Fakten zu Deo und Antitranspirant: Wirksame Helfer gegen Schweiß?

✓ Pharmazeutisch geprüft - Lesezeit: 3 Minuten

Von Ulrike Wendt, PTA bei mycare.de
Aktualisiert: 25.09.2025

Ein Mann sprüht sich ein Deospray in die Achsel.

Deodorants und Antitranspirante wirken unterschiedlich gegen Schweiß. Ein Deo verhindert mit antibakteriellen Wirkstoffen und Duftstoffen die Geruchsbildung, stoppt jedoch nicht das Schwitzen. Antitranspirante hingegen reduzieren mit Aluminiumsalzen die Schweißproduktion um bis zu 50 Prozent, indem sie die Poren verengen. Obwohl Aluminium als unbedenklich gilt, wird trotzdem von einer Anwendung auf frisch rasierter Haut abgeraten. Wer weniger schwitzen möchte, greift zum Antitranspirant und wer nur Gerüche verhindern will, ist mit einem Deo gut beraten. Es gibt auch noch Salbei, welches als natürliche Alternative verwendet wird, um Schweißbildung zu regulieren.


Entstehung von Schweißgeruch

Fast überall in der Haut des Körpers verteilt sitzen Schweißdrüsen, die bei der Regulierung der Körpertemperatur helfen. Wird der Körper zu heiß, wird Schweiß produziert, um ihn abzukühlen. Diese Reaktion unseres Körpers auf hohe Temperaturen ist wichtig, denn sie schützt uns nachhaltig vor einer gefährlichen Überhitzung. Verantwortlich für die Bildung von Schweiß ist eine Drüse in der Lederhaut – unterhalb der Epidermis liegend. Hier wird der Schweiß produziert und an Poren in der Oberhaut weitergeleitet. Von dort aus treten Schweißperlchen nach außen, benetzen unsere Haut und sorgen aufgrund der einsetzenden Verdunstung für angenehme Abkühlung. Vermischt sich dieser zum größten Teil aus Wasser bestehende Schweiß mit den Bakterien, die natürlich auf der Hautoberfläche vorkommen, entsteht der typische Schweißgeruch. Um diesen möglichst gering zu halten, sollte die Kleidung täglich gewechselt werden. Für die regelmäßige Dusche empfiehlt sich ein seifenfreies Duschgel, das die Haut nicht zusätzlich belastet. Durch scharfe Speisen, Rauchen und Alkohol wird die Schweißbildung verstärkt. Bei extremer Schweißbildung, besonders bei Nachtschweiß, sollte ein Arzt zur Klärung der Ursache hinzugezogen werden.

Infografik: Fakten Zu Deo und Antitranspirant

 

Deo - kurz erklärt

Deodorants, oder kurz Deo, werden spezielle Kosmetikprodukte genannt, die vorwiegend unter den Armen eingesetzt werden. Sie enthalten antibakterielle Wirkstoffe, die das Wachstum der schweißzersetzenden Bakterien hemmen und damit den unangenehmen Körpergeruch verhindern. Allerdings können genau diese Wirkstoffe auch die natürliche Hautflora durcheinanderbringen. Sie enthalten zudem Duftstoffe, die den Geruch überdecken. Wer nur die Geruchsbildung sicher vermeiden will, ist mit einem milden Deo mit frischem Duft gut beraten. Herkömmliche Deos werden an den Achseln verwendet.

Arten von Deos gegen Schweißgeruch

Die Zusammensetzung der Deos hat immer das Ziel, Gerüche möglichst effektiv zu unterbinden oder zu überdecken. Die Auswahl an Geruchshemmern ist groß. Jede Marke bietet verschiedene Düfte an, die meist frisch riechen. Wenn Sie sensible Haut haben oder direkt nach dem Rasieren unter den Achseln einen Deo-Schutz auftragen wollen, sollten Sie auf Deos zurückgreifen, die sanft zur Haut sind. Deos können auch geringe Mengen an Aluminium in natürlicher Verbindung oder chemischen Bestandteil als Wirkstoff enthalten. Das Institut für Risikobewertung hält den Einsatz von Deos mit Aluminium für unbedenklich. Nach der Rasur oder bei kleinen Wunden unter der Achsel sollte man auf Deos mit Aluminium trotzdem verzichten. Wenn man bedenkt, dass unter anderem auch über die Nahrung ebenfalls Mengen des Metalls in unseren Körper gelangen, erschließt sich die Empfehlung von selbst, auf zusätzliches Aluminium in Kosmetika möglichst zu verzichten.

 Tipp: Das Widmer Deodorant ohne Aluminiumsalze ist auch ohne Alkohol und daher für empfindliche oder irritierte Haut geeignet.

 

Anwendung von Deodorants

Alle Deodorants sind vor allem für die Anwendung unter den Armen geeignet. Wie sie dort aufgetragen werden, unterscheidet sich aber. Sie können je nach persönlicher Vorliebe zwischen vier Arten wählen:

  • Spray: Das Spray ist die beliebteste Form. Deodorant Sprays verteilen sich per Knopfdruck gleichmäßig unter den Achseln. Deosprays haben eine schnelle Trocknungszeit. Kaum ist das Spray aufgetragen, können Sie auch schon Ihr T-Shirt anziehen.
  • Stick: Tropfsicher und damit auch in einer Reisetasche gut aufgehoben ist der Deo Stick. Er hat eine feste Konsistenz. Sie drehen ein wenig von dem Deodorant Stick heraus und tragen ihn direkt auf die Haut auf.
  • Roll-On: Bei einem Deo Roll-On ist der Geruchshemmer in flüssiger Form vorhanden. Der Deo-Roller hat eine Kugel, durch den die Flüssigkeit direkt auf die Haut aufgetragen wird.
  • Kristall: Ein Deo-Kristall ist geruchlos und ohne Konservierungsstoffe. Vor dem Auftragen müssen Sie ihn leicht befeuchten und ihn dann einfach über die Achsel streichen.
  • Creme: Mit einer Deocreme cremen Sie ihre Achseln ein. Diese Form ist besonders hautfreundlich pflegend und hygienisch, wenn beim Auftragen die Tube oder der Spender nicht in direkten Kontakt mit der Haut kommt.

Antitranspirant - kurz erklärt

Während Deos den Geruch nur überdecken, greifen Antitranspirante in die Schweißbildung ein. Ihre Wirkstoffe, zumeist Aluminiumsalze, verengen die Schweißporen und können so die Schweißbildung um bis zu 50 Prozent reduzieren. Um übermäßiges Schwitzen zu vermeiden, ist ein Antitranspirant daher die bessere Wahl als ein herkömmliches Deo. Es wird an allen Stellen mit stärkerer Schweißbildung angewendet. Zusätzlich hemmen viele Antitranspirante das Wachstum der schweißzersetzenden Bakterien. Durch diese entsteht der unangenehme Geruch. Ohne Aluminium gibt es bisher nur wenige antitranspirante Schweißhemmer – die meist in Ihrer Wirkung nicht ganz so effektiv sind. Bei empfindlicher Haut sollten Sie darauf achten, dass kein Alkohol in dem Mittel enthalten ist.

Risiken von Aluminium in Antitranspiranten

Das in den Schweißhemmern enthaltene Aluminium wirkt an sich rein äußerlich. Es kann aber dennoch sein, dass kleine Mengen in den Körper gelangen. Unter anderem zum Beispiel beim Auftragen direkt nach dem Rasieren der Achsel: Durch winzig kleine Verletzungen, die mit dem Auge kaum sichtbar sind, kann das Aluminium in den Körper eindringen und sich dort anlagern. Bisher ist noch nicht vollständig klar, was das Leichtmetall für Auswirkungen im Körper hat. Es steht im Verdacht, Nieren und Nerven schädigen zu können. Die Dosis ist hier allerdings wichtig. Eine Stellungnahme vom Bundesinstitut für Risikobewertung aus dem Jahr 2020 gibt an, dass gesundheitliche Schäden durch das Aluminium in Antitranspiranten unwahrscheinlich sind.

Anwendung von Antitranspiranten gegen Schweiß

In der Darreichungsform unterschieden sich die Antitranspirante nicht stark von den Deodorants:

  • Roll-on: Der Schweißhemmer ist flüssig und wird mittels einer Kugel auf die Achsel aufgetragen.
  • Kristall: Den Kristall leicht befeuchten und über die Achsel streichen.
  • Creme: In die Achselhöhle einmassieren.
  • Spray: Ein oder zwei Spraystöße genügen meist für den aktiven Schutz vor Schweißbildung.
  • Stick: Den Stick ein wenig herausdrehen und damit über die Achsel fahren.

Nur in der Anwendung gibt es Unterschiede zu Deodorants. Während diese täglich am besten direkt morgens aufgetragen werden, müssen einige Antitranspirante nur in der ersten Zeit täglich eingesetzt werden. Sobald die Wirkung einsetzt, reicht es, die Achseln je nach Produkt mitunter nur noch zwei- oder dreimal in der Woche mit dem Mittel zu behandeln, um die Schweißbildung gehemmt zu halten. Dadurch haben Sie einen andauernden, schweißhemmenden Schutz.

Unterschied zwischen Antitranspirant und Deodorant

Wer weniger schwitzen möchte, kommt um den Griff zu einem Antitranspirant nicht herum. Ein Deo hat geruchshemmende Eigenschaften, der Schweiß selbst wird nicht gemindert. Weniger Schweiß ist daher ein großer Vorteil der Antitranspirante. Allerdings ist Aluminium in fast allen antitranspiranten Produkten enthalten – wem dieser Wirkstoff in Kosmetik nicht gefällt, der sollte lieber Deodorants benutzen.

 Zusatzinfo: Salbei ist eine seit Jahrtausenden geschätzte Arzneipflanze, die als Phytotherapeutikum mild unter anderem auch bei starkem Schwitzen zur Anwendung kommt. Hierfür bereitet man einen Tee und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Der regelmäßige Genuss des Tees kann die Schweißbildung regulieren. Alternativ gibt es Salbei auch als freiverkäufliches Arzneimittel zum Einnehmen.




Häufig gestellte Fragen rund um Deo und Antitranspirant

Was ist der Unterschied zwischen einem Deo und einem Antitranspirant?
Wie entsteht der typische Schweißgeruch?
Sind Aluminiumsalze in Antitranspiranten gesundheitsschädlich?
Welche natürlichen Alternativen gibt es zu Deos und Antitranspiranten?
Wie werden Deos und Antitranspirante korrekt aufgetragen?

Allgemeiner Hinweis: In unseren Ratgebern verwenden wir für die bessere Lesbarkeit überwiegend das generische Maskulinum. Gemeint sind damit aber auch Angehörige des weiblichen Geschlechts und anderer Geschlechtsidentitäten.

Autorin PTA Ulrike Wendt

Über unsere Autorin:

Ulrike Wendt | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Ich bin seit 17 Jahren Pharmazeutisch-technische Assistentin bei mycare.de. Aufgrund der langen Berufserfahrung und der regelmäßigen Fortbildung sind wir schon Experten in Gesundheitsthemen. Mehr erfahren über U. Wendt

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