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Wie entsteht Rosacea und was kann ich dagegen tun?

Von Lisa Stenschke, Apothekerin bei mycare.de
Aktualisiert: 13.10.2021

Rosacea

Etwa 2 bis 5 % der Erwachsenen in Deutschland leiden unter den Symptomen der Rosacea, Frauen sind häufiger betroffen als Männer, bei denen die Krankheit allerdings stärkere Auswirkungen zeigt. Die feinen Äderchen der Gesichtshaut sind dauerhaft geweitet, was zu einer Rötung der Gesichtshaut führt. Knötchen und eitrige Pusteln treten immer wieder auf. An Stirn, Wangen, Nase und Kinn zeigt sich die Rosacea meist besonders deutlich, es können aber auch Augen, die Brustregion oder der Nacken betroffen sein. Die Hauterkrankung verursacht Juckreiz und Schmerzen, außerdem kommt die psychische Belastung durch das sichtbare Erscheinungsbild der Rosacea hinzu.

Wie entsteht Rosacea?

Die genauen Ursachen für die Entstehung einer Rosacea sind noch nicht geklärt, es gibt allerdings eine Reihe von Erklärungsansätzen. Für die Entzündungsreaktion scheint eine Störung im angeborenen Immunsystem verantwortlich zu sein. Diese bewirkt zum Beispiel eine Immunreaktion gegen die Haarbalgmilben, die sich zwar auf jedermanns Haut befinden, aber die Rosacea-Haut überdurchschnittlich hoch besiedeln.

Eine Entzündung der Nerven scheint ebenfalls eine Rolle zu spielen, weshalb Rosacea-Patienten auch überempfindlich auf blutgefäßerweiternde Reize reagieren, wie zum Beispiel UV-Strahlung, Alkohol oder scharfe Speisen. Es kommt dadurch zu einem plötzlichen Rötungsschub, der wiederum vermehrte Durchblutung zur Folge hat.

Auch genetische Faktoren sind bei der Entstehung von Rosacea von Bedeutung, so tritt bei dieser Erkrankung eine familiäre Häufung auf. Ebenso scheinen hellhäutige Menschen aus West- und Nordeuropa häufiger zu erkranken.

Wie kann ich Rosacea behandeln?

Eine vollständige Heilung der chronischen Hauterkrankung gibt es leider nicht, aber zur Linderung von Rosacea kann einiges unternommen werden. Eine medikamentöse Behandlung dämmt Entzündungen und Infektionen der Haut ein. Wirkstoffe, die vom Arzt verordnet als Creme oder Gel lokal aufgetragen werden, sind zum Beispiel Metronidazol sowie Azelainsäure.

Bei schwereren Fällen von Rosacea wird die Einnahme von Tabletten notwendig. Die vor allem kosmetisch störenden Hautrötungen können mit mild deckendem Make-up gegebenenfalls gut kaschiert werden. Wichtig ist, bei der Auswahl von Kosmetika genau auf die Inhaltsstoffe zu achten, Medizinische Hautpflegeproduktepotheke sind mild und entsprechen den hohen Anforderungen der belasteten Haut. Enthalten ist meist auch ein hoher Lichtschutzfaktor, der UV-Strahlen abhält und so die Entstehung weiterer roter Äderchen verhindert. Des Weiteren mildert ein leicht grüner Reflektorkomplex Rötungen zusätzlich auf optische Weise und sorgt so für einen frischen und lebendigen Teint. Zudem sollten Betroffene lange Sonnenbäder meiden und das ganze Jahr über auf ausreichenden Sonnenschutz achten.

Autorin Apothekerin Lisa Stenschke

Über unsere Autorin:

Lisa Stenschke | Apothekerin in der Robert-Koch-Apotheke
Seit 6 Jahren bin ich Apothekerin und von Anfang an mit Herzblut hauptsächlich in den Vor-Ort-Apotheken von myCare e.K. im Einsatz. Eine kompetente, umfassende und vertrauensvolle Beratung der Patienten ist mir sehr wichtig. Auch bei Instagram und Facebook freue ich mich bei "Frag Lisa" auf das Interesse an unseren Produkten. Mehr erfahren

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Martina, Marketing bei mycare.de

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