5 Fragen zu Gliederschmerzen
✓ Pharmazeutisch geprüft - Lesezeit: 2 Minuten
Von Birgit Wickner,
Pharmazieingenieurin bei mycare.de
Aktualisiert: 25.09.2025
Gliederschmerzen sind Schmerzen in Muskeln, Gelenken oder Knochen der Gliedmaßen. Sie treten häufig als Symptom eines grippalen Infekts auf, können aber auch durch andere Infektionen, chronische Krankheiten wie Arthritis, Diabetes oder Überlastung verursacht werden. Für die Behandlung akuter, infektiöser Schmerzen eignen sich rezeptfreie Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol. Aber auch Hausmittel wie Wärme, Kälte oder Bettruhe können eine Linderung verschaffen. Falls Gliederschmerzen länger anhalten oder nicht mit einem Infekt in Verbindung stehen, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden, um eine geeignete Behandlung einzuleiten.
Gliederschmerzen - kurz erklärt
Grundsätzlich werden unter dem Begriff Gliederschmerzen alle Schmerzen zusammengefasst, die von Muskeln, Gelenken oder Knochen ausgehen und die Extremitäten des ganzen Körpers betreffen.
Hier können sie auftreten:
- Arme
- Hände
- Finger
- Beine
- Füße
- Zehen
Nicht immer sind jedoch alle Extremitäten gleichzeitig betroffen. Je nach Ursache können Gliederschmerzen auch symmetrisch auf die Arme beziehungsweise die Beine beschränkt bleiben oder nur in einzelnen Extremitäten auftreten.
Zudem können Gliederschmerzen vorübergehend oder chronisch auftreten. Dabei werden sie in einigen Fällen nur sehr schwach und wenig störend empfunden. In anderen Fällen beeinträchtigen die dauerhaft ziehenden Schmerzen jedoch massiv das allgemeine Wohlbefinden. In der Regel treten sie dann nicht plötzlich auf, sondern entwickeln sich schleichend.

Mögliche Ursachen von Gliederschmerzen
Gliederschmerzen werden meistens durch harmlose Infekte, wie eine Erkältung, ausgelöst. Die echte Grippe sowie andere Infektionskrankheiten können allerdings auch die Schmerzen an den Gliedern auslösen. Dazu zählen unter anderem:
- Masern
- FSME
- Mumps
Welche Ursache den Gliederschmerzen zu Grund liegt, kann zudem an den betroffenen Gliedern erkannt werden. Akute Armschmerzen können beispielsweise auf einen Tennisarm oder eine akute Sehnenentzündung hindeuten. Beinschmerzen können durch eine Reizung des Ischiasnervs entstehen oder durch eine Schleimbeutelentzündung an der Hüfte. Auch ein Fersensporn oder Verspannungen der Oberschenkelmuskulatur können für Gliederschmerzen in den Beinen sorgen.
Während akute Gliederschmerzen infolge einer Infektion nur vorübergehend auftreten und mit Abklingen des Infekts verschwinden, können nervenbedingte Schmerzen chronisch verlaufen. Wenn Sie Schmerzen in Ihren Gliedern haben und kein grippaler Infekt vorliegt, sollten Sie daher am besten Ihren Arzt aufsuchen.
Entstehung chronischer Gliederschmerzen
Verschiedene Erkrankungen können zu chronischen Gliederschmerzen führen. Dazu gehören entzündliche Gelenkserkrankungen wie Arthrose, Gicht oder Weichteilrheuma. Osteoporose, Diabetes und Durchblutungsstörungen sind weitere Gründe für chronisch verlaufende Gliederschmerzen. Diese Erkrankungen sollten ärztlich behandelt werden, daher ist die Abklärung der Ursache wichtig.
Neben den genannten Krankheiten gibt es auch noch andere Faktoren, die das Entstehen von chronischen Gliederschmerzen begünstigen können. Dazu zählt unter anderem der Lebensstil – durch Rauchen, Alkohol oder Übergewicht steigt das Risiko für die schmerzenden Glieder. Auch Fehlstellungen oder Überlastungen können diese Schmerzen auslösen.
Behandlung von Gliederschmerzen
Altbekannte Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Ibuprofen können bei Erkältungsschmerzen schnell und unkompliziert Linderung verschaffen. Sie wirken schmerzlindernd und gleichzeitig fiebersenkend. Ibuprofen und Acetylsalicylsäure haben zusätzlich auch noch einen entzündungshemmenden Effekt.
Folgende Einschränkungen gelten:
- Bei Kindern darf der Wirkstoff Acetylsalicylsäure unter 12 Jahren nicht ohne ärztliche Aufsicht zum Einsatz kommen und bei Paracetamol muss die Dosierung mit höchster Sorgfalt erfolgen.
- Schwangere und Stillende sollten vor Einnahme eines Schmerzmedikaments immer erst ihren Arzt um Rat fragen.
- Bei chronischen Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Lebererkrankungen sollten Sie vor der Einnahme der Medikamente ärztlichen Rat einholen.
Durch einen Zusatz von Vitamin C in einigen Mitteln wird das Immunsystem zusätzlich unterstützt. Viele Präparate werden in Form von Brausetabletten, Heißgetränken oder Granulaten angeboten. Da diese Arzneimittel schon in gelöster Form eingenommen werden, wird der Zeitraum bis zum Eintritt der Wirkung verkürzt.
Hausmittel bei Gliederschmerzen
Akute Gliederschmerzen, die in Folge eines harmlosen Infekts auftreten, können mit Ruhe behandelt werden. Durch Bettruhe kann zudem auch der ursächliche Infekt auskuriert werden. Je nach Typ kann außerdem Wärme oder Kälte gegen die Schmerzen helfen. Ein warmes Kirschkernkissen kann beispielsweise auf die schmerzenden Glieder gelegt werden und für Linderung sorgen. Bei Kälte empfiehlt sich eher eine kühle Kompresse oder auch kalte Wadenwickel. Hausmittel haben allerdings ihre Grenzen. Länger auftretende Gliederschmerzen sollten ärztlich abgeklärt werden.
Häufig gestellte Fragen rund um Gliederschmerzen
Allgemeiner Hinweis: In unseren Ratgebern verwenden wir für die bessere Lesbarkeit überwiegend das generische Maskulinum. Gemeint sind damit aber auch Angehörige des weiblichen Geschlechts und anderer Geschlechtsidentitäten.

Über unsere Autorin:
Birgit Wickner | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Als Pharmazieingenieurin liegt mir die Gesundheit unserer Kunden am Herzen. Um dahingehend optimal beraten zu können, bilde ich mich regelmäßig fort. Mehr über B. Wickner
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