Wie kann ich mein Tier vor Zecken, Flöhen & Co. schützen
✓ Pharmazeutisch geprüft - Lesezeit: 2 Minuten
Von Ulrike Wendt, PTA
bei mycare.de
Aktualisiert: 22.09.2025
Um Haustiere vor Parasiten zu schützen, gibt es verschiedene Maßnahmen. Flöhe verursachen Juckreiz und können sich schnell im Haus ausbreiten. Zecken können Krankheiten wie Borreliose übertragen; dagegen helfen Spot-on-Präparate, Halsbänder oder medizinische Shampoos. Spot-ons werden in der Regel alle vier Wochen erneuert, während Halsbänder einen monatelangen Schutz bieten. Bei Katzen sollten ausschließlich für sie geeignete Produkte verwendet werden. Zur Bekämpfung gibt es Shampoos, Puder und Spot-on-Lösungen. Freigängerkatzen sollten zudem regelmäßig gegen Würmer entwurmt werden. Suchen Sie bei einem Befall oder zur Vorbeugung am besten einen Tierarzt auf.
Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden können
Zecken übertragen Krankheiten an die Wirte, die sie stechen. Das können Hunde und Katzen, aber auch Menschen sein. Es ist daher sinnvoll, dass sich jeder nach einer Runde im beispielsweise Wald nach diesen Parasiten absucht.
- Borreliose,
- Anaplasmose,
- Babesiose,
- Ehrlichiose und
- FSME.
Gegen eine bestimmte Art der Borreliose gibt es mittlerweile eine Schutzimpfung für die Fellschnauze. Katzen erkranken weniger häufig an den genannten Krankheiten durch einen Zeckenbiss, können sich aber durchaus mit ihnen infizieren. Festgebissene Zecken können Sie mit einer Zeckenzange entfernen.
Zeckenbiss vorbeugen
Noch besser ist es, zu verhindern, dass der Zeckenbiss überhaupt entsteht. Grundsätzlich haben Sie die Wahl zwischen Spot-On-Präparaten und Halsbändern. So wirken die einzelnen Zeckenmittel:
- Spot-Ons werden im Nacken aufgetragen. Der Wirkstoff verteilt sich über die Talgschicht des Tieres. Es gibt Spot-Ons, die als Kontaktantiparasitika und solche, die als Repellent wirken, also abwehrend. Diese Mittel wirken meist direkt beim ersten Kontakt des Tieres mit dem Schädling. Manche Spot-Ons verbinden auch beide Wirkstoffe. Die Behandlung muss circa alle vier Wochen wiederholt werden. Vorsicht: Katzen dürfen Sie nur mit für Katzen geeigneten Spot-Ons behandeln!
- Halsbänder geben den Wirkstoff über mehrere Monate ab und haben ein ähnliches Wirkspektrum wie Spot-Ons gegen den Zeckenbiss. Allerdings besteht bei Freigänger-Katzen die Gefahr, dass sie mit dem Halsband hängen bleiben oder es verlieren.
Vielen Tierhaltern widerstrebt die chemische Behandlung allerdings, um Zeckenbissen vorzubeugen. Sie setzen deswegen auf sanfte Alternativen, die in ihrer Wirksamkeit jedoch teilweise umstritten sind. Die in Kokosöl enthaltene Laurinsäure soll auf Zecken abschreckend wirken. Erfahrungsberichte zeigen aber, dass die Behandlung mit Kokosöl nicht bei jeder Fellschnauze oder Samtpfote gegen die Zeckenbisse hilft. Ähnliches gilt für Schwarzkümmelöl.
Zeckengefahr für Hunde und Tipps zur Vorbeugung
Zum Schutz des Hundes vor Zecken eignen sich verschiedene Präparate. In unserem Clip empfehlen wir Frontline Spot on H 10 Lösung für Hunde oder das Seresto Halsband für kleine Hunde. Es gibt aber auch andere Mittel gegen Zecken bei Hunden. Welches Präparat verwendet wird und was der Hund annimmt ist flexibel. Wichtig ist nur, dass jeder Zeckenschutz sinnvoll ist.
Unser Tipp: Für alle anderen Tiere gibt es ebenfalls eine passende Zeckenabwehr. Zeckenprodukte für Katzen oder Zeckenprodukte für Vogel, Pferd & Nager unterstützen gleichwertig gegen Zecken.
Die Zahl gefährlicher Zeckenarten steigt jedes Jahr, wodurch auch das Risiko für Hunde zunimmt. Die Zeckenkrankheit Babesiose kann trotz Therapie tödlich sein, da 10–20 % der akut erkrankten Hunde sterben. Symptome wie Fieber, Apathie und Blutarmut werden oft zu spät erkannt. Normale Zeckenmittel reichen häufig nicht aus. Um Hunde zu schützen, sollten Spot-On-Lösungen oder Zeckenhalsbänder eingesetzt und der Hund regelmäßig kontrolliert werden, während die Symptome bekannt sein sollten.
Behandlungsmöglichkeiten gegen Flöhe beim Haustier
Flöhe gehören ebenfalls zu den Parasiten, die sich auf Ihrem
Haustier ausbreiten können. Unter anderem sorgen sie für
starken Juckreiz – auch beim Menschen, da sie
auch diesen beißen.
80 verschiedene Floharten konnten bisher allein in Mitteleuropa
nachgewiesen werden, ca. 1.600 Arten sind weltweit bekannt.
Typisch für die kleinen Krabbeltiere sind ihre kräftigen
Hinterbeine und ihr seitlich abgeplatteter Körper, welcher
ihnen die Wanderung durch die Haar- und Felllandschaft durchaus
erleichtert.
Aber wie erkennen Sie einen Flohbefall bei Ihrem tierischen Mitbewohner? Hier ein paar typische Anzeichen:
- Häufiges Kratzen.
- Beim Menschen rote, juckende Pünktchen meist an Unterschenkel und Knöchel.
- Fell des Tieres mit einem Flohkamm auskämmen: Flohkot lässt sich zerdrücken und hinterlässt nach dem Anfeuchten rötlich-braune Spuren.
Es gibt wirksame Flohmittel in Form von:
- Spot-on-Flohtropfen,
- Flohpuder,
- Floh-Shampoo sowie
- Flohhalsbänder.
Diese Mittel rücken den winzigen Störenfrieden zu Leibe,
vertreiben diese und machen sie unschädlich.
Spot-on-Flohtropfen werden zum Beispiel mit
einer Pipette auf das Fell im Nackenbereich des Haustieres
geträufelt.
Das Floh-Shampoo entfaltet seine abtötende Wirkung auf die Eier
und die Krabbeltiere durch das Waschen des Haustieres. Es
enthält z.B. entsprechende Insektizide, welche recht schnell
dem lästigen Flohbefall ein Ende bereiten.
Einfach in der Anwendung ist auch das sogenannte
Flohpuder. Dieses wirkt direkt und kann
sozusagen geräuscharm aufgetragen werden.
Wer einen nachhaltigen Schutz sucht, wird bei dem
Flohhalsband fündig. Einmal am Hals des
Haustieres angebracht, hält es die lästigen Besucher fern. Hier
können Sie zwischen natürlichen oder chemischen Mitteln im
Flohhalsband wählen.
Weitere Parasiten welche Haustiere befallen können
Flöhe und Zecken sind wohl am bekanntesten, wenn es um
Parasitenbefall bei Haustieren geht. Neben diesen gibt es aber
auch noch andere Schädlinge, die Vierbeiner befallen können.
Ohrmilben können beispielsweise auftreten.
Diese kleinen grau-weißen Tierchen sind mit bloßem Auge kaum zu
erkennen. Einen Befall bemerken sie an einem bräunlichen Sekret
im Ohr sowie einem häufigen Kratzen des Haustiers am Ohr.
Zu den weiteren Schädlingen gehören Würmer.
Vor allem Freigänger-Katzen, die Mäuse fangen und fressen,
können sich mit diesen infizieren. Sie sollten mit Ihrem
Tierarzt sprechen, um herauszufinden, in welchem Abstand Ihre
Fellschnauze oder Samtpfote am besten eine Wurmkur braucht. Die
entsprechenden Tabletten oder Spot-On-Präparate erhalten Sie
direkt bei Ihrem Veterinärmediziner.
Häufig gestellte Fragen rund um den Schutz von Tieren vor Zecken & Flöhen
Allgemeiner Hinweis: In unseren Ratgebern verwenden wir für die bessere Lesbarkeit überwiegend das generische Maskulinum. Gemeint sind damit aber auch Angehörige des weiblichen Geschlechts und anderer Geschlechtsidentitäten.

Über unsere Autorin:
Ulrike Wendt | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Ich bin seit 17 Jahren Pharmazeutisch-technische Assistentin bei mycare.de. Aufgrund der langen Berufserfahrung und der regelmäßigen Fortbildung sind wir schon Experten in Gesundheitsthemen. Mehr erfahren über U. Wendt
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