Die 10 wichtigsten Fragen zur Grippe (Influenza)
✓ Medizinisch geprüft - Lesezeit: 3 Minuten
Autorin Dr. Leonie Dolder, Medizinjournalistin
Aktualisiert: 22.09.2025

Die Grippe (Influenza) ist eine akute, potenziell lebensbedrohliche Atemwegserkrankung, die durch Viren ausgelöst wird. Sie unterscheidet sich von einer Erkältung durch ihren plötzlichen Beginn mit starken Symptomen wie hohem Fieber, Schüttelfrost sowie intensiven Kopf-, Glieder- und Muskelschmerzen. Die Viren verbreiten sich per Tröpfchen- oder Kontaktinfektion. Insbesondere ältere Menschen, Schwangere und chronisch Kranke gehören zur Risikogruppe für einen schweren Verlauf. Die Behandlung ist meist symptomatisch und erfordert viel Ruhe und Flüssigkeit. Die wirksamste vorbeugende Maßnahme ist die jährliche Grippeschutzimpfung.
Echte Grippe - kurz erklärt
Die echte Grippe, auch Influenza genannt, ist eine akute Krankheit der Atemwege. Sie ist eine Krankheit, die manchmal auch lebensbedrohlich verlaufen kann. Sie wird durch Grippeviren ausgelöst; Erkältungen werden von anderen Erregern verursacht. In Deutschland kommt es in den Wintermonaten zu Grippewellen mit unterschiedlicher Ausbreitung und Schwere. Influenzaviren verändern sich ständig (Mutation) und bilden neue Varianten. Durch diese Mutationen kann man sich im Laufe seines Lebens öfter mit Grippe anstecken. Deshalb wird auch der Influenza-Impfstoff nahezu jedes Jahr neu angepasst.

Übertragung der Grippe
Die Grippe wird durch Influenza-A- und Influenza-B-Viren verursacht. Beide werden durch Tröpfchen (Niesen, Husten) oder direkten Kontakt (über die Hände) übertragen. Auch ein indirekter Kontakt (z.B. via Gegenstände, Türgriffe) mit infizierten Personen kann zu einer Ansteckung führen. Personen, die sich mit Grippeviren angesteckt haben, können diese auf andere übertragen, auch wenn sie sich noch nicht krank fühlen.
Risikogruppen für die Grippe
Insbesondere ältere Menschen sind durch Influenza-Viren gefährdet. Aber auch Schwangere, Kinder und Neugeborene gehören zur Risikogruppe. Deswegen raten Experten jetzt zur gezielten Grippeschutzimpfung. Ferner sind chronisch Kranke und Immunsupprimierte, also Menschen mit einem reduzierten Immunsystem, besonders von der Grippe gefährdet. Dies sind Menschen mit Begleiterkrankungen, die das Immunsystem schwächen, oder aber Menschen, die immunsupprimierende Medikamente wie Cortison einnehmen.
Unterschied zwischen Influenza und Erkältung
Die Grippe und die Erkältung sind Erkrankungen der Atemwege und können ähnliche Beschwerden hervorrufen. Sie werden jedoch von unterschiedlichen Viren verursacht und benötigen unter Umständen verschiedene Behandlungen.
Ein großer Unterschied ist der plötzliche Krankheitsbeginn: Eine Grippe setzt akut ein. Die Betroffenen fühlen sich von jetzt auf gleich deutlich krank. Eine Erkältung dagegen bahnt sich langsamer an – die Erkältungssymptome nehmen schleichend zu. Bei Grippe hat man in der Regel plötzlich einsetzendes hohes Fieber. Erkältungen verlaufen in der Regel mit normalen oder nur leicht erhöhten Temperaturen. Grippe kann allerdings auch ohne Fieber auftreten. Grippe-Symptome sind stark ausgeprägt und betreffen den ganzen Körper. Es kommt häufig zu Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen. Erkältungssymptome sind meist milder und beschränken sich auf die Nase, den Hals oder die Lungen.
Symptome der Influenza
Typische Symptome für eine Grippe sind plötzlich auftretendes Fieber, Schüttelfrost, Hals- und Schluckweh, Husten, starke Kopfschmerzen, ein allgemeines Krankheitsgefühl, Schmerzen in Muskeln und Gelenken und Appetitverlust.
Dauer der Grippesymptome
Eine Grippe kann bis zu zwei Wochen dauern. Bei einem unkomplizierten Verlauf gehen die Beschwerden nach einer Woche zurück. Der Husten kann jedoch länger anhalten. Die Schwere der Erkrankung ist unterschiedlich.
Behandlung der Grippe
Die Behandlung der Grippe bei Personen, welche nicht zu den Risikogruppen gehören und bei denen somit ein unkomplizierter Verlauf erwartet werden kann, erfolgt überwiegend symptomatisch. Es werden Schmerzmittel und fiebersenkende Medikamente eingesetzt. Eine spezifische Therapie ist nur bei Menschen mit einem Risiko für einen schweren Verlauf und Komplikationen unter der Voraussetzung eines zeitnahen Therapiebeginns sinnvoll. Zu diesen Risikogruppen zählen Menschen mit chronischen Erkrankungen, Immungeschwächte, Kleinkinder und ältere Menschen.
Unterstützung der Genesung von der Grippe
Das Wichtigste ist Zeit und Geduld: Gönnen Sie Ihrem Körper Ruhe und achten Sie auf die Flüssigkeitszufuhr. Bleiben Sie zuhause und warten Sie, bis die Grippe vorbei ist. Sie können Ihren Körper beim Kampf gegen die Grippe-Viren mit Wärme, viel Schlaf und viel Trinken unterstützen. Bei Halsschmerzen können Lutschtabletten und bei Schnupfen Nasensprays helfen.
Ende der Ansteckungsfähigkeit
Die Erkrankten können bereits am Tag vor Beginn der Beschwerden und bis etwa eine Woche nach Auftreten der ersten Krankheitszeichen ansteckend sein. Kinder oder Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem können die Erreger auch noch länger ausscheiden.
Vorbeugung der Influenza
Die wirksamste vorbeugende Maßnahme gegen eine Influenza ist die Influenza-Schutzimpfung. Wenn Sie mit Menschen mit einer Grippe Kontakt haben, tragen Sie eine Maske und benutzen Sie Händedesinfektionsmittel um Ihre Hände und Desinfektionsmittel, um Gebrauchtsgegenstände regelmäßig zu reinigen.
Zudem hilft es, das Immunsystem zu stärken. Ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung, Bewegung, Vermeidung von Dauerstress und nicht rauchen sind Grundvoraussetzungen für ein gesundes Immunsystem.
Influenzaviren sind weltweit zu finden. Die Infektionen, die sie auslösen, häufen sich saisonal, vor allem im Winter und im Frühling.
Literatur:
- https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7166744/ (abgerufen am 23.02.2023).
Häufig gestellte Fragen rund um die Grippe
Allgemeiner Hinweis: In unseren Ratgebern verwenden wir für die bessere Lesbarkeit überwiegend das generische Maskulinum. Gemeint sind damit aber auch Angehörige des weiblichen Geschlechts und anderer Geschlechtsidentitäten.

Über unsere Autorin:
Dr. Leonie Dolder | Ärztin
Ich bin Ärztin und medizinische Autorin aus Leidenschaft. Es liegt mir am Herzen, den Menschen Gesundheitsthemen näher zu bringen und Medizin verständlich zu erklären, denn ein gut informierter und aufgeklärter Patient kann sich besser um sein größtes Gut - seine Gesundheit - kümmern.
Mehr über L. Dolder
Produkte zum Thema Grippe Weitere passende Produkte
Weitere zum Thema passende BeiträgeWeitere Themen

Wir informieren Sie regelmäßig über:
Top-Angebote
Neuheiten
Gewinnspiele
Gratis-Zugaben
Gutscheine
Tipps & Beratung