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9 hilfreiche Tipps gegen das Schnarchen

Von Birgit Wickner, Pharmazieingenieurin bei mycare.de
Aktualisiert: 12.09.2022

Schnarchen

Schnarchen kann die Bettruhe nicht nur vom Schnarcher selbst, sondern auch von dessen Partner oder Partnerin empfindlich stören. Es ist daher sinnvoll, abklären zu lassen, woher die Ursachen des lauten Atmens im Schlaf kommen und welche Therapie dagegen helfen kann. Oft steckt eine harmlose Ursache dahinter, die sich mit einfachen Mitteln beheben lässt. Schnarchen ist zudem ein verbreitetes Problem: etwa jeder zweite Erwachsene ist mit zunehmenden Alter betroffen.

Wie entsteht Schnarchen?

Das Schnarchen ist im Grunde genommen eine Sonderform der Schlafstörungen. Schuld am dem Geräusch ist die erschlaffende Rachenmuskulatur im Schlaf. Dadurch können Gaumensegel und Rachenzäpfchen bei jedem Atemzug flattern und das störende Schnarchgeräusch entsteht. Oft passiert dies im Zusammenhang mit verengten Atemwegen, etwa durch eine Erkältung oder eine Nasennebenhöhlenentzündung. Auch allergische Reaktionen können die Atemwege verengen. Atemaussetzer, wie dies von der Schlafapnoe bekannt ist, treten beim einfachen Schnarchen normalerweise nicht auf.

Welche Faktoren können das Schnarchen verstärken?

Neben den verengten Atemwegen und der erschlaffenden Rachenmuskulatur gibt es weitere Faktoren, die den nächtlichen Geräuschpegel begünstigen können. Unter anderem kann Alkoholkonsum das Schnarchen verstärken. Aber auch bestimmte Medikamente können eine nächtliche Geräuschkulisse begünstigen. Das Schlafen in Rückenlage sorgt zusätzlich dafür, dass der Zungengrund nach hinten rutscht und die Atemwege sich weiter verengen.

Welche Tipps helfen gegen das Schnarchen?

Generell ist zu empfehlen , dass Schnarchen ärztlich abgeklärt wird, damit eine Schlafapnoe oder andere Ursachen ausgeschlossen werden können. Gerade bei Kindern kann es wichtig sein, da z.B. auch vergrößerte Mandeln die Ursache sein können. Dennoch gibt es einige Tipps, die Ihnen zu Hause gegen das Schnarchen helfen können:

  1. Halten Sie die Nasenatmung so frei wie möglich – beim Atmen durch den Mund beim Schlafen kann das Schnarchen begünstigt werden.
  2. Reduzieren Sie bei Übergewicht Ihr Gewicht. Gerade das Fett im Halsbereich, das durch Abnehmen ebenfalls schwindet, begünstigt das Schnarchen.
  3. Trinken Sie etwa zwei Stunden vor dem Schlafengehen keinen Alkohol mehr.
  4. Beruhigungs- und Schlafmittel sollten Sie meiden.
  5. Schlafen Sie auf der Seite oder auf dem Bauch, denn die meisten Schnarcher schlafen in Rückenlage.
  6. Falls Sie nicht in der Seitenlage schlafen können, könnte ein leicht erhöhter Oberkörper in der Rückenlage die Lösung sein.
  7. Demjenigen, der sich durch das Geräusch gestört fühlt, kann gegebenenfalls ein Gehörschutz helfen.
  8. Anti-Schnarch-Mittel aus der Apotheke, wie Schnarchringe oder Nasenpflaster.
  9. Verzichten Sie abends auf üppige Mahlzeiten. Ein stark gefüllter Magen- und Darmtrakt kann das Zwerchfell und damit die Lunge nach oben schieben, wodurch sich die Atemwege verengen.

Infografik: Schnarchen - wie entsteht das Schnarchen und wie kann man es stoppen?

Wie helfen Schnarchringe und Nasenpflaster gegen das Schnarchen?

Falls das Schnarchen durch verengte Atemwege der Nase kommt, können Nasenpflaster dagegen helfen. Diese heben die Nasenflügel leicht an, wodurch mehr Luft durch die Nase gelangt und der Mundatmung beim Schnarchen vorgebeugt wird. Ein Schnarchring hingegen wird nicht an der Nase, sondern am kleinen Finger getragen. Er soll dort auf verschiedene Akkupressur-Punkte drücken und dadurch dem Schnarchen vorbeugen.

Welche weiteren Therapiemöglichkeiten gibt es gegen das Schnarchen?

Helfen alle Tipps nicht, kann der Gang zum Arzt ratsam sein. Der Zahnarzt kann beispielsweise eine Schnarchschiene anpassen. Dies ist eine Aufbissschiene für den Ober- und Unterkiefer. Durch leichtes nach vorne Schieben des Unterkiefers sollen sich Zunge und Gaumen verlagern und dadurch die Atemwege frei bleiben.

 Tipp: Eventuell können auch Anti-Schnarch-Tropfen helfen, besser zu schlafen – diese sollen die Schleimhäute feucht und die Muskulatur in der Kehle leicht angespannt halten.

Je nach Ursache können auch verschiedene Operationen helfen. Hier ist der HNO-Arzt der beste Ansprechpartner. Dieser kann herausfinden, ob beispielsweise die Mandeln Schuld sind an den nächtlichen Geräuschen, eine Nasennebenhöhlenentzündung oder etwas ganz anderes.

Autorin Pharmazieingenieurin Birgit Wickner

Über unsere Autorin:

Birgit Wickner | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Als Pharmazieingenieurin liegt mir die Gesundheit unserer Kunden am Herzen. Um dahingehend optimal beraten zu können, bilde ich mich regelmäßig fort. Mehr erfahren

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