Loratadin: Alle Infos zum Antiallergikum
✓ Medizinisch geprüft - Lesezeit: 4 Minuten
Von Leonie Dolder,
Medizinjournalistin
Aktualisiert: 16.09.2025
Loratadin ist ein Antihistaminikum, das zur Behandlung von Allergien wie Heuschnupfen und chronischer Nesselsucht eingesetzt wird. Es wirkt, indem es die Effekte von Histamin blockiert, der Substanz, die allergische Symptome wie Juckreiz und Niesen verursacht. Im Gegensatz zu älteren Antihistaminika gilt Loratadin als nicht sedierend und macht daher weniger müde. Es wird in der Regel einmal täglich in Tablettenform eingenommen. Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen Kopfschmerzen und Mundtrockenheit. Schwangere, Stillende und Personen, die bestimmte Medikamente einnehmen, sollten vor der Anwendung einen Arzt konsultieren.
Loratadin - Grundlagen und Wirkung
Loratadin ist ein Antihistaminikum, das zur Gruppe der H1-Rezeptor-Antagonisten gehört. Seine Hauptanwendung liegt in der Behandlung von allergischen Reaktionen. Es blockiert die Wirkung des Histamins, einer natürlichen Substanz im Körper, die für allergische Symptome verantwortlich ist. Durch die Hemmung der Histaminwirkung reduziert Loratadin die typischen Anzeichen von Allergien, wie Juckreiz, Niesen und eine laufende Nase.

Anwendungsgebiete von Loratadin
Loratadin ist vor allem zur Behandlung von allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen (saisonale allergische Rhinitis) und andauernder allergischer Rhinitis zugelassen. Es kann auch bei der Linderung von allergischen Hautreaktionen, wie chronischer Nesselsucht (chronische Urtikaria), eingesetzt werden. Es ist wichtig zu beachten, dass die Einnahme von Loratadin symptomatisch ist. Das heißt, damit wird nicht die Ursache bekämpft, sondern lediglich die Symptome.
Anwendung von Loratadin
Die Anwendung von Loratadin erfolgt in der Regel oral, in Form von Tabletten. Die genaue Dosierung und die Dauer der Anwendung sollten individuell mit einem Arzt besprochen werden, da sie von der Art und Schwere der allergischen Reaktion abhängen. Die optimale Tageszeit zur Einnahme von Loratadin kann je nach individuellen Gewohnheiten und dem Auftreten von Allergiesymptomen variieren. In der Regel wird Loratadin einmal täglich eingenommen. Viele Menschen bevorzugen die Einnahme am Morgen, da dies dazu beitragen kann, tagsüber vor allergischen Reaktionen geschützt zu sein. Die empfohlene Dosierung von Loratadin kann je nach Produkt und individuellen Bedürfnissen variieren. In der Regel beträgt die Standarddosierung 10 mg pro Tag. Es ist jedoch wichtig, die Anweisungen auf dem Produkt oder die Empfehlungen eines Arztes zu beachten.
Mögliche Nebenwirkungen von Loratadin
Obwohl Loratadin im Allgemeinen gut verträglich ist, können einige Nebenwirkungen auftreten. Dazu gehören Kopfschmerzen, Müdigkeit, Mundtrockenheit und Magenbeschwerden. Es ist wichtig, einen Arzt aufzusuchen, wenn ungewöhnliche oder schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten.
Cetirizin und Loratadin sind beide Antihistaminika der zweiten Generation und werden oft zur Behandlung von Allergiesymptomen eingesetzt. In Bezug auf die Müdigkeit gibt es jedoch gewisse Unterschiede zwischen den beiden Wirkstoffen:
- Cetirizin hat tendenziell eine stärkere sedierende (müde machende) Wirkung im Vergleich zu Loratadin. Es kann bei manchen Menschen zu Schläfrigkeit führen, insbesondere wenn es in höheren Dosen eingenommen wird. Daher wird Cetirizin oft als eher sedierend eingestuft.
- Loratadin wird im Allgemeinen als nicht sedierend betrachtet, was bedeutet, dass es weniger wahrscheinlich ist, Müdigkeit zu verursachen. Viele Menschen bevorzugen Loratadin, wenn sie ein Antihistaminikum ohne die beeinträchtigende Wirkung auf die Aufmerksamkeit und Konzentration suchen.
Wechselwirkungen von Loratadin mit anderen Medikamenten
Loratadin kann mit bestimmten Medikamenten, insbesondere solchen, die die Leberenzyme beeinflussen, Wechselwirkungen haben. Sogenannte CYP3A4- und CYD2D6-Inhibitoren (z.B. Ketoconazol, Erythromycin oder Cimetidin) verursachen erhöhte Wirkspiegel von Loratadin.
Gegenanzeigen für Loratadin
Personen mit einer Überempfindlichkeit gegenüber Loratadin oder anderen Bestandteilen des Medikaments sollten es nicht einnehmen. Aus Vorsichtsgründen sollte eine Anwendung von Loratadin während der Schwangerschaft vermieden werden. Loratadin und sein aktiver Metabolit gehen in die Muttermilch über, weshalb der Wirkstoff nicht in der Stillzeit angewendet werden sollte.
Alternativen zu Loratadin
Es gibt verschiedene Alternativen zu Loratadin, darunter andere Antihistaminika wie Cetirizin oder Fexofenadin. Die Auswahl hängt von individuellen Faktoren wie der Verträglichkeit und der Wirksamkeit ab.
- Cetirizin ist ein Antihistaminikum, das ähnlich wie Loratadin wirkt. Es wird oft zur Behandlung von allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen eingesetzt. Cetirizin kann auch bei chronischem Nesselfieber (Urtikaria) angewendet werden.
- Fexofenadin ist ein nicht sedierendes Antihistaminikum, das die Wirkung von Histamin blockiert. Es wird zur Linderung von allergischen Symptomen wie Rhinitis und Urtikaria eingesetzt. Im Vergleich zu einigen anderen Antihistaminika verursacht Fexofenadin in der Regel weniger Schläfrigkeit.
- Desloratadin ist ein Metabolit von Loratadin und hat eine ähnliche Wirkungsweise. Es wird zur Behandlung von saisonalen allergischen Rhinitis, chronischer allergischer Rhinitis und chronischem Nesselfieber eingesetzt.
- Levocetirizin wird zur Behandlung von allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen und allergischer Rhinitis angewendet.
- Diphenhydramin ist ein älteres Antihistaminikum, das auch sedierende Eigenschaften hat. Es wird zur Linderung von allergischen Symptomen, aber auch zur Behandlung von Schlaflosigkeit und Juckreiz eingesetzt.
Häufig gestellte Fragen rund um Loratadin
Allgemeiner Hinweis: In unseren Ratgebern verwenden wir für die bessere Lesbarkeit überwiegend das generische Maskulinum. Gemeint sind damit aber auch Angehörige des weiblichen Geschlechts und anderer Geschlechtsidentitäten.

Über unsere Autorin:
Dr. Leonie Dolder | Ärztin
Ich bin Ärztin und medizinische Autorin aus Leidenschaft. Es liegt mir am Herzen, den Menschen Gesundheitsthemen näher zu bringen und Medizin verständlich zu erklären, denn ein gut informierter und aufgeklärter Patient kann sich besser um sein größtes Gut - seine Gesundheit - kümmern.
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