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Wie erkenne ich Würmer bei meinem Haustier ?

Von Grit Ritter, Pharmazieökonomin bei mycare.de
Aktualisiert: 26.10.2021

Hund und Katze beim Tierarzt

Bei Würmern handelt es sich um innere Parasiten (auch endogene Parasiten genannt), die das Haustier befallen. Es gibt verschiedene Arten von Würmern:

  • Bandwürmer
  • Spulwürmer
  • Hakenwürmer
  • Herzwürmer

Bandwürmer befallen zunächst den Darm und anschließend weitere Organe, Spulwürmer kommen häufig im Lungenbereich des Hundes vor und lösen oft Husten aus. Hakenwürmer durchdringen die Haut und Herzwürmer sind die Ursache für Herzwurmerkrankungen. Hunde und Katzen infizieren sich auf unterschiedliche Art und Weise mit Würmern. Eine Möglichkeit ist die Aufnahme von Würmern über die Schnauze. Dies geschieht, wenn Ihr Haustier am Kot infizierter Tiere leckt oder ihn frisst. Gleiches gilt für das Fressen infizierter Zwischenwirte wie Mäuse, Vögel oder rohes Fleisch. Auch über das Muttertier ist eine Infizierung mit Würmern möglich, wenn die Mutter bereits von Würmern befallen ist. Hakenwürmer gelangen durch die Haut in den Körper des Hundes oder der Katze und Herzwürmer werden von Stechmücken, die hauptsächlich in feuchtwarmen Gebieten Südeuropas zu Hause sind, übertragen.

Wie erfolgt die Diagnose und Behandlung?

Die Diagnose stellt der Tierarzt, indem er den Kot des Hundes oder der Katze und gegebenenfalls auch das Blut untersucht. Handelt es sich tatsächlich um einen Wurmbefall, ist es ratsam, ihn auf der Stelle zu behandeln. Andernfalls besteht die Gefahr, dass das Tier langfristig geschwächt wird und chronisch erkrankt. Bei Welpen kann starker Wurmbefall sogar lebensbedrohlich sein. Auch eine Übertragung auf den Menschen ist möglich. Daher ist eine Behandlung äußerst wichtig. Hierzu stehen dem Tierarzt verschiedene Wurmmittel für Hunde und Katzen in Form von Tabletten, Pasten oder Lösungen zur Verfügung. Außerdem raten Tierärzte zu regelmäßigen vorbeugenden Entwurmungen, um eine Infizierung von vornherein zu verhindern. Noch freiverkäuflich sind lediglich Bandwurmmittel zur Anwendung bei Hunden und Katzen, zum Beispiel die PHA Wurm Tropfen. Angeboten wird auch spezielles Kokosöl, welches zur Wurmprophylaxe und zur Unterstützung bei Wurmbefall helfen soll. Ergänzend zu der jährlichen Wurmkur gewähren Spot-ons für Katzen und Hunde, welche auf das Nackenfell aufgetragen werden, einen weiteren sicheren Schutz vor Parasiten, u.a. gegen Flöhe, die bekanntlich Bandwürmer übertragen können. Die Dosierung der entsprechenden Medikamente gegen Wurmbefall oder andere Parasiten richtet sich vorzugsweise nach Alter und Gewicht des Haustiers.

Kann auch eine Hauskatze Würmer bekommen?

Auch Hauskatzen, welche sich meist nur in der Wohnung aufhalten, können sich mit den parasitisch lebenden Würmern infizieren, wenn Eier und Wurmlarven an den Schuhen der Besitzer hereingetragen werden. Vielfach handelt es sich bei den Parasiten um sogenannte Faden- und Plattwürmer wie Band-, Spul- und Hakenwürmer. Eine Übertragung auf den Menschen ist mitunter möglich. Darum sollte bei Verdacht auf einen etwaigen Wurmbefall neben einer gezielten Wurmkur auch auf erhöhte Hygienemaßnahmen geachtet werden. Obwohl die meisten Würmer dem gesunden menschlichen Organismus kaum zusetzen, kann es vorkommen, dass speziell immunschwache Personen oder Kinder empfindlich auf den Parasitenbefall reagieren und aus diesem Grund möglicherweise mit größeren Beschwerden zu rechnen ist. Eine Vielzahl der Würmer hingegen sieht die Katze als Endwirt an. Die Innenschmarotzer (Endoparasiten) befallen die inneren Organe der Katze. Symptome, welche direkt auf eine Infektion hinweisen, treten meist erst bei längerem und größerem Befall auf und äußern sich zum Beispiel in: Gewichtsabnahme, Juckreiz und Haarausfall. Eine regelmäßige Entwurmung der Katze sollte gerade bei freilaufenden Katzen in regelmäßigen Abständen nach vorheriger Absprache mit dem behandelnden Veterinär erfolgen. Meist reicht eine ein- bis zweimal jährliche Entwurmung zur Prävention.

Welche Symptome können auftreten?

Die Symptome bei einem Wurmbefall sind sehr allgemein und unspezifisch und abhängig vom Alter des Haustieres, sowie der Wurmart.

Als mögliche Symptome kommen infrage:

  • Schwäche
  • Juckreiz am After
  • Ausscheidung von Bandwurmgliedern über Kot
  • blutiger Durchfall
  • Gewichtsverlust
  • Entzündungen an Darm oder Lunge
  • aufgeblähter Bauch bei Welpen
  • bei Herzwürmern: unregelmäßige Herzschläge

Achtung:Infizierungen mit Würmern zeigen häufig auf lange Zeit kaum Symptome, sodass sie oft gar nicht oder spät erkannt werden. Daher ist es ratsam, frühzeitig zum Tierarzt zu gehen, sobald Sie einige der oben genannten Auffälligkeiten bei Ihrem Haustier bemerken.

Autorin Pharmazieökonomin Grit Ritter

Über unsere Autorin:

Grit Ritter | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Seit über 20 Jahren bin ich im Pharmateam des Unternehmens verwurzelt. Grundlegend dafür ist die Leidenschaft für Gesundheitsthemen incl. Prävention. Regelmäßige Fortbildungen sind da essenziell. Neben Kundenberatung sind Betriebl. Gesundheitsmanagement, Haus- und Reiseapothekenchecks und pharmazeutisches Marketing Schwerpunkte meiner Tätigkeit bei mycare.de. Mehr erfahren

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Janet, Apothekerin bei mycare.de
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