Anmelden
mycarePlus

Wer ist gefährdet an Osteoporose zu erkranken?

Von Birgit Witte, PTA bei mycare.de
Aktualisiert: 08.09.2021

Osteoporose

Ein Stolpern, eine verstärkte Belastung oder ein leichter Sturz führen bei Osteoporose bereits zu Knochenbrüchen. Ein Alarmzeichen sind schmerzhafte Spontanbrüche und Wirbelkörperverformungen ohne erkennbare Ursache.

Besonders gefährdet an Osteoporose zu erkranken sind Frauen nach der Menopause und nach dem 70. Lebensjahr. Die Synthese des Proteins Calcitonin und des Vitamins D, beide wichtig für den Knochenaufbau, werden je nach Geschlecht von den Sexualhormonen Östrogen oder Testosteron gesteuert. Weil bei der Frau der Östrogenspiegel nach den Wechseljahren absinkt, leidet auch der Knochenstoffwechsel. Daher sind Frauen auch stärker betroffen als Männer, bei denen der Testosteronspiegel noch lange konstant bleibt.

Ursachen und Diagnose

Neben einer genetischen Disposition spielen die Lebensweise und der allgemeine Gesundheitszustand eine Rolle dabei, ob Osteoporose entsteht oder nicht:

  • Bewegungsmangel
  • einseitige Ernährung mit zu viel Phosphat
  • häufige Diäten
  • übermäßiger Kaffee-, Nikotin- oder Alkoholgenuss
  • Medikamenteneinnahme: Kortison, Krebs-Therapeutika, Antidepressiva
  • Erkrankungen der Schilddrüse oder der Nebennieren

Nach Spontanbrüchen oder bei häufigen Stürzen empfiehlt sich insbesondere älteren oder Menschen mit Vorerkrankungen eine Untersuchung auf Osteoporose. Bei der Anamnese werden nicht nur Lebensumstände, sondern auch Bewegungs- und Funktionsstörungen sowie Medikamenteneinnahme oder frühere Knochenbrüche überprüft. Wichtig ist auch die Messung der Knochendichte (Osteodensitometrie), die mit niedrig dosierten Röntgenstrahlen an der Lendenwirbelsäule ermittelt wird. Brüche und kriechende Verformungen von Wirbelkörpern sind typische Erscheinungsformen der Osteoporose: Sie werden ebenfalls durch Röntgen festgestellt.

In einer speziellen Blutuntersuchung wird nach Entzündungsanzeigern gesucht, die wiederum auf die Ursache der Wirbelkörperverformungen hinweisen.

Vorbeugung und Therapie

Vorbeugend und auch bei der Therapie helfen folgende Maßnahmen:

  • Die Patienten sollten auf ihr Gewicht achten: Untergewicht fördert den Knochenschwund.
  • Eine üppige Versorgung mit Vitamin D und Calcium sind wichtiger als noch vor Kurzem angenommen. Zwar kann der Körper Vitamin D selbst herstellen, doch nimmt diese Fähigkeit mit dem Alter ab, eine entsprechende Nahrungsergänzung ist daher sinnvoll.
  • Eine vielseitige, gesunde Ernährung mit ausreichend Milchprodukten unterstützt die Therapie und die Vorbeugung.
  • Reichlich Bewegung fördert unter anderem auch den Knochenstoffwechsel: Sanftes Kraft-Training, Gymnastik, Nordic Walking und Wandern können auch von älteren Menschen wieder vorsichtig antrainiert werden.
  • Gegen Osteoporose gibt es Medikamente, die den Knochenabbau aufhalten oder helfen, den Knochenstoffwechsel zu fördern. Zusammen mit einer Verbesserung der Lebensumstände und einer wirksamen Schmerztherapie, die mehr Bewegung ermöglicht, kann der Knochenabbau-Prozess verlangsamt oder aufgehalten werden.

Autorin PTA Dr. Birgit Witte

Über unsere Autorin:

Dr. Birgit Witte | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Als Pharmazeutisch-technische Assistentin mit über 20 jähriger Berufserfahrung interessiere ich mich nicht nur für die Geschichte der Pharmazie - vor allem liegt mein Fokus auch auf modernem Wissen und aktuellen Themen, um in allen Gebieten rund um die Gesundheit umfassend zu beraten. Mehr erfahren

Produkte zum Thema OsteoporoseWeitere passende Produkte

Weitere zum Thema passende BeiträgeWeitere Themen

Martina, Marketing bei mycare.de

Bleiben Sie zu aktuellen Gesundheitsthemen und Aktionen auf dem Laufenden.

Melden Sie sich jetzt an und gewinnen Sie eine JubelBox!

  • Top-Angebote
  • Neuheiten
  • Gewinnspiele
  • Gratis-Zugaben
  • Gutscheine
  • Tipps & Beratung
Jetzt abonnieren