Fußpilz: Symptome, Ursachen und Tipps

✓ Pharmazeutisch geprüft - Lesezeit: 5 Minuten

Von Dr. Leonie Dolder, Medizinjournalistin
Aktualisiert: 25.09.2025

Ein Man sitzt auf einer Couch & hält sich den linken Fuß

Fußpilz (Tinea pedis) ist eine häufige Pilzinfektion der Haut, die durch feucht-warme Bedingungen begünstigt wird. Die Ansteckung erfolgt oft in öffentlichen Bereichen wie Schwimmbädern durch den Kontakt mit infizierten Hautschuppen. Typische Symptome sind Juckreiz, Rötung, Schuppenbildung und Bläschen. Wobei die Behandlung mit antimykotischen Cremes oder Sprays, oder in schweren Fällen auch mit Tabletten erfolgt. Um Rückfälle zu vermeiden, sollte die Therapie konsequent durchgeführt werden. Vorbeugende Maßnahmen umfassen gute Fußhygiene, atmungsaktives Schuhwerk und das Meiden von Barfußlaufen an öffentlichen Orten, besonders in Schwimmbädern.


Ursache für Fußpilz

Fußpilz entsteht durch Pilze, die besonders in feuchter und warmer Umgebung gut gedeihen. Typische Orte, an denen die Infektion auftritt, sind Schwimmbäder, Duschen in Sportanlagen oder Umkleiden, wo die Pilzsporen leicht von Person zu Person übertragen werden. Bakterien und andere Keime können die Haut zusätzlich schwächen, sodass die Infektion leichter Fußsohlen, Zehen und die Zwischenräume der Zehen befällt. Geschädigte Haut, zum Beispiel durch Risse, Verletzungen oder trockene Haut, begünstigt die Ansteckung deutlich. Besonders anfällig sind die Zehenzwischenräume und die Fußsohlen, da hier Feuchtigkeit leicht eingeschlossen wird und der Pilz ideale Bedingungen findet.

Es gibt bestimmte Risikogruppen: Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder chronischen Erkrankungen wie Diabetes, haben ein erhöhtes Risiko. Auch Personen, die lange Zeit in geschlossenen, feuchten Schuhen verbringen – zum Beispiel Sportler oder Handwerker – sind häufiger betroffen. Wer regelmäßig öffentliche Schwimmbäder oder Saunen nutzt, kann sich ebenfalls leichter anstecken. Zudem kann Nagelpilz an den Zehen die Ausbreitung von Fußpilz fördern.

Pilze mögen warme, feuchte Bedingungen, deshalb entsteht Juckreiz zwischen den Zehen oft bei zu viel Schwitzen oder in engen Schuhen. Rötung, Bläschen, Risse, schuppende Haut und starker Juckreiz an Fußsohlen und Zehen sind typische Anzeichen für Fußpilz. Je früher die Infektion erkannt wird, desto einfacher ist die Behandlung, und desto schneller können Juckreiz, Bläschen und Hautveränderungen verschwinden.

Fußpilz vorbeugen vor ersten Anzeichen

Um Fußpilz vorzubeugen, bevor erste Anzeichen wie Jucken zwischen den Zehen, Rötung oder Bläschen auftreten, gibt es einige bewährte Maßnahmen, die das Risiko einer Infektion deutlich senken.

Trockene und saubere Füße sind der wichtigste Schutz, da Pilze besonders in feuchten und warmen Bereichen wie den Zehenzwischenräumen gut gedeihen. Nach dem Duschen oder Schwimmen sollten Füße gründlich abgetrocknet werden, besonders zwischen den Zehen. Risse in der Haut oder Verletzungen begünstigen die Infektion, deshalb sollte geschädigte Haut gepflegt und kleine Wunden behandelt werden.

In öffentlichen Schwimmbädern, Saunen oder Duschen sind Fußpilzsporen häufig. Hier helfen Badeschuhe oder Flip-Flops, um direkten Kontakt mit Pilzen und Bakterien zu vermeiden. Auch das regelmäßige Wechseln von Socken und das Tragen von atmungsaktiven Schuhen reduziert die Feuchtigkeit an Fußsohlen und Zehen und senkt so das Risiko.

Wer bereits Nagelpilz hat, sollte besonders vorsichtig sein, da sich die Infektion auf die Haut zwischen den Zehen ausbreiten kann. Auch das Vermeiden von geteilten Handtüchern oder Fußpflegeutensilien schützt vor einer Übertragung.

Trockene, gepflegte Füße, saubere Schuhe, Schutz in öffentlichen Bereichen und Vorsicht bei geschädigter Haut sind die effektivsten Maßnahmen, um Fußpilz vorzubeugen, bevor es zu Jucken, Bläschen oder Rissen kommt.

Symptome bei Fußpilz

  • Jucken zwischen den Zehen – typisches erstes Zeichen der Infektion.
  • Rötung und Hautveränderungen an den Zehen und Fußsohlen.
  • Bläschen oder kleine Flüssigkeitsansammlungen auf der Haut.
  • Risse in der Haut, besonders an den Zehenzwischenräumen.
  • Schuppende oder dicke Haut auf den Fußsohlen.
  • Nagelpilz kann gleichzeitig auftreten, besonders an den Zehen.
  • Starker Juckreiz, manchmal auch Brennen.
  • Bakterien-Infektionen können sich zusätzlich entwickeln, wenn die Haut verletzt ist.

Diese Anzeichen für Fußpilz treten oft zuerst zwischen den Zehen auf, können sich aber auf Fußsohlen und Zehen ausbreiten. Je früher man die Infektion erkennt, desto leichter ist die Behandlung.

Behandlung von Fußpilz

Die Behandlung von Fußpilz erfolgt mit Antimykotika, entweder in Form von Cremes, Sprays oder oralen Medikamenten. Es ist wichtig, geduldig zu sein und die Behandlung konsequent durchzuführen, selbst wenn die Symptome verschwinden. Die Behandlung sollte bei einem Fußpilz rechtzeitig begonnen werden. Fusspilz ist ungefährlich und heilt bei schneller, konsequenter Therapie folgenlos ab. Bei einem fortgeschritteneren und großflächigem Pilzbefall kann zusätzlich die Einnahme von Tabletten erforderlich sein. Somit wird der Pilz auch von innen bekämpft.

 Info: Antimykotika wirken auf zwei verschiedenen Weisen: Die einen haben eine fungizide Wirkung, das heißt sie töten die vorhandenen Pilze ab, und die anderen haben eine fungistatische Wirkung – diese hemmen die Vermehrung der Pilze.

Hausmittel gegen Fußpilz

Ja, es gibt einige Hausmittel, die zur Linderung von Fußpilzsymptomen beitragen können. Dazu gehören das regelmäßige Waschen und Trocknen der Füße, die Anwendung von Teebaumöl oder Essig, sowie das Tragen von atmungsaktiven Schuhen. Ein weiteres beliebtes Hausmittel gegen Fußpilz ist Backpulver. Gemeinsam mit seinem Vetter Natron werden ihm heilende Eigenschaften gegen Fußpilz zugeschrieben. Manchmal werden gegen Fußpilz auch Fußbäder mit bestimmten Kräutern empfohlen oder das Auftragen von Apfelessig. Diese Hausmittel wurden jedoch bislang nicht in guten Studien erprobt.

Folgende Punkte sollte man bei Fußpilz unterlassen:

  • Kratzen Sie nicht an den betroffenen Stellen, da dies die Haut reizen und Infektionen fördern kann.
  • Beenden Sie die vorgeschriebene Behandlungsdauer nicht vorzeitig, auch wenn die Symptome abklingen. Ein vorzeitiges Absetzen kann zu Rückfällen führen.
  • Vermeiden Sie feuchte Schuhe oder Socken, da Pilze in feuchten Umgebungen gedeihen.
  • Meiden Sie das Barfußlaufen in Umkleidekabinen, Schwimmbädern oder anderen öffentlichen Orten, um eine Ansteckung zu verhindern.

Folgen einer unbehandelten Fußpilzinfektion

Wenn Fußpilz unbehandelt bleibt, kann er sich ausbreiten und zu Komplikationen führen. Ohne Behandlung kann sich die Hautkrankheit verschlimmern und einen chronischen Verlauf nehmen. Durch die Risse in der Haut, die durch den Pilz auftauchen, können Bakterien in die Haut gelangen. Es ist wichtig, Fußpilz frühzeitig zu behandeln, um weitere Probleme zu vermeiden.

Arztbesuch bei Fußpilz aufgrund von Symptomen

Bei Fußpilz ist nicht jeder Juckreiz zwischen den Zehen gleich ein Fall für den Arzt, aber bestimmte Symptome sollten unbedingt ärztlich abgeklärt werden. Ein Arztbesuch ist sinnvoll, wenn folgende Anzeichen für Fußpilz auftreten:

  • Starke Rötung, Bläschen oder großflächige Hautveränderungen an Zehen und Fußsohlen.
  • Tiefe Risse in der Haut, die sich entzünden oder stark schmerzen.
  • Starker Juckreiz, der trotz eigener Behandlung nicht nachlässt.
  • Ausbreitung des Fußpilzes auf Nagelplatten (Nagelpilz), der sich verdickt, verfärbt oder bröckelt.
  • Sekundärinfektionen durch Bakterien, erkennbar an Eiter, Schwellung oder starkem Schmerz.
  • Chronische oder wiederkehrende Infektionen, besonders bei Risikogruppen wie Diabetikern oder Menschen mit geschwächter Hautbarriere.

Wenn eines dieser Symptome auftritt, kann der Arzt eine gezielte Diagnose stellen, die Infektion von anderen Hautproblemen unterscheiden und eine passende Behandlung verschreiben. Rechtzeitiges Handeln verhindert, dass Fußpilz sich auf Fußsohlen, Zehen oder Nagelplatten ausbreitet und die Haut dauerhaft schädigt. Zur Behandlung eignen sich topische Antimykotika für Hautinfektionen oder systemische Medikamente bei Nagelpilz oder schweren Infektionen.

Gefahr durch Fußpilz

Fußpilz wird fast immer durch Pilzsporen übertragen, die sich auf feuchter Haut, in Schuhen oder auf Böden in Schwimmbädern, Duschen und Umkleiden halten. Auch Bakterien können die Hautbarriere schwächen und eine Infektion erleichtern. Unbehandelter Fußpilz kann sich auf Nägel ausbreiten (Nagelpilz). Es können Sekundärinfektionen durch Bakterien entstehen, besonders bei offenen Rissen oder geschwächter Haut. Chronischer Fußpilz kann dauerhafte Hautschäden verursachen und die Schutzbarriere der Haut langfristig schwächen. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Diabetes oder Durchblutungsstörungen kann eine einfache Fußpilzinfektion schwerwiegender verlaufen, weil sich die Infektion schneller ausbreitet und die Hautbarriere stärker geschädigt wird.

Abgrenzung von Fußpilz zu anderen Erkrankungen

Häufige Erkrankungen, die man mit Fußpilz verwechseln kann, sind:

  • Ekzeme (z. B. Kontaktekzem oder allergisches Ekzem): Rötung, Juckreiz, Bläschen oder schuppende Haut können wie Fußpilz wirken. Anders als Fußpilz treten Ekzeme oft nicht nur zwischen den Zehen, sondern auch an anderen Körperstellen auf.
  • Psoriasis (Schuppenflechte): Verdickte, schuppende Haut auf den Fußsohlen kann mit dem Mokassintyp des Fußpilzes verwechselt werden. Nagelveränderungen treten auch hier auf, aber die Ursache ist entzündlich, nicht infektiös.
  • Bakterielle Hautinfektionen: Rötung, Blasenbildung, nässende Stellen können ähnlich wie Fußpilz erscheinen. Bakterien verursachen oft stärkeren Schmerz oder Fieber, was bei Fußpilz selten ist.
  • Dyshidrotisches Ekzem (Blasenekzem): Kleine Bläschen auf Zehen und Fußsohlen mit starkem Juckreiz. Blasen enthalten meist klare Flüssigkeit, während Fußpilz häufig schuppige Haut, Risse und Juckreiz zwischen den Zehen zeigt.
  • Hyperkeratose oder Hornhautverdickung: Dicke, schuppige Haut an Fußsohlen oder Zehen kann wie Mokassin-Fußpilz aussehen. Kein Juckreiz zwischen den Zehen und keine Bläschen, typisch für Pilzinfektion.
  • Nagelpilz ohne Hautbeteiligung: Verfärbte, verdickte Nägel können fälschlicherweise als Fußpilz interpretiert werden. Oft keine Risse, eher Bläschen oder Juckreiz zwischen den Zehen vorhanden.




Häufig gestellte Fragen rund um den Fußpilz

Was ist Fußpilz und wie entsteht er?
Welche Symptome weisen auf Fußpilz hin?
Wie kann man Fußpilz vorbeugen?
Wie wird Fußpilz behandelt?
Was passiert, wenn Fußpilz nicht behandelt wird?
Gibt es Hausmittel gegen Fußpilz?
Wann sollte man bei Fußpilz einen Arzt aufsuchen?

Allgemeiner Hinweis: In unseren Ratgebern verwenden wir für die bessere Lesbarkeit überwiegend das generische Maskulinum. Gemeint sind damit aber auch Angehörige des weiblichen Geschlechts und anderer Geschlechtsidentitäten.

Autorin Ärztin Dr. Leonie Dolder

Über unsere Autorin:

Dr. Leonie Dolder | Ärztin
Ich bin Ärztin und medizinische Autorin aus Leidenschaft. Es liegt mir am Herzen, den Menschen Gesundheitsthemen näher zu bringen und Medizin verständlich zu erklären, denn ein gut informierter und aufgeklärter Patient kann sich besser um sein größtes Gut - seine Gesundheit - kümmern.
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