Wie pflege ich mein Tattoo richtig?

✓ Pharmazeutisch geprüft - Lesezeit: 4 Minuten

Von Ulrike Wendt, PTA bei mycare.de
Aktualisiert: 23.09.2025

Ein Unterarm wird tätowiert.

Die richtige Pflege ist für die Heilung und den Erhalt eines Tattoos entscheidend. Ein frisches Tattoo ist wie eine Schürfwunde zu behandeln, die zunächst vom Tätowierer mit Folie geschützt wird. In den ersten Wochen reinigen Sie es vorsichtig von Hand und cremen es mehrmals täglich dünn mit einer Wund- oder Tattoocreme ein. Vermeiden Sie in der Heilungsphase Sonne, Schwimmbäder, Saunen und Sport. Langfristig ist tägliche Feuchtigkeitspflege und konsequenter UV-Schutz mit hohem Lichtschutzfaktor unerlässlich, um die Farbintensität zu bewahren und ein Verblassen zu verhindern.


Hinweise vor dem Besuch beim Tätowierer

Die folgenden Hinweise sollten Sie beachten, um mögliche gesundheitliche Risiken zu reduzieren:

  • Lesen Sie Online Bewertungen zu dem Studio und auch zu dem Tattoo-Künstler.
  • Lange Terminwartezeiten können ein Hinweis auf eine gute Qualität des Studios sein.
  • Der Künstler sollte Sie vor dem Stechen des Tattoos umfassend beraten. Dazu gehören auch mögliche Risiken wie Allergien und Entzündungen.
  • Um allergische Reaktionen zu vermeiden, lassen Sie sich eine Liste der verwendeten Farben mitgeben welche für ihr Wunschtattoo benötigt werden. Ein Arzt kann Sie gezielt auf Allergien testen, welche die Tattoo-Farben hervorrufen können.
  • Vermeiden Sie es, die Stelle, an der die Tätowierung entstehen soll, vor dem Besuch im Studio selbst zu rasieren.
  • Unmittelbar vor dem Stechen der Tätowierung sollte Sport vermieden werden. Dadurch wird die Haut stärker durchblutet, was wiederum zu stärkeren Schmerzen während des Stechens führen kann.
  • Auf Peelings sollte vor- und auch nach der Tätowierung einige Wochen verzichtet werden, damit die empfindliche Haut nicht überstrapaziert wird.

Hinweise nach dem Stechen

Das perfekte Studio ist gefunden und im Spiegel betrachten Sie begeistert das frisch gestochene Kunstwerk. Doch was nun? Zunächst gilt: ein frisch gestochenes Tattoo ist mit einer gleichmäßigen Schürfwunde zu vergleichen, wenngleich die Tätowierung noch über die Oberhaut verfügt. Der Tätowierer versorgt die Wunde direkt nach dem Stechen mit einer desinfizierenden Salbe und bedeckt das frische Tattoo mit Folie. Auf diese Weise gelangt kein Schmutz in die Tätowierung. Außerdem wird verhindert, dass das Gemisch aus Wundwasser, Blut und Farbe gerinnt. Je nach Studio variieren die Empfehlungen, wann die Folie entfernt werden darf, zwischen 3-24 Stunden. Drei Stunden sollte die Folie mindestens auf der Haut weilen, danach kann jeder nach Belieben entscheiden.

Bis vor einigen Jahren wurde manchmal noch Frischhaltefolie benutzt, was schnell zu unangenehmen Begleiterscheinungen führen kann. Heute unterstützen AQUA Folienpflaster die Tattoo-Pflege mit einem nahezu unsichtbaren Wundschutz, der zudem wasserdicht, hautfreundlich und atmungsaktiv ist. Die transparenten Folienpflaster sind hauchdünn, legen sich wie eine zweite Haut um die Wunde und bewahren sie vor Nässe und Schmutz. Tragen Sie zudem lockere Kleidung, die nicht auf das Tattoo drückt und versuchen Sie Reibung auf der empfindlichen Haut zu vermeiden.

Besonderheiten in den ersten Wochen

Die Heilung des neuen Tattoos braucht einige Wochen. Auf dem Tattoo bildet sich eine Kruste aus der abgestoßenen Oberhaut, deren Zellen durch die Nadelstiche zerstört wurden. Damit die Kruste nicht beschädigt und der Ausstoß von Farbe verhindert wird, ist das Tattoo per Hand und unter nur wenig Wasserzufuhr zu reinigen. Im Anschluss wird es mit einem sauberen, nicht fusselnden Tuch abgetupft. Nach dieser Prozedur ist es empfehlenswert, der Haut etwas Ruhe zu gönnen und das Tattoo erst frühestens nach einer Stunde dünn einzucremen. Wichtig ist, dass die gereizte Haut nicht austrocknet und der Schorf geschmeidig gehalten wird. Durch zu seltenes Eincremen können Risse entstehen, die einen Bruch im Farbverlauf hinterlassen. Zu häufiges Cremen fördert den Farbausstoß. Drei bis sechsmaliges Eincremen am Tag ist optimal. Vier bis sechs Wochen nach dem Tattootermin sind Sauna, Schwimmbad, Sonneneinstrahlung und Sport absolut tabu. Die Chemikalien und die Schweißbildung sind für den Wundheilungsprozess kontraproduktiv. Bitte beachten Sie auch die Pflegehinweise Ihres Tätowierers, denn diese können je nach Motiv und Farbgebung variieren.

Checkliste:

  • Das Tattoo regelmäßig und möglichst dünn mit entsprechender Tattoo Pflege Creme oder einer Wundheilsalbe versorgen.
  • Langes Duschen, Vollbäder, Schwimmen im Frei- oder Hallenbad vermeiden.
  • In der Heilungsphase auf Sport verzichten, damit die Haut durch vermehrtes Schwitzen zusätzlich nicht gereizt wird.
  • Die Haut vor Sonne und UV-Strahlen schützen, sowie den Besuch im Solarium verschieben.
  • Weite, fusselfreie Kleidung aus Baumwolle tragen.
  • Auf keinen Fall kratzen, wenn das Tattoo juckt!

Langfristige Tattoo-Pflege

Wer sich aufgrund einer bevorstehenden oder zurückliegenden Tätowierung mit den Pflegeprodukten beschäftigt hat, weiß: der Markt bietet viel. Das bekannteste Tattoo-Pflegemittel ist unter anderem Vaseline, die jedoch keine pflegenden Substanzen enthält. Vaseline sorgt lediglich dafür, dass die Haut geschmeidig bleibt, und ist für die Nachbehandlung weniger optimal. Zinksalben und antiseptische Cremes können unter Umständen den Heilungsprozess etwas verlangsamen. Die speziell für die Nachbehandlung von Tätowierungen entwickelten Produkte wie die Tattoo Creme Pegasus sind gut verträglich. Die altbekannte und bewährte Bepanthen Wund Creme ist auch eine gute Wahl. Dünn aufgetragen fördert sie die Wundheilung und bewahrt die Farbintensität des Tattoos, ohne unnötige Kosten zu verursachen.

Auch wenn das Tattoo abgeheilt ist, braucht es besondere Pflege. Schließlich wollen Sie an den Farben und Formen der Körperkunst möglichst lebenslang Freude haben. Für die tägliche Pflege brauchen Sie eine Feuchtigkeitscreme, mit der Sie die tätowierte Haut regelmäßig versorgen.

Vor allem Hände und Füße bedürfen einer regelmäßigen Pflege, da wir diese immer benutzen. Der Feind des Tattoos ist die UV-Strahlung - tätowierte Haut neigt leichter zu einem Sonnenbrand. Zudem kann durch zu häufiges Sonnenbaden das Tattoo schneller verblassen. Deshalb sollten Sie das Tattoo vor zu starker Sonneneinstrahlung schützen. Beachten Sie dabei: Je höher der Lichtschutzfaktor der Sonnen- oder Tattoo Creme, desto besser!




Häufig gestellte Fragen rund um die Tattoo-Pflege

Wie pflege ich mein Tattoo richtig?
Worauf muss ich vor dem Besuch beim Tätowierer achten?
Was sollte ich nach dem Stechen eines Tattoos beachten?
Welche Besonderheiten gibt es in den ersten Wochen nach dem Tätowieren?
Wie pflege ich mein Tattoo langfristig?

Allgemeiner Hinweis: In unseren Ratgebern verwenden wir für die bessere Lesbarkeit überwiegend das generische Maskulinum. Gemeint sind damit aber auch Angehörige des weiblichen Geschlechts und anderer Geschlechtsidentitäten.

Autorin PTA Ulrike Wendt

Über unsere Autorin:

Ulrike Wendt | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Ich bin seit 17 Jahren Pharmazeutisch-technische Assistentin bei mycare.de. Aufgrund der langen Berufserfahrung und der regelmäßigen Fortbildung sind wir schon Experten in Gesundheitsthemen. Mehr erfahren über U. Wendt

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