Taubes Ohr? Alle Infos zum Hörsturz
✓ Medizinisch geprüft - Lesezeit: 2 Minuten
Von Dr. Leonie
Dolder, Medizinjournalistin
Aktualisiert: 22.09.2025
Ein Hörsturz ist ein plötzlicher, meist einseitiger Hörverlust ohne erkennbare äußere Ursache. Er unterscheidet sich von Tinnitus, dem bloßen Wahrnehmen von Ohrgeräuschen. Typische Symptome sind eine plötzliche Hörminderung, Druckgefühl im Ohr und Schwindel. Die genauen Ursachen sind oft unklar, aber Durchblutungsstörungen oder Virusinfektionen werden vermutet. Häufig heilt ein Hörsturz von selbst innerhalb von Tagen oder Wochen. Bei anhaltenden Symptomen sollte jedoch ein Arzt aufgesucht werden, da eine frühzeitige Behandlung die Heilungschancen verbessern kann. Vorbeugend wirken Lärmkontrolle und Stressvermeidung.
Hörsturz - Definition
Ein Hörsturz tritt auf, wenn es zu einer plötzlichen, meist einseitigen Hörminderung kommt, die ohne erkennbare äußere Ursache auftritt. Der Begriff "Hörsturz" beschreibt einen plötzlichen, oft unerklärlichen Hörverlust auf einem Ohr. Der Begriff soll verdeutlichen, dass der Hörverlust abrupt und unvorhersehbar eintritt, ähnlich wie ein plötzlicher Sturz oder Fall. Ein Hörsturz ist meist einseitig, also ein Ohr betreffend. In nur 5% der Fälle tritt er beidseitig, also in beiden Ohren, auf.

Unterschied zwischen Hörsturz und Tinnitus
Tinnitus und Hörsturz sind zwei verschiedene Hörsymptome mit unterschiedlichen Merkmalen:
- Tinnitus bezieht sich auf das Wahrnehmen von Geräuschen im Ohr, die nicht durch externe Schallquellen verursacht werden. Diese Geräusche können als Klingeln, Summen, Zischen oder Rauschen wahrgenommen werden. Tinnitus ist oft chronisch und kann mit verschiedenen Ursachen wie Lärmschäden, Altersbedingungen, Ohrverletzungen oder sogar Stress verbunden sein.
- Ein Hörsturz hingegen ist durch einen plötzlichen, oft einseitigen Hörverlust gekennzeichnet. Es tritt ohne erkennbare äußere Ursache auf. Die Betroffenen können den Hörverlust schlagartig oder über einen kurzen Zeitraum bemerken. Ein Hörsturz kann von Begleitsymptomen wie Ohrgeräuschen, Druck im Ohr oder Schwindel begleitet sein.
Symptome eines Hörsturzes
Typische Symptome eines Hörsturzes sind ein plötzlicher Hörverlust, Ohrgeräusche, Druckgefühl im Ohr und Schwindel.
Arztbesuch bei akutem Hörsturz
Eine frühzeitige ärztliche Intervention kann die Chancen auf eine vollständige Genesung verbessern. Häufig lässt ein Hörsturz innerhalb von 24 Stunden nach dem Auftreten wieder nach und verschwindet von selbst. Ist die Schwerhörigkeit jedoch besonders stark und wird sie von anderen Symptomen – zum Beispiel Schwindel – begleitet, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Ein Hörsturz kann von Person zu Person unterschiedlich verlaufen, und es gibt keine feste Regel, wie lange er dauert. In vielen Fällen verbessert sich das Gehör jedoch innerhalb von Tagen bis Wochen.
Ursachen eines Hörsturzes
Die genauen Ursachen für einen Hörsturz sind oft nicht eindeutig geklärt. Es wird angenommen, dass Durchblutungsstörungen im Innenohr eine Rolle spielen können, da dies zu einer unzureichenden Versorgung der Hörsinneszellen mit Sauerstoff und Nährstoffen führen könnte. Auch Virusinfektionen, insbesondere im Zusammenhang mit Erkältungen oder Grippe, werden als mögliche Auslöser betrachtet. Darüber hinaus können Stress, hoher Blutdruck, Rauchen und Diabetes als Risikofaktoren gelten, die die Entstehung eines Hörsturzes begünstigen können.
Risikofaktoren
Risikofaktoren für einen Hörsturz umfassen Durchblutungsstörungen, Rauchen, hoher Blutdruck, Diabetes und psychischer Stress. Das typische Alter für einen Hörsturz variiert, aber er tritt häufiger im mittleren Lebensalter auf, also etwa zwischen 30 und 60 Jahren. Es kann jedoch Menschen in jedem Alter betreffen.
Vorbeugung eines Hörsturzes
Obwohl es keine sichere Vorbeugung gibt, können Maßnahmen wie Stressreduktion, gesunde Lebensgewohnheiten und Gehörschutz vor lauten Geräuschen das Risiko verringern. Es wird daher empfohlen, auf eine gesunde Lebensweise zu achten, den Lärmpegel zu kontrollieren, regelmäßige Ruhepausen für die Ohren einzuplanen und das Rauchen zu vermeiden.
Behandlung eines Hörsturzes
Die Behandlung eines Hörsturzes kann medikamentös erfolgen durch Kortisontabletten. Eine frühzeitige ärztliche Betreuung ist entscheidend. Viele Menschen erholen sich von einem Hörsturz ohne spezifische medizinische Intervention. Die meisten Fälle verbessern sich innerhalb von Tagen bis Wochen von selbst. Ruhe, Stressvermeidung und eine gesunde Lebensweise können dazu beitragen. Dennoch ist es wichtig, bei anhaltenden oder schweren Symptomen einen Arzt aufzusuchen.
Literatur:
- https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC10071945/
Häufig gestellte Fragen rund um den Hörsturz
Allgemeiner Hinweis: In unseren Ratgebern verwenden wir für die bessere Lesbarkeit überwiegend das generische Maskulinum. Gemeint sind damit aber auch Angehörige des weiblichen Geschlechts und anderer Geschlechtsidentitäten.

Über unsere Autorin:
Dr. Leonie Dolder | Ärztin
Ich bin Ärztin und medizinische Autorin aus Leidenschaft. Es liegt mir am Herzen, den Menschen Gesundheitsthemen näher zu bringen und Medizin verständlich zu erklären, denn ein gut informierter und aufgeklärter Patient kann sich besser um sein größtes Gut - seine Gesundheit - kümmern.
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