Warum brauchen wir Vitamin A?
✓ Pharmazeutisch geprüft - Lesezeit: 3 Minuten
Von Juliane Penk,
Apothekerin bei mycare.de
Aktualisiert: 25.09.2025
Vitamin A ist lebenswichtig für die Sehkraft, das Zellwachstum und die Funktion des Immunsystems. Insbesondere ist es für das Nachtsehen und die Entwicklung des Embryos in der Schwangerschaft von großer Bedeutung, es kommt als aktives Retinol in tierischen Produkten und als Beta-Carotin in Pflanzen vor, welches der Körper umwandelt. Ein Mangel kann zu Nachtblindheit führen, während eine Überdosierung durch zu viele tierische Produkte oder Präparate gefährlich sein kann, insbesondere für Schwangere. Eine Überdosierung durch pflanzliche Lebensmittel ist nicht möglich.
Vitamin A in Lebensmitteln
Tierische Produkte mit denen man einen Mangel gut vorbeugen kann sind:
Aber auch mit pflanzlichen Lebensmitteln kann man seinen täglichen Vitamin-A-Bedarf decken. In ihnen findet man oft Beta-Carotin. Dieses Provitamin-A wird nach der Aufnahme im Körper in Vitamin A Retinol umgewandelt. Produkte, die viel Beta-Carotin enthalten sind:
Karotten haben einen besonders hohen Carotingehalt.
Bedeutung von Vitamin A für die Augengesundheit
Das Vitamin A wird auch als Augenvitamin bezeichnet. Es ist insbesondere nachts am Sehvorgang beteiligt, da es ein elementar bedeutender Baustein des lichtempfindlichen Sehpigments in der Retina (Netzhaut) ist. Verbaut zwischen den Stäbchen hilft es dabei, hell und dunkel zu unterscheiden. Ohne genügend Vitamin A im Körper besteht die Gefahr, nachtblind zu werden.
Außerdem hilft das Vitamin dabei, die Augenoberfläche gegen Viren und Bakterien zu stärken. Dadurch wird das Risiko von Augeninfektionen gesenkt. Generell kann das Vitamin bei verschiedenen Augenkrankheiten helfen, die Sehbeschwerden zu lindern. Unter anderem beispielsweise als Tropfen gegen das Syndrom der trockenen Augen.
Richtige Einnahme
Es wird empfohlen bei der Aufnahme der pflanzlichen Produkte gleichzeitig etwas Fett mit einzunehmen, zum Beispiel in Form von Olivenöl. Der menschliche Körper kann so das Beta-Carotin leichter aufnehmen. Von der Leber gespeichert, gelangt es letztlich über den Blutstrom in die Körperzellen.
Weiterhin wird die Kombination mit Vitamin
E empfohlen. Es verhindert die Zerstörung des Retinols
aufgrund des Sauerstoffes.
Am längsten bleibt der Vitamin-A-Gehalt erhalten, wenn man die
Lebensmittel kühl, trocken und dunkel lagert.
Außerdem sollte man sie nicht zu lange kochen
lassen.
Vitamin A Mangel und dessen Auftreten
Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung benötigen
Frauen 0,8 mg Retinol und Männer 1,0 mg als täglichen Bedarf.
Jedoch hängt das auch von der Ernährung ab. Einen
erhöhten Bedarf an dem Vitamin haben Stillende,
Schwangere, Raucher und Alkoholiker. Auch bei Menschen
mit unausgewogener Ernährungsweise kann ein Mangel festgestellt
werden.
Zunächst ist es wichtig, die Anzeichen dieser Mangelerkrankung
richtig zu deuten und das Beschwerdebild zu erkennen. Befindet
sich unser Vitamin-A-Haushalt andauernd nicht im Gleichgewicht,
können sich zum Beispiel folgende Symptome
bemerkbar machen:
- Appetitlosigkeit
- Nachtblindheit
- Infektanfälligkeit
- Durchfall
- Gewebeschäden
- trockene Augen
- trockene Haut, Akne.
Mögliche Überdosierung
Vor allem durch eine vermehrte Einnahme der tierischen Lebensmittel, die viel Retinol beinhalten, kann es zu einer Überdosierung führen. Auch eine erhöhte Einnahme von Präperaten kann Folgen mit sich bringen.
Symptome einer Überdosierung sind:
- Kopfschmerzen
- Übelkeit
- starke Müdigkeit
- Schuppung der Haut.
Im Falle einer Schwangerschaft kann es zu Missbildungen des ungeborenen Kindes führen. Aus diesem Grund wird Schwangeren geraten den Verzehr von Leber einzuschränken.
Durch pflanzliche Lebensmittel hingegen kann das nicht passieren, da der Körper die Carotinoide bei einem hohen Vitamin-A-Gehalt nicht mehr in Retinol umwandelt. Es könnte lediglich sein, dass man durch die ständige Einnahme von zum Beispiel Karotten eine leichte Orange-Färbung der Haut beobachten kann.
Vitamin-A-Präparate
Bleiben die Symptome einer Mangelerscheinung längere Zeit
bestehen, sollte eine gezielte Rücksprache mit dem
Hausarzt erfolgen. Anhand einer Blutentnahme kann ein
etwaiger Vitamin A-Mangel erkannt und zeitnah therapiert
werden. Das kann durch Vitamin-A-Präparate erfolgen.
Die Behandlung kann zum Beispiel durch die Einahme von Kapseln,
Saft, und Geele oder durch Salben für die Augen erfolgen.
Jedoch ist natürlich zu beachten, dass Vitamin-Präparate
keine gesunde und ausgewogene Ernährung
ersetzen.
Ideal sind kombinerte Präparate, wie Multivitamine
oder A-C-E Präperate. Die Kombination von Vitamin A,
Vitamin C und Vitamin E bietet dem Körper eine gute Versorgung.
Menschen, die lange Zeit am Computer oder anderen Monitoren
arbeiten oder nachts konzentriert Auto fahren müssen können ihr
Sehvermögen
durch die Präparate fördern. Dabei sollte aber immer darauf
geachtet werden, dass keine Überdosierung erfolgt. Denn die
Präparate enthalten meist unterschiedliche Mengen an Vitamin A.
Wenn während ihrer Vitamin-A-Behandlung vermehrt Symptome wie
auftreten, sollten sie dringend ihren Arzt
besuchen. Denn diese Anzeichen könnten auf eine
Überdosis der Präparate hinweisen.
Darüber hinaus wird Vitamin A-Säure in verschiedenen Kosmetika
zur Behandlung der Haut verwendet. Eine verbesserte
Hautstruktur, weniger Falten und das Verschwinden von
Akne sollen das Ergebnis sein. Auch Schuppenflechten
werden erfolgreich mit dem Vitamin und seinen Derivaten
behandelt.
Häufig gestellte Fragen rund um Vitamin A
Allgemeiner Hinweis: In unseren Ratgebern verwenden wir für die bessere Lesbarkeit überwiegend das generische Maskulinum. Gemeint sind damit aber auch Angehörige des weiblichen Geschlechts und anderer Geschlechtsidentitäten.

Über unsere Autorin:
Juliane Penk | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Mein Beruf als Pharmazeutisch-technische Assistentin beinhaltet insbesondere die Beratung zu Gesundheitsthemen, Arzneimitteln, Medizinprodukten, Nahrungsergänzungsmitteln, aber auch zu Pflegeprodukten. Um zu Neuheiten auf dem Laufenden zu bleiben, sind regelmäßige Fortbildungen wichtig. Mehr über Juliane Penk
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