Die Ursachen von Hautausschlägen und wie man sie behandelt

✓ Pharmazeutisch geprüft - Lesezeit: 3 Minuten

Von Grit Ritter, Pharmazieökonomin bei mycare.de
Aktualisiert: 23.09.2025

Eine Hand die eine andere, an einer roten Stelle, kratzt

Hautausschläge sind Hautveränderungen, die durch eine Vielzahl innerer und äußerer Faktoren ausgelöst werden, darunter Viren, Bakterien, Allergien und bestimmte Medikamente. Sie können sich als Flecken, Quaddeln oder Bläschen zeigen und von Symptomen wie Juckreiz oder Schmerzen begleitet sein. Zu den bekannten Ursachen gehören Kinderkrankheiten wie Masern und Windpocken, aber auch Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Pilzinfektionen. Die Behandlung kann durch lokale Therapien mit Cremes, Salben oder Badezusätzen erfolgen, aber auch Kortison- und Antihistaminika-Präparate können Juckreiz und Rötungen lindern. Bei unklaren, sich ausbreitenden oder mit weiteren Symptomen wie Fieber verbundenen Ausschlägen sollte immer ein Arzt aufgesucht werden, um eine genaue Diagnose und geeignete Behandlung sicherzustellen. Eine gute Hautpflege, die der Jahreszeit angepasst ist, dient zudem der Vorbeugung.


Merkmale eines Hautausschlags

Der Mediziner nennt Hautveränderungen Effloreszenzen und unterscheidet zwischen den primär auftretenden und den später folgenden sekundären Effloreszenzen. Zu den sogenannten Primäreffloreszenzen gehören beispielsweise Flecken, Knötchen, Quaddeln, Bläschen und Pusteln. Im weiteren Verlauf können sich diese Veränderungen ausbreiten oder zu schuppenden beziehungsweise nässenden Ekzemen, Krusten, flächig erhabenen Hautveränderungen, Geschwüren sowie Haut- und Gewebedefekten weiterentwickeln. Bei unklaren oder neuen Symptomen sollten Sie den Rat eines Mediziners der Eigendiagnose oder -therapie grundsätzlich vorziehen.

Mögliche weitere Symptome neben Hautveränderungen

Je nach Ursache der Hautausschläge können begleitend außerdem auch Symptome wie Juckreiz, Schmerzen und / oder Fieber auftreten. In seltenen Fällen kann der Hautauschlag zum Beispiel durch eine Viren-Hepatitis (durch Viren verursachte Leberentzündung) ausgelöst werden. In diesem Fall können unter anderem grippeähnliche Symptome und Gelbsuchterscheinungen, Übelkeit oder Gelenkschmerzen auftreten. Eine chronische Hepatitis zeigt sich manchmal begleitend anhand von Ausschlägen an den Handflächen und Fußsohlen mit starkem Juckreiz.

Infografik Hautausschlag: Aussehen, Ursachen und Behandlung

Ursachen von Hautausschlag

Neben Allergien sind vor allem Viren, Bakterien, Hauterkrankungen und Medikamente Auslöser von Hautausschlägen. Dabei sind die Ursachen jedoch nicht immer einfach zu finden, denn manchmal liegt der Kontakt zu den Auslösern schon einige Zeit zurück. Daneben können Hautausschläge Symptom einer allergischen Reaktion sein oder werden durch den Kontakt zu aggressiven, toxischen Substanzen ausgelöst. Außerdem sollte daran gedacht werden, dass auch Medikamente wie beispielsweise Antibiotika oder psychische Belastungen Hautausschläge verursachen können. Seltener stecken dagegen Autoimmunerkrankungen der Haut, Gefäßentzündungen oder andere Systemerkrankungen hinter den oftmals unangenehmen und belastenden Hautausschlägen.

Krankheiten als Ursache von Hautausschlag

Bekannte Klassiker sind die Hautausschläge der Kinderkrankheiten wie Windpocken, Masern, Röteln oder Scharlach. Diese sind vom Arzt relativ routiniert zu diagnostizieren. Erreger sind hier Viren oder Bakterien. Aber auch infektiöse sowie nichtinfektiöse Hauterkrankungen sind durch typische Hautausschläge gekennzeichnet. Dazu gehören beispielsweise Neurodermitis, Schuppenflechte und Akne aber auch ansteckende Erkrankungen wie Eiterflechte, Pilzinfektionen oder Krätze.

Behandlung von Hautausschlag

Es erschließt sich von selbst: so vielfältig Art und Ursache der Hautveränderungen, so vielfältig sind auch die Therapieoptionen. Grundsätzlich kann man vereinfacht sagen, dass die lokale Behandlung erkrankter Hautpartien im Vordergrund steht und deshalb Medikamente zur äußeren Anwendung primär eingesetzt werden. Damit sind nicht nur Salben und Cremes gemeint, sondern auch Badezusätze wie Tannolact, Tinkturen wie das kopfhautberuhigende Tonikum von Eucerin, oder mit Wirkstoffen versetztes Verbandmaterial. Salbenkompressen oder Pflaster gibt es zum Beispiel mit Substanzen wie Teer, Jod, Harnstoff oder Schwefel. Immunmodulatoren in Salbendarreichung können das Immunsystem positiv bei entzündlichen Erkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte beeinflussen.

Das körpereigene Nebennierenrindenhormon Kortison zählt sowohl in verschreibungspflichtigen als auch freiverkäuflichen Verbindungen, beispielsweise in der Soventol HydroCort Creme, zu den wichtigsten Arzneimitteln zum Auftragen auf die Haut bei Allergien, Haut- und Autoimmunerkrankungen, Entzündungen und Ekzemen. Oftmals geht es nur allein darum, Symptome wie Juckreiz und Rötung verursacht durch Kratzen zu lindern. Hier können Antihistaminika in Form von Gel, beispielsweise von Fenistil, oder Tabletten wirkungsvoll Abhilfe schaffen

 Tipp: Für die natürliche Behandlung als Option für die Hausapotheke und die ganze Familie eignet sich zum Beispiel die WALA Rosatum Heilsalbe Die WALA Heilsalbe unterstützt das Abheilen von oberflächlichen Wunden, kann Juckreiz lindern und die Haut wieder weich und geschmeidig machen.

Ärztliche Abklärung bei Hautausschlag

Manche Hautveränderungen brauchen scheinbar nur ein wenig Geduld, Zuwendung und intensive Pflege, um so plötzlich wieder zu verschwinden, wie sie gekommen sind. Schwellung, Juckreiz, Rötung und Schmerzen an der betroffenen Stelle können harmloser Natur sein, aber auch einen ernsteren Hintergrund haben.

Deshalb sollte man die Grenzen der Selbstmedikation unbedingt beachten. Von der Eigenbehandlung absehen sollte man grundsätzlich, wenn die Hautveränderung Kinder oder Säuglinge betrifft. Auch ein plötzlicher, heftiger und eventuell bei zusätzlich unbekannter Ursache auftretender Hautausschlag, der sich allmählich verbreitet oder schubweise auftritt, gehört nicht in die Selbstmedikation. Wenn der Ausschlag sich verändert und sich plötzlich Pusteln, Knoten, Schuppen oder Bläschen bilden, rote Flecken bluten oder zusätzliche Symptome wie Zittern, Fieber oder Atemnot bemerkt werden, sollte schleunigst der Arzt konsultiert werden. Als erster Anlaufpunkt kann der Hausarzt, bei Kindern dementsprechend der Kinderarzt, vielfach schon helfen. Bei spezielleren Fällen wird dieser dann an einen Dermatologen (Hautarzt) oder sonstigen entsprechenden Facharzt überweisen.




Häufig gestellte Fragen rund um den Hausausschlag

Was sind die häufigsten Ursachen für Hautausschläge?
Welche Symptome können neben Hautveränderungen auftreten?
Wie kann ich einen Hautausschlag behandeln?
Wann sollte ich mit einem Hautausschlag zum Arzt gehen?
Welche Krankheiten können zu Hautausschlägen führen?

Allgemeiner Hinweis: In unseren Ratgebern verwenden wir für die bessere Lesbarkeit überwiegend das generische Maskulinum. Gemeint sind damit aber auch Angehörige des weiblichen Geschlechts und anderer Geschlechtsidentitäten.

Autorin Pharmazieökonomin Grit Ritter

Über unsere Autorin:

Grit Ritter | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Seit über 20 Jahren bin ich im Pharmateam des Unternehmens verwurzelt. Grundlegend dafür ist die Leidenschaft für Gesundheitsthemen incl. Prävention. Regelmäßige Fortbildungen sind da essenziell. Neben Kundenberatung sind Betriebl. Gesundheitsmanagement, Haus- und Reiseapothekenchecks und pharmazeutisches Marketing Schwerpunkte meiner Tätigkeit bei mycare.de. Mehr über G. Ritter

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