paar Tage bis zu einer Woche andauern und dann von alleine wieder verschwinden.
Gelegentlich flammt er über einen Zeitraum von ein bis zwei Monaten immer wieder einmal auf. Ursache dafür sind möglicherweise Sonneneinstrahlung oder hohe Temperaturen.
Unterschiede der Symptome bei Erwachsenen und Kindern
Ja, bei Erwachsenen verlaufen Ringelröteln häufig weniger typisch und die Symptome sind oft weniger deutlich ausgeprägt. Es kann vorkommen, dass Erwachsene nur den Hautausschlag ohne vorhergehende grippeähnliche Symptome haben. Kinder hingegen zeigen in der Regel stärkere Symptome, insbesondere Fieber und grippeähnliche Beschwerden.
Behandlung von Ringelröteln
In den meisten Fällen bedarf es keiner speziellen Behandlung für Ringelröteln, da sie in der Regel von selbst nach einigen Tagen abklingen. Es ist jedoch wichtig, die Symptome zu lindern und den Körper während der Krankheit zu schonen. Empfohlen wird, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, sich auszuruhen und gegebenenfalls fiebersenkende Medikamente wie Paracetamol einzusetzen, um das Fieber unter Kontrolle zu halten.
Kalte Umschläge lindern den Juckreiz, der den Ringelröteln-Ausschlag gelegentlich begleitet. Wenn Betroffene ein gestörtes Immunsystem (Immundefizienz) haben, bedarf es manchmal an speziellen Antikörper. Diese Therapie ist allerdings sehr teuer und nur bei einer chronischen Blutarmut notwendig.
Massnahmen gegen Hautausschlag
Um den Hautausschlag bei Ringelröteln zu lindern, können Antihistaminika eingesetzt werden. Auch, um den Juckreiz zu reduzieren. Es ist jedoch wichtig, mit einem Arzt oder Apotheker über die geeigneten Medikamente und Dosierungen zu sprechen, da diese je nach Alter und Gesundheitszustand des Betroffenen variieren können.
Ärztliche Abklärung bei Ringelröteln
In den meisten Fällen sind Ringelröteln harmlos und bedürfen keiner speziellen ärztlichen Behandlung. Es ist jedoch ratsam, einen Arzt aufzusuchen, wenn sich die Symptome verschlimmern, das Fieber länger als eine Woche anhält oder bei auftretenden Komplikationen wie Gelenkschmerzen oder Blutbildveränderungen.
Gefahren von Ringelröteln in der Schwangerschaft
Ringelröteln können für Schwangere gefährlich sein, da das Parvovirus B19, das die Krankheit verursacht, das ungeborene Baby schädigen kann. Es besteht ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten, Frühgeburten oder schwere Blutarmut beim Fötus.
Vorbeugung von Ringelröteln
Es gibt derzeit keine spezifische Impfung gegen Ringelröteln. Die wirksamste Maßnahme zur Vorbeugung liegt in der Einhaltung guter Hygienemaßnahmen, wie regelmäßigem Händewaschen, insbesondere nach dem Kontakt mit infizierten Personen oder deren Nasensekreten und Speichel. Wenn Ringelröteln in der Familie oder im direkten Umfeld auftreten, ist es ratsam, den Kontakt zu gefährdeten Personen wie Schwangeren oder Personen mit geschwächtem Immunsystem zu minimieren. Dadurch kann das Risiko einer Übertragung reduziert werden.
Häufig gestellte Fragen rund um Ringelröteln
Allgemeiner Hinweis: In unseren Ratgebern verwenden wir für die bessere Lesbarkeit überwiegend das generische Maskulinum. Gemeint sind damit aber auch Angehörige des weiblichen Geschlechts und anderer Geschlechtsidentitäten.

Über unsere Autorin:
Dr. Leonie Dolder | Ärztin
Ich bin Ärztin und medizinische Autorin aus Leidenschaft. Es liegt mir am Herzen, den Menschen Gesundheitsthemen näher zu bringen und Medizin verständlich zu erklären, denn ein gut informierter und aufgeklärter Patient kann sich besser um sein größtes Gut - seine Gesundheit - kümmern.
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