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Was hilft bei Nasenbluten?

Von Grit Ritter,Pharmazieökonomin bei mycare.de
Aktualisiert: 28.10.2021

Nasenbluten

Dass es so leicht zu Nasenbluten kommt, hängt mit der üppigen Durchblutung unserer Nase zusammen. Dadurch ist das Riechorgan anfälliger für Blutungen. Verschiedene Faktoren können diese auslösen:

  • Trockene Nasenschleimhäute im Winter.
  • Ein bohrender Fingernagel.
  • Heftiges Schnäuzen oder Niesen.

Was ist Nasenbluten?

Nasenbluten, oder Epistaxis, kann viele verschiedene Ursachen haben. Eine Drucksteigerung in der Nase oder mechanische Manipulation können die empfindlichen Äderchen in der Nase zum Platzen bringen. Werden Mittel gegen verstopfte Nasen länger als eine Woche angewendet, verändert sich die Nasenschleimhaut, sie trocknet aus, kann bluten und verkümmern. Ein Sturz oder ein Schlag sind typische Auslöser, aber auch ein Fremdkörper (besonders bei Kindern) kann Nasenbluten auslösen. Andere Ursachen können Erkrankungen mit erhöhter Blutungsneigung sein oder bestimmte Gefäßerkrankungen.

Dabei ist in fast 80 Prozent aller Fälle von Nasenbluten eine Verletzung im Bereich der vorderen Nasenscheidewand Ursache des Blutaustritts. Die Epistaxis hält in diesen Fällen oft nur kurzfristig an und der Blutverlust ist sehr gering. Anders sieht das bei hellrot spritzendem, arteriellem Nasenbluten aus, das durch eine Arterienverletzung im hinteren Bereich des Riechorgans ausgelöst wird und bedrohliche Ausmaße annehmen kann. Als Folge besteht hier die Gefahr des Verblutens oder des Erstickens, wenn es zum Bewusstseinsverlust kommt.

Welche Faktoren verursachen Nasenbluten?

Nasenbluten kann durch die Einnahme bestimmter Medikamente entstehen, welche die Blutgerinnung hemmen. Dies kann zum Beispiel bei der Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten wie ASS, Clopidogrel oder Cumarine passieren. Ein Vitamin-K-Mangel kann Nasenbluten ebenfalls begünstigen, da Vitamin K eine wichtige regulierende Funktion auf die Blutgerinnung hat. Auch verschiedene Erkrankungen können die nasale Blutung als Symptom haben. Grippe oder Masern können die Blutung beispielsweise auslösen, sowie auch generell Erkältungskrankheiten. In seltenen Fällen kann das Bluten auch auf eine Erkrankung an den Nieren hinweisen oder auf diverse Autoimmun- und Erbkrankheiten wie Morbus Wegener oder Hämophilie. In den meisten Fällen entsteht die blutende Nase aber durch harmlose Ursachen wie:

  • Heftiges Naseputzen.
  • Schlag auf die Nase.
  • Allergien wie Heuschnupfen.
  • Trockene Schleimhaut im Riechorgan.
  • Schnupfen und andere Atemweginfekte, die zu einer verstärkten Durchblutung der Nasenschleimhaut führen.
  • Nasebohren.
  • Schleimhautreizende Stoffe wie Chlor oder Zigarettenrauch.

Generell gilt, dass Sie bei starkem Nasenbluten zum Arzt gehen sollten. Ebenso, falls sich die Blutung nicht stillen lässt, die nasale Blutung häufig auftritt oder ein chronisches Nasenbluten vorliegt.

Was hilft gegen den Blutaustritt?

Drei Maßnahmen können direkt gegen den Blutaustritt aus dem Riechorgan helfen. Falls diese die Blutung allerdings nicht innerhalb von 15 bis 20 Minuten stoppen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Aufrecht hinsetzen, Kopf nach vorne beugen und Stirn abstützen: Das Blut läuft so nach vorne aus der Nase. Dadurch ist die Gefahr, sein eigenes Blut zu schlucken und dadurch einen Brechreiz auszulösen, geringer. Außerdem haben Sie so einen Überblick über die verlorene Blutmenge.

Die Nasenflügel zusammendrücken: Halten Sie den Druck einige Minuten aufrecht und kontrollieren Sie dann, ob die Blutung aufgehört hat. Falls nicht, wiederholen Sie dieses Vorgehen.

Kühlen: einen Eisbeutel, ein feuchtes Tuch oder eine eingewickelte Kühlkompresse in den Nacken oder über die Nasenwurzel unter der Stirn legen. Durch die Kälte ziehen sich die Blutgefäße zusammen.

Legen Sie sich nicht hin, da hierbei genau wie beim nach hinten legen des Kopfes Blut in den Rachenraum fließen kann. Sie sollten keine Taschentücher, Wattebäusche oder Ähnliches in die Nase einführen, da ein Entfernen dieser Hilfsmittel die Wunde lediglich wieder aufreißt. Nach Stillstand der Blutung nicht gleich wieder die Nase schnäuzen.

Vermeiden Sie heftiges Schnäuzen, Nasenbohren und sorgen Sie für ein angenehm feuchtes und frisches Raumklima. Regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft können dem Auftreten von starken Blutungen aus dem Riechorgan ebenfalls vorbeugen. Gerade im Winter, bei trockener Luft und wenn eine Erkältungswelle die nächste jagt, greifen viele Menschen gerne zu Nasentropfen und -sprays. Diese sollten, wenn überhaupt, aber nur kurzzeitig angewendet werden. Sie können häufiges Nasenbluten begünstigen. Besser geeignet ist eine Nasendusche. Sie kann einer Erkältung vorbeugen und bereits bestehende Erkältungssymptome lindern. Zur sanften Pflege der Nase bieten sich dexpanthenolhaltige Salben und Sprays an. Auch Nasensprays mit isotonischer Kochsalzlösung oder Meerwasser sorgen für ein gutes Klima im Naseneingang. Wenn die Epistaxis durch eine Allergie auftritt, sollten Sie die Auslöser, wenn möglich, meiden. Auch eine Hyposensibilisierung kann helfen. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung kann zudem Übergewicht und damit einhergehenden Gefäßverkalkungen vorbeugen – eine Epistaxis, die infolge von Arterienverkalkung auftritt, kann dadurch verhindert werden.

Autorin Pharmazieökonomin Grit Ritter

Über unsere Autorin:

Grit Ritter | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Seit über 20 Jahren bin ich im Pharmateam des Unternehmens verwurzelt. Grundlegend dafür ist die Leidenschaft für Gesundheitsthemen incl. Prävention. Regelmäßige Fortbildungen sind da essenziell. Neben Kundenberatung sind Betriebl. Gesundheitsmanagement, Haus- und Reiseapothekenchecks und pharmazeutisches Marketing Schwerpunkte meiner Tätigkeit bei mycare.de. Mehr erfahren

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Martina, Marketing bei mycare.de

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