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Was hilft bei einem Muskelfaserriss?

Von Martin Schulze, Apotheker bei mycare.de
Aktualisiert: 23.09.2021

Muskelfaserriss

Ein Muskelfaserriss entsteht, wenn ein Muskel den Zug nicht mehr kompensieren kann. Oftmals ist er die Folge einer schnellen Bewegung, z. B. beim Absprung oder auch bei einem Spurt oder dem Start zu einem Sprint. Dabei kommt es neben dem Zerreißen von Muskelfasern auch zu Einblutungen in das Gewebe. Meist ist die Oberschenkelmuskulatur betroffen. Zu den bekannten Ursachen gehören:

  • nicht ausreichendes Aufwärmen
  • Übersäuerung
  • Übermüdung der Muskeln
  • unkoordinierte Bewegung

Das nicht ausreichende Aufwärmen gilt als der häufigste Auslöser. Aber auch die Übersäuerung spielt eine Rolle. Der Sportler fühlt dann möglicherweise schon beim Aufwärmen, dass die Muskeln schlechter aufzuwärmen sind als sonst. Übermüdung ist ein weiterer Gefahrenfaktor. Vor allem Langstreckenläufer und Fußballer sind gefährdet, wenn sie über ihre Kraftgrenzen hinaus laufen. Oftmals kommt es beim Sport auch zu einem starken Flüssigkeitsverlust, der zulasten der Muskulatur geht und die Gefahr einer Muskelverletzung erhöht. Muskelfaserrisse durch unkoordinierte Bewegungen entstehen auch bei Nicht-Sportlern, die eine ungewohnte, mit viel Muskelkraft verbundene Bewegung durchführen. Möglich ist aber auch ein Sturz. Anzeichen für einen Muskelfaserriss

  • stechender Schmerz
  • sofortige Schonhaltung
  • Schwellung ist möglich
  • starke Bewegungseinschränkung
  • Bluterguss ist möglich

Diagnose und Erste Hilfe

Wer einmal einen Muskelfaserriss hatte, wird bei einer Wiederholung wissen, womit er es zu tun hat. Ansonsten obliegt die Diagnose einem Arzt. Er kann durch Ertasten die Verdachtsdiagnose bestätigen und im Zweifel eine Ultraschalluntersuchung durchführen. Bei Unfällen gilt es zu klären, ob auch der Knochen verletzt ist. In einem solchen Fall wird mindestens eine Röntgenaufnahme angefertigt. Die wichtigste Erste-Hilfe-Maßnahme ist die PECH-Regel:

  • P: Pause
  • E: Eis
  • C: Compression
  • H: Hochlagerung

Hilfe bei der Heilung

Der Muskelfaserriss braucht Wochen bis Monate bis zur vollständigen Ausheilung. Diese Pause ist wichtig, denn ein Muskelfaserriss kann mit Entzündungen einhergehen. Dennoch gibt es Möglichkeiten, die Heilung zu unterstützen. Dazu gehören auch Bäder und Umschläge mit:

  • Arnika
  • Obstessig
  • Franzbranntwein
  • Moorbad
  • Minzöl
  • Heupackung
  • Quarkwickel

Bei der Ausheilung von Muskelverletzungen ist es wichtig, den Stoffwechsel zu unterstützen. Entsäuernde Lebensmittel sind jetzt besonders hilfreich. Wer normalerweise viele Säuren zu sich nicht, z.B. über zuckerreiche Speisen oder Fertiggerichte, verzögert die Ausheilung. Besser geeignet ist es:

  • fleischarm zu essen
  • Magnesiumreich zu essen
  • ausreichend Wasser zu trinken
  • Rohkost zu sich zu nehmen (v.a. Gurken, Löwenzahn, Rettich)

Wie schnell der Schmerz nachlässt, hängt von der Schwere der Verletzung und von der Position ab. Der Oberschenkel ist ungleich schwieriger zu schonen als z.B. der Arm – und das hat Einfluss auf die Heilung.

Autor Apotheker Martin Schulze

Über unseren Autor:

Martin Schulze | Leitung Versandapotheke
Seit über 10 Jahren bin ich Apotheker bei mycare.de. Ich versorge, berate und informiere über Arzneimittel, Medizinprodukte und apothekenübliche Produkte. Dazu gehören auch Leistungen im Rahmen der Gesundheitsförderung und der Vorbeugung von Krankheiten.

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Martina, Marketing bei mycare.de

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