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Bluthochdruck - Alle Fakten zur Ursache und Behandlung

Von Grit Ritter, Pharmazieökonomin bei mycare.de
Aktualisiert: 26.09.2022

Arzt misst den Blutdruck einer Frau.

Bluthochdruck (Hypertonie) ist weit verbreitet und wird für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall verantwortlich gemacht. Aber auch Nieren- und Augenerkrankungen können von einem zu hohen Bluthochdruck herrühren. Auch Kinder können schon von Bluthochdruck betroffen sein. Bestimmte Symptome, die auf Bluthochdruck hindeuten, sollten daher ernst genommen werden.

Was ist der Blutdruck und ab wann spricht man von Bluthochdruck?

Wenn das Herz das Blut durch unser Gefäßsystem pumpt, erfordert das Druck. Beim Blutdruckmessen wird dieser sichtbar. Der obere Wert (systolische Wert) zeigt den Blutdruck beim Zusammenziehen des Herzens an. Der untere Wert (diastolische Wert) ist der Druck während der Entspannung des Herzens. Wenn die Werte dauerhaft über 140/90 sind, sprechen Mediziner von Bluthochdruck (Hypertonie). Der optimale Blutdruckwert liegt in der Ruhe bei 120/80. Gemessen wird in mmHg (Millimeter Quecksilbersäule).

Welche Symptome löst Bluthochdruck aus?

Oft wissen Betroffene lange nicht, dass sie unter einem Bluthochdruck leiden. Denn vordergründig werden keine Symptome wahrgenommen. Manch Wetterfühligkeit oder allgemeines Unwohlsein entlarvt dann beim Blutdruckmessen erst den erhöhten Blutdruck als Ursache. Zu viel Druck im System bedeutet eine Höchstlast für den Körper. Herz und Organe werden belastet, die Gefäßalterung schreitet voran und führt zu Arteriosklerose. Den Bluthochdruck nicht zu erkennen und zu behandeln, bedeutet also letztlich ein hohes Risiko für die Gesundheit. Die schädigende Wirkung durch den erhöhten Druck besonders am Herz und Gefäßsystem kann sich lange und leise unbemerkt entwickeln. Bei wiederholt auch kombiniert auftretenden Symptomen wie Kopfschmerzen, Nasenbluten, Herzrasen, Müdigkeit, Schwindel, Nervosität ist es ratsam, den Blutdruck zu kontrollieren. Ein aussagekräftiges Ergebnis kann eine 24-Stunden-Langzeitmessung erbringen, die der Arzt im Verdachtsfall veranlasst.

Was sind die Ursachen von Bluthochdruck?

In den meisten Fällen gibt es keine offensive organische Ursache. Es wird dann von einer primären Hypertonie gesprochen. Die Ursache wird nicht eindeutig zugeordnet. Feststehend ist jedoch, dass langanhaltender Stress, zu viel Bauchfett, zu wenig Bewegung, eine familiäre Veranlagung und eine Ernährung mit hohem Salzkonsum die Entstehung der Hypertonie begünstigen. Auch der Genuss von zu viel Lakritz kann den Blutdruck in die Höhe treiben. Außerdem können Grunderkrankungen, die mit Störungen des Hormonhaushalts einhergehen, Nierenerkrankungen oder eine Nierenarterienstenose auch die Ursache für den Bluthochdruck sein. In dem Fall sprechen Mediziner von sekundärer Hypertonie. Nichtsdestotrotz hat auch die Psyche einen großen Einfluss. Dies belegt unter anderem der sogenannte „dicke Hals“ als blutdrucksteigernden Effekt auf Ärger, Hektik oder Anspannung.

Welche Risiken entstehen durch die Hypertonie?

Bluthochdruck gilt als einer der wichtigsten Risikofaktoren für Nieren-, Gefäß- und Herzerkrankungen. Wenn weitere Risikofaktoren zum Beispiel Diabetes mellitus, Übergewicht mit Bauchfettleibigkeit, Rauchen oder Arteriosklerose sich zusätzlich einstellen, steigt das Risiko für einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder einer Nierenschädigung sprunghaft an. Gemeinsamer Ursprung ist in jedem Fall eine direkte Schädigung der Blutgefäße. Durch permanent zu viel Druck bilden sich eher Plaques (Ablagerungen). Die Elastizität der Gefäße und die Fähigkeit, auf hohen Druck hirngefäßerweiternde Regulationsmechanismen in Gang zu setzen, sinken. Beides erhöht wiederum den Druck, der Herzmuskel muss gegen den erhöhten Widerstand arbeiten. Werden größere Gefäße komplett verschlossen, ist dies lebensbedrohlich, Herzinfarkt, koronare Herzkrankheit (KHK) und Schlaganfall sind die Folgen.

Infografik: Bluthochdruck - wie entsteht er und wie behandelt man ihn?

Wie wird Bluthochdruck behandelt?

Die Behandlung eines Bluthochdrucks gehört ganz klar in ärztliche Hand. Maßgeblich ist nicht nur die Höhe des Blutdrucks, sondern vielmehr die kardiovaskuläre Gesamtsituation des jeweiligen Menschen. Ziel ist, durch nichtmedikamentöse und gegebenenfalls auch medikamentöse Therapie einen regelmäßigen Blutdruckwert unter 140/90 mmHg, bei Diabetikern unter 130/80 mmHg, zu erreichen. Mit Medikamenten lässt sich die Hypertonie meistens gut in den Griff bekommen, Folgeerkrankungen werden abgewehrt. Als Arzneimittel gelten Diuretika, Betarezeptorenblocker, ACE-Hemmer, Angiotensin (AT)-2-Rezeptor-Antagonisten und Kalziumantagonisten als Mittel der ersten Wahl. Betablocker zum Beispiel senken die Herzfrequenz (den Puls) und die Pumpleistung des Herzens und damit den Blutdruck. Im Gegensatz dazu senken zum Beispiel Kalziumantagonisten den Gefäßmuskeltonus, wodurch die Blutgefäße sich erweitern und der Blutdruck sinkt.

Als nichtmedikamentöse Maßnahme ist die Anpassung des Lebensstils primär der wichtigste und erste Therapieansatz. Mehr Obst und Gemüse, wenig Salz und viel Bewegung sind vereinfacht und zusammengefasst die Säulen dafür. Natürliche Präparate als Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke, wie zum Beispiel Telcor Arginin plus oder Nahrungsergänzungsmittel wie Orthomol Cardio Tabletten können in dem Zusammenhang zusätzlich wert- und sinnvoll sein. Holen Sie sich vor Beginn der Einnahme fachkundigen Rat bei ihrem Arzt.

 Info: Im anfänglichen Stadium zur medikamentösen Therapie oder unterstützend zu schulmedizinischen Präparaten können homöopathische Arzneimittel in Absprache mit dem behandelnden Arzt sanft hilfreich sein. Das Präparat Hypercoran zum Beispiel unterstützt gemäß dem homöopathischen Wirkprinzip die körpereigene Blutdruckregulation.

Wieso haben auch Kinder und Jugendliche Bluthochdruck?

Das Problem von Bluthochdruck bei Kindern und Jugendlichen wurde bislang oft unterschätzt. Dabei sind rund 5 Prozent der Kinder betroffen. Die Ursachen sind vielfältig. Ein wichtiger Faktor ist die familiäre Veranlagung für Bluthochdruck. Hinzu kommen weitere Kriterien wie Übergewicht, Bewegungsmangel, Passivrauchen oder Medikamente gegen ADHS. Symptome für Bluthochdruck bei Kindern und Jugendlichen können Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen, Müdigkeit und Schmerzen in der Brust sein.

Liegen diese Symptome bei Ihrem Kind vor, sollten Sie die Ursachen von einem Arzt abklären lassen. Wenn in Ihrer Familie Bluthochdruck auftritt, kann es sinnvoll sein, bereits in jungen Jahren regelmäßig den Blutdruck zu kontrollieren. Dabei stehen heute elektronische Blutdruckmessgeräte zur Verfügung, mit denen der Blutdruck zu Hause am Handgelenk oder am Oberarm gemessen werden kann.

Was kann ich in jungen Jahren gegen Bluthochdruck tun?

Wenn der Bluthochdruck bei Ihrem Kind dauerhaft zu hoch ist und mit Übergewicht einhergeht, wird Ihr Arzt zunächst versuchen, eine Therapie ohne Medikamente einzuleiten. Wichtigstes Ziel dabei ist, das Übergewicht abzubauen. Mit dem Verlust der Pfunde geht auch eine Blutdrucksenkung einher. Kochsalz und Fett in der Nahrung sollten reduziert werden. Auch Kinder und Jugendliche sollen in dem Fall motiviert werden, stattdessen vermehrt Obst und Gemüse essen. Jugendlichen, die rauchen, wird empfohlen, auf den Glimmstängel zu verzichten. Außerdem wichtig: regelmäßige Bewegung. Drei- bis fünfmal pro Woche sollte für dreißig Minuten eine Ausdauersportart wie Schwimmen, Radfahren, Joggen oder Walken auf dem Programm stehen. Wenn Ihr Kind sich nur schwer zum Sport motivieren lässt, gehen Sie einfach mit gutem Beispiel voran! Gemeinsam Sport treiben macht Spaß und ist auch für Erwachsene gesund.

Autorin Pharmazieökonomin Grit Ritter

Über unsere Autorin:

Grit Ritter | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Seit über 20 Jahren bin ich im Pharmateam des Unternehmens verwurzelt. Grundlegend dafür ist die Leidenschaft für Gesundheitsthemen incl. Prävention. Regelmäßige Fortbildungen sind da essenziell. Neben Kundenberatung sind Betriebl. Gesundheitsmanagement, Haus- und Reiseapothekenchecks und pharmazeutisches Marketing Schwerpunkte meiner Tätigkeit bei mycare.de. Mehr erfahren

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Janet, Apothekerin bei mycare.de
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