Was ist Vitamin C?
✓ Pharmazeutisch geprüft - Lesezeit: 3 Minuten
Von Grit Ritter,
Pharnazieökonomin bei mycare.de
Aktualisiert: 25.09.2025
Vitamin C, auch Ascorbinsäure genannt, ist ein lebenswichtiger Mikronährstoff, den der Körper nicht selbst herstellen kann. Es wirkt als Antioxidans gegen freie Radikale und ist zudem an der Hormonbildung beteiligt und daher unerlässlich für ein funktionierendes Immunsystem. Während ein extremer Mangel früher zu Skorbut führen konnte, ist eine Unterversorgung heutzutage selten. Da der Bedarf bei Stress oder Infekten steigt, ist eine Zufuhr über die Nahrung wichtig. Eine Überdosierung ist kaum möglich, da überschüssiges Vitamin C einfach ausgeschieden wird.
Wirkung von Vitamin C auf das Immunsystem
Bei dem Immunsystem handelt es sich um ein sehr komplexes Netzwerk, welches verschiedene Organe und Zelltypen umfasst. Durch dieses Zusammenspiel kann der Körper sich vor schädlichen Einflüssen, wie zum Beispiel Viren, schützen. Abwehrzellen wie T-Zellen (auch T-Lymphozyten genannt) brauchen für Ihre Funktion viel Vitamin C und können es selbst anreichern. Der Mikronährstoff sorgt einerseits für eine angemessene Immunantwort, soll aber auch Zellen vor überschießenden Reaktionen schützen. Leistungsfähige Immunzellen haben daher im Vergleich zum Blutspiegel einen vielfach höheren Vitamin C-Spiegel.
Einsatz von Vitamin C bei Erkältung
Im Zuge der Infektabwehr verbrauchen unsere Abwehrzellen vermehrt Vitamin C. In der Folge sinken die Spiegel rapide ab, wodurch ein Mangel entstehen kann. Dies wiederum kann einen Einfluss auf das Risiko für virale Infekte und deren Schweregrad haben. Das erklärt den Mehrverbrauch von Vitamin C bei Erkältungskrankheiten bedingt durch die Aktivierung der Immunabwehr. Allgemein wird im Zusammenhang mit Vitamin C von einer Verkürzung der Erkältungsdauer sowie Milderung beziehungsweise Verminderung schwerer Verläufe bei Lungenentzündungen berichtet.

Positive Wirkungen einer ausreichenden Vitamin C Zufuhr
Vitamin C wirkt in unserem Körper auch antioxidativ, gehört also zu den sogenannten Antioxidantien. Damit ist gemeint, dass es gegen freie Radikale im Körper wirkt. Freie Radikale sind aggressive Sauerstoffverbindungen, die zum Beispiel durch Rauchen, aber auch durch Sport, Sonne und Umweltgifte entstehen und Zellen schädigen können. Zudem hat das Vitamin beim Aufbau bestimmter Aminosäuren eine wesentliche Bedeutung. Diese sind nämlich auch Bestandteil verschiedener Hormone. Dazu gehören auch Wachstums-, Sexual- oder Stresshormone und begründen somit einen höheren Bedarf an Vitamin C in bestimmten Lebensphasen wie Schwangerschaft oder erhöhter Stressbelastung. Selbst unsere Schilddrüse benötigt für ihre Hormonbildung Vitamin C.
Erkennungsmerkmale eines Vitamin C Mangels
In unserer westlichen heutigen Zeit gibt es nahezu keine akute Mangelerkrankung mehr, weil uns Obst und Gemüse unabhängig der Jahreszeiten in ausreichender Menge und Auswahl als Nahrungsangebot zur Verfügung stehen. Anders war das in der frühen Neuzeit, als Skorbut, die sogenannte Seefahrerkrankheit, bekannt und verbreitet war. Nach mehreren Monaten eintöniger Ernährung auf See bekamen die Seefahrer Skorbut-Symptome wie Zahnverlust, Muskelschwund, schmerzende und entzündete Gelenke, Ermüdung, höhere Infektanfälligkeit oder Fieber. Ein Segen war die Erkenntnis, dass das Essen von Zitrusfrüchten, was damals die Vitamin C-Zufuhr deckte, Skorbut verhindern konnte.
Deckung des Vitamin C Bedarfs
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 100 mg Vitamin C als tägliche Bedarfsdeckung. Amerikanische Wissenschaftler kommunizieren bereits eine Empfehlung von mindestens 200 mg pro Tag für einen gesunden Menschen. Zum Beispiel Stress, intensiver Sport, Schwangerschaft, Medikamente, unter anderem die Anti-Baby-Pille, erhöhen den Bedarf. Mit einer reichhaltigen Ernährung an Obst und Gemüse gelingt es in der Regel problemlos, unseren Organismus ausreichend zu versorgen. So haben beispielsweise bereits zwei Gläser von frisch gepressten Orangensaft pro Tag einen ausreichend hohen Vitamin-C-Gehalt, um zu einem gesunden Immunsystem beizutragen. Bei einer Erkältung ist die Heiße Zitrone ebenfalls ein beliebtes Mittel um Symptome zu lindern. Aber Achtung: die Ascorbinsäure (Vitamin-C) verträgt Hitze nicht gut. Durch das heiße Wasser wird der Vitamin-C-Gehalt schnell und drastisch reduziert. Sollten Sie die ersten Anzeichen einer Erkältung verspüren, kann eine Extra-Portion des Vitamins sehr sinnvoll sein. Neben der Ernährung ist diese auch über Depot- oder Retarddarreichungen möglich, beispielsweise die Cetebe Vitamin C Retardkapseln. Die Ascorbinsäure wird in dem Fall gezielt und kontrolliert über den Tag verteilt freigesetzt, so dass eine gleichmäßige Versorgung sichergestellt ist. Des Weiteren greift Ascorbinsäure den Zahnschmelz an, weswegen man den Mund mit Wasser ausspülen sollte, nachdem man stark Vitamin–C-haltige Lebensmittel verzehrt hat. Bei der Supplementierung mittels Tabletten oder Kapseln wird der Zahnschmelz nicht angegriffen.
Folgen einer Überdosis von Vitamin C
Wenn man bedenkt, dass überschüssiges Vitamin C mit dem Urin ausgeschieden wird, beantwortet sich die Frage damit schon selbst. Eine chronische oder akute Überdosierung ist praktisch nahezu ausgeschlossen. Erst bei täglich extrem hohen Dosierungen über einen längeren Zeitraum könnten gegebenenfalls Symptome wie Magenkrämpfe, Durchfall oder Übelkeit auftreten. Die Einnahme von über 200 mg Vitamin C sollte allgemein breit über den Tag verteilt werden.
Häufig gestellte Fragen rund um Vitamin C
Allgemeiner Hinweis: In unseren Ratgebern verwenden wir für die bessere Lesbarkeit überwiegend das generische Maskulinum. Gemeint sind damit aber auch Angehörige des weiblichen Geschlechts und anderer Geschlechtsidentitäten.

Über unsere Autorin:
Grit Ritter | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Seit über 20 Jahren bin ich im Pharmateam des Unternehmens verwurzelt. Grundlegend dafür ist die Leidenschaft für Gesundheitsthemen incl. Prävention. Regelmäßige Fortbildungen sind da essenziell. Neben Kundenberatung sind Betriebl. Gesundheitsmanagement, Haus- und Reiseapothekenchecks und pharmazeutisches Marketing Schwerpunkte meiner Tätigkeit bei mycare.de. Mehr über G. Ritter
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