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Was tun bei Fieberkrämpfen bei Babys und Kleinkindern?

Von Grit Ritter, Pharmazieökonomin bei mycare.de
Aktualisiert: 10.03.2022

Fieberkrampf

Von Fieberkrämpfen, die erst auftreten, wenn das Fieberthermometer 39° C anzeigt, sind überwiegend Babys und Kleinkinder im Alter von sechs Monaten bis fünf Jahren betroffen. Die meisten Kinder, die mit Fieberkrampf in der Klinik vorgestellt werden, sind zwischen 14 und 18 Monate alt. Wobei Jungen häufiger Fieberkrämpfe bekommen als Mädchen. Lesen Sie hier, wie sich ein Fieberkrampf zeigt, was die Ursachen sind und wie Sie Ihrem Baby während eines Krampfes unterstützen können.

Wie verläuft ein Fieberkrampf?

Wer zum ersten Mal einen Fieberkrampf eines fiebernden Babys miterlebt, wird sehr erschrocken und besorgt sein. Besonders Eltern reagieren ängstlich und panisch, denn sie sind oft ratlos und völlig überfordert. Sie wissen nicht, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Denn ein vom Fieberkrampf geplagtes Kind kann mit verdrehten Augen in Bewusstlosigkeit fallen. Dabei werden oft Arme und Beine steif und beginnen wie bei epileptischen Anfällen zu zucken.
Trotz des großen Schreckens, den Eltern beim ersten Auftreten eines solchen Fieberkrampfes bei ihrem Kind bekommen, ist Ruhe und Besonnenheit gefragt. Besonders wichtig ist es in diesen Momenten darauf zu achten, dass sich das Kind während des Fieberkrampfes nicht verletzten kann.

Sind Fieberkrämpfe für mein Baby gefährlich?

Erfreulicherweise tritt aber das hohe Fieber mit den heimtückischen Krämpfen bei ansonsten gesunden Kindern recht selten auf. Nur ungefähr vier Prozent aller Kinder werden während ihrer jüngsten Jahre von Fieberkrämpfen heimgesucht. Auslöser eines Fieberkrampfes sind zumeist Erkältungen. Mögliche Verursacher sind aber auch die Mittelohrentzündung, wie auch diverse Infektionskrankheiten. Ein weiterer theoretischer Auslöser kann eine Impfung sein. Konkrete Ursachen für die Ausbildung von Fieberkrämpfen sind jedoch nicht bekannt. Meist löst sich der Krampf nach einigen Minuten (2-3 Minuten) von selbst wieder auf und gehört damit zu der eher harmlosen Verlaufsform. Doch sollte die Dauer und die Intensität der Krämpfe aufmerksam beobachtet werden. Gegebenenfalls sollte unbedingt während des Fieberkrampfes ein Notarzt geholt werden. Nur ein Arzt kann anhand der von den Eltern geschilderten Symptome beurteilen, ob der Verlauf des Krampfanfalls als harmlos einzustufen ist oder ob es sich um einen komplizierten Fieberkrampf handelt. In jedem Falle gilt, das Kind nach dem erstmaligen Auftreten eines Fieberkrampfes zur Untersuchung dem Kinderarzt vorzustellen.

Auf diese Symptome bei Kinder sollten Sie vor Fieberkrämpfen achten

Fühlt sich die Körpertemperatur Ihres Kindes heiß an und die Körpertemperatur steigt sehr schnell auf über 39° C, kann das die Vorstufe zu einem Fieberkrampf sein. Ferner kann die Reaktion nachlassen und das Kind ist nicht ansprechbar. Achten Sie auf die Augen Ihres Kindes. Ein starrer Blick oder gar verdrehte Augen können einer kurzen Bewusstlosigkeit vorausgehen. Bei einem typischen Verlauf krampft der gesamte Körper. Es ist aber auch möglich, dass nur einzelne Gliedmaßen verkrampfen. Die Symptome sind:

  • verkrampfte Muskeln
  • blasse bis bläuliche Gesichtsfarbe
  • Atembeschwerden

Ist der Krampfanfall überstanden, kommt das Kind nur langsam wieder richtig zu sich. Es ist müde und kann sich meist an den Krampfzustand nicht erinnern

Die Behandlung des Fieberkrampfes

Grundsätzlich gehört das Kind mit Fieberkrampf sofort in ärztliche Behandlung. In den meisten Fällen wird der Krampf vorbei sein, bis es im Krankenhaus angekommen ist. Trotzdem ist der sofortige Arztbesuch aus zwei Gründen wichtig:

  1. Der Arzt stellt eine genaue Diagnose und klärt, was für eine Erkrankung vorliegt.
  2. Fieberkrämpfe können sich wiederholen. Mit den erforderlichen Medikamenten lässt sich der Fieberkrampf unterbrechen.

Gute Prognose bei Fieberkrämpfen

Bei einer frühen ärztlichen Betreuung besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder die Fieberkrämpfe ohne Folgeschäden überstehen. Die ärztliche Behandlung ist auch für die Eltern wichtig. Denn Fieberkrämpfe können sehr bedrohlich aussehen, sind aber nur in wenigen Fällen gefährlich. In der Klinik werden die Eltern umfassend aufgeklärt und bekommen so Sicherheit für den Umgang mit dem Fieberkrampf. Von diesem Wissen profitiert auch das Kind.

Autorin Pharmazieökonomin Grit Ritter

Über unsere Autorin:

Grit Ritter | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Seit über 20 Jahren bin ich im Pharmateam des Unternehmens verwurzelt. Grundlegend dafür ist die Leidenschaft für Gesundheitsthemen incl. Prävention. Regelmäßige Fortbildungen sind da essenziell. Neben Kundenberatung sind Betriebl. Gesundheitsmanagement, Haus- und Reiseapothekenchecks und pharmazeutisches Marketing Schwerpunkte meiner Tätigkeit bei mycare.de. Mehr erfahren

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Janet, Apothekerin bei mycare.de
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