Pfeiffersches Drüsenfieber – Alle Fakten zur Kusskrankheit
✓ Medizinisch geprüft - Lesezeit: 3 Minuten
Von Dr. Leonie
Dolder, Medizinjournalistin
Aktualisiert: 23.09.2025
Pfeiffersches Drüsenfieber, auch Kusskrankheit genannt, ist eine weit verbreitete Virusinfektion, die vom Epstein-Barr-Virus ausgelöst wird. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch Speichel, weshalb sie besonders bei Jugendlichen verbreitet ist. Symptome ähneln denen einer Grippe und umfassen Fieber, Halsschmerzen, geschwollene Mandeln und Lymphknoten. Eine spezifische medikamentöse Behandlung gibt es nicht, stattdessen werden Schmerzen und Fieber mit entzündungshemmenden Mitteln gelindert. Aufgrund der möglichen Milzschwellung ist es wichtig, für etwa acht Wochen Sport zu meiden, um einen Milzriss zu verhindern.
Pfeiffersche Drüsenfieber - kurz erklärt
Das Pfeifferische Drüsenfieber ist eine virale Infektionskrankheit. Sie ist weit verbreitet, vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Auslöser des Pfeifferschen Drüsenfiebers ist das Epstein-Barr-Virus (EBV), welches nach den beiden Entdeckern des Virus benannt ist. Es zählt zu den Herpesviren. Mindestens neun von zehn Erwachsenen tragen das Virus in sich. Kinder und Erwachsene stecken sich mit dem Epstein-Barr-Virus über infizierte Speicheltröpfchen an, vor allem beim Küssen.
Die Viren vermehren sich zunächst in der Schleimhaut im Rachen, in den sogenannten B-Lymphozyten. Von dort verteilen sich die Viren über die Lymph- und Blutbahnen im ganzen Körper. Sie erreichen so Organe wie Milz und Leber. Meist verläuft die Infektion harmlos und ist nach etwa drei Wochen überstanden.

Kusskrankheit
Das Virus wird über Tröpchen der Schleimhäute (vor allem Speichel) übertragen. Vor allem bei Jugendlichen ist Knutschen eine klassische Übertragungsweise, wodurch sich die Bezeichnung als Kusskrankheit erklärt.
Symptome des Pfeifferschen Drüsenfieber
Die Krankheit verläuft für die meisten Menschen harmlos und ist nach drei Wochen vorbei; manche Menschen sind allerdings noch Monate später erschöpft. Kinder haben meist keine oder kaum Krankheitssymptome. Wenn Symptome auftreten, fühlen sich Betroffene unwohl und krank, haben Kopf-, Glieder- und Halsschmerzen. Die Symptome ähneln denen einer Grippe. Es kommt zu Fieber, geschwollenen Mandeln mit Rachenentzündung und zu geschwollenen Lymphknoten. Die geschwollenen Mandeln sind belegt und gehen mit starkem Mundgeruch und teilweise mit Schluckbeschwerden und Heiserkeit einher. Ferner schwillt die Milz an, 10% der Patienten haben eine geschwollene Leber.
Behandlung des Pfeifferschen Drüsenfieber
Es gibt keine Medikamente, welche die Viren direkt bekämpfen. Entzündungshemmer wie Ibuprofen oder Diclofenac lindern Schmerzen, Paracetamol senken das Fieber. Bettruhe sollte eingehalten werden. Damit eine geschwollene Milz nicht reißt, sollte man für etwa acht Wochen keinen Sport treiben.
Acetylsalicylsäure (Aspirin) darf nicht verwendet werden, das Medikament kann zu Blutungen führen.
Antibiotika wirken nicht gegen Viren wie das Epstein-Barr-Virus. Sie kommen nur infrage, wenn sich zu der Viruserkrankung noch eine bakterielle Infektion gesellt hat, beispielsweise eine Streptokokken-Infektion. Patienten sollten keine Ampi- oder Amoxicillin-Antibiotika nehmen, da sie häufig zu einem Hautausschlag führen, dieser kann in sehr seltenen Fällen lebensgefährlich werden.
Ursache des Pfeifferschen Drüsenfieber
Ursache der Infektion ist das Epstein-Barr-Virus, ein Virus der Herpesfamilie. Das Virus wird vorwiegend über den Speichel, zum Beispiel durch Küssen, oder durch Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen) weitergegeben.
Die Diagnose der Erkrankung stützt sich oft auf die typischen Symptome Milzschwellung, belegte Mandeln und Lymphknotenschwellungen. In uneindeutigen Fällen werden Laboruntersuchungen gemacht: Eine Blutuntersuchung mit einem Mikroskop, in der speziell große mononukleäre Zellen und durch die Infektion aktivierte T-Lymphozyten auffallen. Oder aber Bluttests, in denen Antikörpern gesucht werden. Das Vorhandensein unterschiedlicher Antikörperklassen sagt dem Arzt etwas über den Zeitpunkt der Infektion aus.
Häufig gestellte Fragen rund um das Pfeifferische Drüsenfieber
Allgemeiner Hinweis: In unseren Ratgebern verwenden wir für die bessere Lesbarkeit überwiegend das generische Maskulinum. Gemeint sind damit aber auch Angehörige des weiblichen Geschlechts und anderer Geschlechtsidentitäten.

Über unsere Autorin:
Dr. Leonie Dolder | Ärztin
Ich bin Ärztin und medizinische Autorin aus Leidenschaft. Es liegt mir am Herzen, den Menschen Gesundheitsthemen näher zu bringen und Medizin verständlich zu erklären, denn ein gut informierter und aufgeklärter Patient kann sich besser um sein größtes Gut - seine Gesundheit - kümmern.
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