Wie Vitamin K Ihrer Gesundheit zu Gute kommt
✓ Medizinisch geprüft - Lesezeit: 3 Minuten
Autorin Dr. Leonie
Dolder, Medizinjournalistin
Aktualisiert: 25.09.2025
Vitamin K ist ein essenzielles, fettlösliches Vitamin, das der Körper nicht selbst herstellen kann. Es ist vor allem für die Blutgerinnung und den Knochenstoffwechsel von entscheidender Bedeutung. Dabei unterscheidet man Vitamin K1 aus Pflanzen und Vitamin K2, das von Darmbakterien gebildet wird. Ein Mangel, der eher selten ist, kann zu starker Blutungsneigung führen und stellt insbesondere bei Neugeborenen ein Risiko dar. Eine Überdosierung ist für Erwachsene unproblematisch, kann jedoch bei Einnahme von Blutverdünnern gefährlich werden. Außerdem ist Vitamin K wichtig, da es mit Vitamin D zusammenarbeitet, um Kalzium für die Knochen verwertbar zu machen.
Vitamin K - kurz erklärt
Vitamin K ist ein fettlösliches Vitamin und für die Bildung von Blutgerinnungsfaktoren wichtig. Zudem spielt es eine entscheidende Rolle für den Knochenstoffwechsel. Vitamin-K-abhängige Eiweiße werden vom Körper benötigt, um lebensnotwendiges Calcium zu binden. Vitamin K wird in zwei Gruppen unterteilt: Darunter fallen das pflanzliche Phyllochinon (Vitamin K1) und bakterielles Menachinon (Vitamin K2). Vor allem grüne Gemüsesorten wie Spinat, Broccoli und Grünkohl enthalten reichlich Vitamin K. Bei einem Vitamin-K-Mangel kommt es zu Störungen der Blutgerinnung und des Knochenstoffwechsels. Ein Vitamin-K-Mangel kommt ernährungsbedingt jedoch eher selten vor - man geht davon aus, dass bei ausgewogener Ernährung die Vitamin-K-Zufuhr ausreichend ist.

Unterschied zwischen Vitamin K1 und Vitamin K2
Die Vitamine der K-Gruppe gehören zu den fettlöslichen Vitaminen. Vitamin K1 (Phyllochinon) wird mit pflanzlicher Nahrung aufgenommen. Vitamin K2 (Menachinon) hingegen wird von unseren Darmbakterien gebildet und kann als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden, beispielsweise Vitamin K2 von Hevert. Zur Aufnahme des Vitamins ist Galle im Darm erforderlich. Bei Neugeborenen kann während der ersten Lebenstage, wenn der Darm noch keine richtige Bakterienbesiedlung hat, ein Vitamin K-Mangel auftreten.
Vitamin K2 ist ein fettlösliches Vitamin, das für die Blutgerinnung und für den Knochenaufbau wichtig ist. Vitamin K2 wird als Nahrungsergänzungsmittel für die Erhaltung normaler Knochen eingenommen. Vitamin K2 kann die Effekte von Vitamin-K-Antagonisten aufheben.
Körpereigene Bildung von Vitamin K
Wie die meisten essentiellen Vitamine kann der Körper Vitamin K nicht selbst produzieren, sondern muss es über die Nahrung aufnehmen. Daher darf es in einer ausgewogenen und gesunden Ernährung nicht fehlen. Ferner bekommen Neugeborene zur Vorbeugung Vitamin K-Spritzen oder Lösungen. Der tägliche Vitamin K-Bedarf eines Erwachsenen liegt bei etwa 1 mg.
Symptome eines Vitamin-K-Mangels
Vitamin K ist wichtig für die Blutgerinnung - ein Vitamin K-Mangel führt zu starker Blutungsneigung. Bei einem Mangel kommt es zur Bildung von blauen Flecken oder zu Nasenbluten. Des Weiteren kann es zu Blutungen aus einer Wunde, auch im Magen oder im Darmtrakt kommen. Eine Magenblutung führt zu blutigem Erbrechen oder einem pechschwarzen Stuhl und kann lebensgefährlich sein.
Ein Vitamin K-Mangel tritt auf bei bestimmten Erkrankungen des Verdauungssystems, bei denen die Fettaufnahme gestört ist (z. B. Störungen der Gallensekretion) oder bei langandauernder Behandlung mit Antibiotika, wodurch die Darmbakterien zerstört werden.
Bei Neugeborenen und bei voll gestillten Säuglingen kann es in der 4. bis 12. Lebenswoche, weil Muttermilch wenig Vitamin K enthält, zu einem Vitamin-K-Mangel kommen.
Behandlung eines Vitamin K Mangels
Wird ein Vitamin-K-Mangel diagnostiziert, wird Vitamin K in der Regel oral verabreicht oder in den Muskel oder unter die Haut gespritzt. Ist ein Medikament die Ursache, wird dessen Dosis angepasst oder zusätzlich Vitamin K verabreicht.
Ein Vitamin-K-Mangel sollte immer mit einem Arzt besprochen werden. Denn es kann zu Wechselwirkungen mit Medikamenten, vor allem Gerinnungshemmern, kommen. Bereits 10 µg Vitamin K2 können die gerinnungshemmende Therapie negativ beeinflussen.
Gefahr einer Überdosierung von Vitamin K
Bei Erwachsenen kommt es nur äußerst selten zu Problemen nach einer Vitamin-K-Überdosierung. Das gilt sowohl für Vitamin K1 als auch für Vitamin K2. Vitamin K3 (Menadion), das früher zu medizinischen Zwecken verwendet wurde, kann Atemwege und Haut reizen - dieses K-Vitamin ist für den menschlichen Verzehr jedoch mittlerweile verboten. Neugeborene können durch sehr hohe Dosen von Vitamin K an einer Hämolyse erkranken. Eine Hämolyse ist ein Zerfall der roten Blutkörperchen und lebensgefährlich.
Wechselwirkungen werden mit Aspirin (Acetylsalicylsäure) sowie anderen Salicylaten und bestimmten Antibiotika aus der Gruppe der Cephalosporine wie Cefazolin oder Cefamandol beobachtet. Sie können die Wirkung von Vitamin K verringern oder aufheben. Auf der anderen Seite kann die Wirkung von Blutverdünnern, die die Bildung oder Wirkung bestimmter Gerinnungsfaktoren hemmen, durch Vitamin K gemindert werden. Dies erhöht die Gefahr einer Thrombose.
Kombinierte Einnahme von Vitamin D3 und Vitamin K2
Vitamin D trägt zur Erhaltung normaler Knochen sowie zur normalen Muskelfunktion bei. Außerdem unterstützt es die normale Funktion des Immunsystems sowie die normale Zellteilung. Vitamin K2 unterstützt die positiven Effekte von Vitamin D3, indem es die nötigen Proteine (zum Beispiel das Osteocalcin) aktiviert und das Vitamin D3 und somit das Clacium erst nutzbar macht. Vitamin D-Gaben benötigen daher Vitamin K2 zur Verwertung des Calciums: Vitamin K2 sorgt dafür, dass aufgenommenes Calcium richtig abtransportiert und richtig verwertet wird.
Häufig gestellte Fragen rund um Vitamin K
Allgemeiner Hinweis: In unseren Ratgebern verwenden wir für die bessere Lesbarkeit überwiegend das generische Maskulinum. Gemeint sind damit aber auch Angehörige des weiblichen Geschlechts und anderer Geschlechtsidentitäten.

Über unsere Autorin:
Dr. Leonie Dolder | Ärztin
Ich bin Ärztin und medizinische Autorin aus Leidenschaft. Es liegt mir am Herzen, den Menschen Gesundheitsthemen näher zu bringen und Medizin verständlich zu erklären, denn ein gut informierter und aufgeklärter Patient kann sich besser um sein größtes Gut - seine Gesundheit - kümmern.
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