Anmelden
mycarePlus

Der beste Freund des Menschen – Was muss ich beachten?

Von Dr. Birgit Witte, PTA bei mycare.de
Aktualisiert: 26.10.2021

Hund und Frau

Weltweit existieren etwa 300 vom FCI anerkannte Hunderassen. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Rassen, welche uns Menschen viel Freude bereiten und als Wach-, Jagd-, Spür-, oder Schoßhund ihren täglichen Einsatz haben. Ein Hundeleben kann durchaus lang sein. Der älteste Hund der Welt soll über 29 Lenze gezählt haben. Dass nicht jeder Hund dieses biblische Alter erreicht, liegt auf der Hand. Zudem ist die durchschnittliche Lebenserwartung von Hunderasse zu Hunderasse recht verschieden. In der Regel erreicht ein gesunder Hund ein Alter von etwa 10 bis 15 Jahren Um möglichst lange fit, gesund und agil zu bleiben, braucht unser Haustier eine Ernährung, welche gut auf seine Bedürfnisse zugeschnitten ist. Ebenso sollte das Alter und der aktuelle Gesundheitszustand beachtet werden — ein ganzes, frohes Hundeleben lang.

Wie entstand das älteste Haustier des Menschen?

Der Haushund, der in rund jedem siebten Haushalt in Deutschland wohnt, stammt vom Wolf ab. Dies ist mittlerweile wissenschaftlich erwiesen. Noch nicht ganz klar ist, wie genau die Zähmung des Wolfs geschehen ist. Einige Forscher sind der Meinung, dass der Mensch aktiv Wölfe vom Rest des Rudels getrennt hat, um diese zu zähmen. Andere sind der Meinung, dass der Wolf selbst die Nähe zum Menschen gesucht hat, um von seiner Beute etwas abhaben zu können. Dadurch hätten die Menschen schnell gelernt, dass der Wolf bei der Jagd nützlich sein kann, wodurch sich Mensch und Wolf anfreundeten. Wann diese Freundschaft begonnen hat, ist noch nicht genau bewiesen. Wissenschaftler gingen davon aus, dass Wolf und Mensch sich vor 15.000 bis 20.000 Jahren annäherten. Ein Hundeschädel aus Sibirien und einer aus einer belgischen Höhle wurden allerdings auf ein Alter von 33.000 bis 36.000 Jahren datiert. Fakt ist durch diese Zahlen, dass die Fellschnauze das älteste Haustier des Menschen ist. Mit der Zeit wurden immer mehr Rassen gezüchtet, wodurch spezielle Eigenschaften stärker hervorkommen sollten – Dackel sind beispielsweise dafür prädestiniert, Füchse und Dachse aus ihren Bauten zu treiben. Golden Retriever sind ausgezeichnete Apportierhunde. Und kleinere Rassen wie der Pekinese oder Chihuahua wurden als Schoßhund gezüchtet. Allen gemein ist aber, dass sie Rudeltiere und damit am liebsten direkt bei ihrer Familie sind. Bevor Sie sich einen Vierbeiner holen, sollten Sie sich über die Eigenarten der verschiedenen Rassen informieren sowie über die richtige Pflege. Auch der Zeitrahmen, in dem der Vierbeiner zur Familie gehört, sollte bedacht werden – im besten Fall werden die Fellschnauzen etwas über ein Jahrzehnt alt.

Nass- oder Trockenfutter?

Bei den Futterrationen kommt es auf die Größe und die Aktivität Ihres Vierbeiners an. Aktive Hunde verbrauchen viel Energie und benötigen daher auch mehr Futter. Am besten verteilen Sie die Rationen auf zwei Einheiten pro Tag, morgens und abends. Besonders bei großen Fellschnauzen ist es ratsam, eher kleinere und dafür mehrere Futtereinheiten am Tag zu füttern. So können Sie das Risiko einer Magendrehung, die im schlimmsten Fall tödlich verlaufen kann, reduzieren. Welches Futter Sie Ihrem Vierbeiner geben, bleibt dabei Ihnen überlassen. Manche Vierbeiner mögen Nassfutter sehr gern, andere lieber Trockenfutter. Auch eventuelle Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Krankheiten spielen eine Rolle, sodass Ihre Fellschnauze vielleicht eine bestimmte Futtersorte oder auch generell kein Nass- oder Trockenfutter verträgt. Besonders ältere Hunde können Futterunverträglichkeiten entwickeln. Wenn Sie kein industriell hergestelltes Futter an Ihre Fellschnauze geben wollen, können Sie sich über das BARFen informieren. BARF steht für Biologisch artgerechte Rohfütterung. Ihr Vierbeiner bekommt u.a. rohes Fleisch, Gemüse und Nüsse zu essen. Wichtig ist, dass Sie sich im Vorfeld informieren, welches Fleisch roh verzehrt unbedenklich für Ihren Vierbeiner ist. Auch beim Gemüse und den Schalenfrüchten sollten Sie aufpassen und sich informieren: Es gibt einige Sorten, die giftig für Hunde sind, wie zum Beispiel die Macadamianuss oder rohe Bohnen.

Gesunde Sättigung: Hauptmahlzeit und Snack für zwischendurch

Kein Hund kommt mit Übergewicht auf die Welt. Den Hund als vollwertiges Familienmitglied aufzunehmen, ist gut und richtig — den lieben Vierbeiner generell auf Menschenkost einzustellen, kann jedoch dem Haustier auf Dauer gesehen durchaus Schaden zufügen. Denn Tiere vertragen bzw. verdauen Lebensmittel, welche eigentlich für den Menschen bestimmt sind, aufgrund der vielen Zusatzstoffe wie zum Beispiel Gewürze, Farbstoffe etc. eventuell schlecht — entwickeln Allergien, Übergewicht oder leiden permanent unter Verdauungsstörungen. Ab und zu ein Scheibchen Wurst mag natürlich gestattet sein. Alleine aus Folgsamkeit neigen Hunde dazu, uns buchstäblich alles aus der Hand zu fressen – auch wenn es ihnen gar nicht gut tut. Dennoch haben sich Tierärzte und Wissenschaftler schon etwas dabei gedacht, eine tiergerechte Nahrung auf den Markt zu bringen, welche dem Hund nicht nur mundet, sondern ihm, dem Vierbeiner, auch wohl tut. Doch hohe Getreideanteile in der Fütterung gelten als Mitverursacher für Gelenkprobleme. Den Hund ausschließlich mit Fleisch zu füttern, ist daher eine Tendenz, die sich bei Hundefreunden immer mehr durchsetzt. Fertigfutter ist so konzipiert, dass Mangelsituationen eigentlich nicht entstehen können. Das bedeutet nicht, dass diese Nahrung zwingend gesund ist. Problematisch sind zahlreiche Leckereien und womöglich noch Haushaltsabfälle. Dennoch darf auch so manches Gemüse in Maßen verfüttert werden. Süßigkeiten gehören keinesfalls in den Napf. Spätestens wenn Gelenkprobleme auftreten, sollte die Fütterung kritisch überdacht werden. Über die bedarfsgerechte Fütterung bei Gelenkproblemen beraten Tierärzte, Tierheilpraktiker, aber auch Ernährungsberater für Hunde. Eine einzige, allgemeingültige Lösung, die sich auf alle Hunde übertragen lässt, gibt es nicht. Als Ergänzung im Futternapf können allgemein gelenkstärkende Präparate zum Einsatz kommen.

Wie kann ich Gelenkprobleme beim Hund verhindern?

Große und schwere Hunde sind besonders gefährdet, Gelenkerkrankungen zu erleiden. Hunde, die rassebedingt deformierte Knochen aufweisen, erkranken ebenfalls häufig. Daher beginnt die Prävention schon bei der Auswahl des Hundes. Bei jungen Hunden hilft der Blick auf die Elterntiere und mögliche bestehende Probleme. Bei erwachsenen Tieren bringt eine Röntgenaufnahme Klarheit, wenn der Verdacht besteht, dass der Hund Gelenkschmerzen hat. Wer einen Hund besitzt, kann viel vorbeugend dazu beitragen, dass der Hund möglichst lange gesund bleibt. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören daher:

  • Bedarfsgerechte Fütterung
  • Übergewicht vermeiden
  • Ausreichend Bewegung
  • Meiden von Überlastung im Wachstum

Zwischen Auslastung und Überlastung

Auch tendenziell als "unsportlich" angesehene Hunde sind oftmals deutlich sportlicher als unsportliche Menschen. Dieser Umstand wird häufig nicht bedacht, was zur Folge hat, dass Hunde falsch eingeschätzt werden. Ein Beispiel dafür ist der Mops, der ebenfalls Auslauf braucht. Der Chihuahua ist kein Taschenhund, sondern tatsächlich eine kleine Sportskanone. Kraftpakete wie Doggen hingegen sind aufgrund ihres enormen Wachstums ausgesprochen empfindlich bei Überlastung. Hochleistungshunde wie z. B. Border Collies hingegen laufen Gefahr, entweder nicht ausreichend belastet oder völlig überlastet zu werden. Das Problem dabei: Nicht jeder Hund signalisiert, dass er überanstrengt wird. Ein Hund, der nach der Radtour den Rest des Tages verschläft oder der unterwegs jede kurze Pause nutzt, um sich abzulegen, kann ein erfahrener Hund sein, der mit seinen Kräften haushaltet. Oder er ist mit seiner Kraft längst am Ende. Hier muss der Halter die nötige Sensibilität entwickeln. Das gilt vor allem im Hundesport, für den der Hund erst aufgebaut werden muss und ausgewachsen sein sollte.

Weitere Faktoren für die Lebenserwartung des Hundes

  • Eine schlechte Grundkonstitution oder negative Erlebnisse können beim Hund (auch unbemerkt) Spuren hinterlassen, die erst im Alter nachwirken.
  • Falsche Ernährung - auch bei Hunden kann Übergewicht zu einem frühen Tod führen.
  • Rasse des Hundes - Durch Überzüchtung können rassespezifische Leiden entstanden sein.
  • Größere Hunderassen verbrauchen im Allgemeinen früher ihre Kräfte als kleinere Hunde.
  • Letztlich ist natürlich auch die Pflege des Hundes ein wichtiger Faktor wie alt ein Hund wird. Dazu gehört neben einer gesunden Ernährung insbesondere Zuwendung und ein Wohlfühl-Leben in der Familie.

Autorin PTA Dr. Birgit Witte

Über unsere Autorin:

Dr. Birgit Witte | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Als Pharmazeutisch-technische Assistentin mit über 20 jähriger Berufserfahrung interessiere ich mich nicht nur für die Geschichte der Pharmazie - vor allem liegt mein Fokus auch auf modernem Wissen und aktuellen Themen, um in allen Gebieten rund um die Gesundheit umfassend zu beraten. Mehr erfahren

Produkte zum Thema HundeWeitere passende Produkte

Weitere zum Thema passende BeiträgeWeitere Themen

Janet, Apothekerin bei mycare.de
Melden Sie sich jetzt zum Newsletter an und sichern sich Vorteile!

Wir informieren Sie regelmäßig über:

  • checkmark Top-Angebote
  • checkmark Neuheiten
  • checkmark Gewinnspiele
  • checkmark Gratis-Zugaben
  • checkmark Gutscheine
  • checkmark Tipps & Beratung
Jetzt abonnieren