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Was muss ich beim Blutspenden beachten?

Von Christine Buse, Apothekerin bei mycare.de
Aktualisiert: 13.01.2022

Frau beim Blutspenden

Blutspenden retten Leben. Der Weltblutspendetag am 14. Juni soll Menschen daran erinnern. Etwa 15.000 Blutspenden werden pro Tag für die medizinische Versorgung benötigt. Jede einzelne Spende ist daher wichtig – nicht nur für die Versorgung von Unfallopfern, die viel Blut verlieren, sondern auch für unter anderem Krebspatienten oder für Menschen, die an Magen-Darm- oder Leber- und Nierenkrankheiten leiden. Auch bei Komplikationen unter der Geburt kann Blut von Spendern nötig sein. Dieser hohe Bedarf an Blutkonserven hängt mit dem medizinischen Fortschritt zusammen – nur dank der modernen Transfusionsmedizin sind viele Operationen und Transplantationen möglich geworden.

Wer darf Blut spenden?

Blutspender müssen einige Kriterien erfüllen, damit die Spende möglich ist.

Infografik Blutspende - Kriterien für Blutspender im Überblick.

Welche Kriterien sprechen gegen eine Blutspende?

Um die Gesundheit der Blut gebenden und empfangenden Personen zu schützen, gibt es Regeln der Blutspendedienste, die einen zeitlich begrenzt oder auch dauerhaft von der Blutspende ausschließen. Eine Erkältung, Fieber und Durchfall gehören zu diesen Kriterien. Erkrankte sollten die Spende in diesem Fall zwischen einer und vier Wochen zurückstellen. Auch nach einer zahnärztlichen Behandlung ist es sinnvoll, erst nach ein paar Tagen zur Blutspende zu gehen. Verschiedene Medikamente können einen ebenfalls von der Blutentnahme ausschließen – dies wird im Einzelfall beurteilt. Nach einem Piercing, einer Tätowierung oder einer Akupunktur können kleinste Verletzungen am Körper entstehen, die Haut kann sich dadurch entzünden. Das Infektionsrisiko durch den kosmetischen Eingriff oder die Akupunktur muss ausgeschlossen sein, ehe es wieder möglich ist, Blut zu spenden.

Wie oft darf ich Blut spenden?

Generell sollte zwischen Blutspenden mindestens ein Zeitraum von acht Wochen liegen, damit der Körper genug Zeit hat, sich von der Blutentnahme zu erholen. Allerdings gibt es Unterschiede bei Männern und Frauen. Frauen sollten nur viermal in zwölf Monaten zur Blutspende gehen, Männer können sechsmal im Jahr spenden.

Wie ist der Ablauf einer Blutspende?

Zu Beginn werden die persönlichen Daten des Spenders durch einen Mitarbeiter vom Blutspendedienst aufgenommen und mit einem Fragebogen wichtige Infos zur gesundheitlichen Vorgeschichte abgefragt. Danach wird der Hämoglobin-Wert im Blut bestimmt. Dies geschieht durch einen kleinen Tropfen Blut aus der Fingerkuppe oder dem Ohrläppchen. Ist der Wert in Ordnung, geht es zu einem Check und einer gesundheitlichen Aufklärung durch einen Arzt oder eine Ärztin. Hier wird Blutdruck, Puls und Körpertemperatur gemessen. Der Spender-Fragebogen wird ebenfalls besprochen. Erst nach der ärztlichen Untersuchung und dem Ausschluss aller Kriterien, die gegen eine Spende sprechen könnten, geht es weiter zur eigentlichen Blutspende. Dabei werden dem Spender mit einer Kanüle aus der Armbeuge etwa 500 Milliliter Blut entnommen. Etwa fünf bis zehn Minuten dauert eine Blutspende – mit der Untersuchung im Vorfeld, der Ruhephase danach und einem kleinen Imbiss dauert die Spende etwa eine Stunde.

Was passiert mit dem Blut nach der Spende?

Das gespendete Blut wird in ein Labor geschickt. Dort wird es auf verschiedene Infektionen, wie HIV oder Hepatitis, getestet. Durch diese Tests soll sichergestellt werden, dass die Empfänger nur gesundes Blut erhalten. Die Blutspende wird außerdem in seine Bestandteile zerlegt: In Blutplasma, Blutplättchen, weiße Blutkörperchen und rote Blutkörperchen. Die roten Blutkörperchen werden bei Blutverlust verwendet. Die Blutplättchen können zur Blutgerinnung eingesetzt werden und mit Blutplasma werden unter anderem Medikamente für die Krebstherapie hergestellt. Die weißen Blutkörperchen können nicht weiterverwendet werden. Die einzelnen Bestandteile des Bluts können zudem teilweise nur geringe Zeit aufbewahrt werden. Regelmäßige Blutspenden sind daher wichtig.

Autorin Apothekerin Christine Buse

Über unsere Autorin:

Christine Buse | Apothekerin
Nach meinem Abitur ging ich an die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und studierte Pharmazie. Besonders fokussierte ich mich auf die Fachrichtung Arzneimittelversorgung. Dank harter Arbeit und viel Wissen wurde ich Apothekerin mit Approbation und Diplom Pharmazeutin. Mit meinem Mann gründete ich zusammen in Lutherstadt Wittenberg die Robert-Koch-Apotheke. Mehr erfahren

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