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Was ist ein Gerstenkorn?

Von Ulrike Wendt, PTA bei mycare.de
Aktualisiert: 21.09.2021

Gerstenkorn

Ein Gerstenkorn ist eine Entzündung am Augenlid, die sehr schmerzhaft ist. Es gibt zwei verschiedene Formen, die meist durch Bakterien ausgelöst werden. Sie sind damit grundsätzlich ansteckend. Eine Behandlung ist dennoch nicht in allen Fällen erforderlich. Beim Gerstenkorn wird zwischen dem inneren und äußeren Gerstenkorn unterschieden. Beim inneren Gerstenkorn ist die Innenseite des Augenlids betroffen. Hier sind es die Liddrüsen, die sich bei einer Infektion entzünden. Nach außen kann sich das als Schwellung zeigen, die nicht unbedingt mit einem Gerstenkorn in Verbindung gebracht wird. Das ist bei einem äußeren Gerstenkorn anders. Hier sind die Drüsen am Lidrand betroffen und diese Entzündung ist deutlich sichtbar. Auslöser sind zumeist Bakterien. Eine Behandlung ist nicht zwingend erforderlich, denn in den meisten Fällen öffnet sich das Gerstenkorn von selbst. Bei unklaren Beschwerden oder Symptomatik empfiehlt es sich trotzdem, einen Augenarzt zu konsultieren. Eine Augensalbe mit bewährter Kombination aus Sonnenhut, Augentrost und Ringelblume kann mehrmals täglich in den Bindehautsack eingebracht werden und hilft, die Schwellung zu verringern und die Reifung zu beschleunigen.

Ist es ansteckend?

Betroffene sollten auf die Hygiene achten, da das Gerstenkorn ansteckend ist. Bei Erwachsenen besteht im Normalfall nur ein geringes Risiko, dass sie durch Unachtsamkeit auch das zweite Auge infizieren. Das ist bei Kindern anders. Wenn das betroffene Auge schmerzt, lassen sie sich kaum davon abhalten, die Stelle zu berühren. Und so erhöht sich auch das Risiko der Ansteckung. Aber nicht nur das zweite Auge kann sich anstecken. Die Infektion kann sich auch auf die Augenhöhle ausbreiten. Das Kind muss zwar nicht das Bett hüten und braucht auch nicht zu Hause zu bleiben, es empfiehlt sich bei Kindern aber, früh den Augenarzt aufzusuchen, damit das Gerstenkorn behandelt wird. Trockene Wärme durch Bestrahlung mit Rotlicht kann die „Reifung“ des Gerstenkorns fördern und den Durchbruch des Eiters somit beschleunigen. Auf keinen Fall darf eigenmächtig an der Schwellung gedrückt oder manipuliert werden. Wenn überhaupt nötig, wird dies nur durch den Augenarzt fachgerecht durchgeführt.

Was kann man dagegen tun?

Eltern kleiner Kinder sollten bei den ersten Symptomen bereits einen Augenarzt aufsuchen. Folgende Anzeichen deuten auf ein Gerstenkorn hin:

  • Das Augenlied schwillt an
  • Das Kind erklärt, dass etwas im Auge ist
  • Das Kind klagt über Schmerzen
  • Das betroffene Auge juckt
  • Die Bindehaut ist gerötet

Sehr kleine Kinder werden sich nur in den Augenbereich fassen und vielleicht weinen. Diese Anzeichen und die gerötete Bindehaut, wie auch die Schwellung, sind wichtige Signale. Es gibt Kinder, die besonders anfällig für ein Gerstenkorn sind. Hier muss geprüft werden, was der Grund ist. Ein schwaches Immunsystem kann ein Gerstenkorn begünstigen. Mangelnde Hygiene ist ebenfalls ein verstärkender Faktor. Die Erkrankung kann aber auch mit dem Spielumfeld des Kindes zusammenhängen. Es ist also zu klären, wo sich das Kind mit den Erregern infiziert.

Autorin PTA Ulrike Wendt

Über unsere Autorin:

Ulrike Wendt | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Ich bin seit 17 Jahren Pharmazeutisch-technische Assistentin bei mycare.de. Aufgrund der langen Berufserfahrung und der regelmäßigen Fortbildung sind wir schon Experten in Gesundheitsthemen. Mehr erfahren

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Martina, Marketing bei mycare.de

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