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Was ist bei der Baby-Körperpflege zu beachten?

Von Birgit Witte, PTA bei mycare.de
Aktualisiert: 23.09.2021

Körperpflege Baby

Es ist nicht verwunderlich, dass junge Eltern angesichts der vielen Pflegeprodukte für Babys verunsichert sind. Schließlich wollen sie für ihr Kind nur das Beste. Aber was ist das? Und braucht ein Säugling wirklich Cremes, Öle und Lotionen? Generell gehört zur Säuglingspflege

  • Regelmäßiges Baden mindestens einmal die Woche,
  • Windelwechsel alle paar Stunden und
  • eine Creme gegen wunde Hautstellen im Windelbereich oder in Hautfalten.

Säuglingspflege

Was brauche ich?

Puder, Feuchttücher, Seifen, Shampoos und Cremes scheinen für die Babypflege unverzichtbar zu sein. Zumindest ist das der Eindruck, der in der Werbung vermittelt wird. Doch das ist nicht zutreffend. Die ersten Tipps zur Säuglingspflege gibt es schon im Krankenhaus. Eine Fachkraft erklärt den frischgebackenen Eltern, wie sie den Säugling baden können, sobald die Nabelreste abgefallen sind. Da Neugeborene noch keine Körperspannung haben, ist das sichere Halten zunächst nicht einfach. Dazu kommt, dass Eltern fürchten, ihrem Kind wehzutun. Auch deshalb ist die Anleitung unverzichtbar.

Damit das Baden und die weitere Pflege auch zu Hause klappen, brauchen Sie:

  • eine Babybadewanne oder einen Babybadeeimer,
  • ein Badethermometer (PZN: 06910890),
  • Windeln und Feuchttücher (PZN: 14405887) oder Wattepads,
  • Creme für den Windelbereich und
  • Creme für den Körper und das Gesicht.

Das ist beim Baden zu beachten

Die meisten Neugeborenen lieben es, gebadet zu werden. Dabei geht es nicht nur um das Reinigen. Das Kind kann sich im Wasser außerdem leichter bewegen, es fühlt sich warm und geborgen, die Babyhaut wird gut durchblutet, und wenn es anfängt zu planschen, wird das Baden zum Spiel. Die Temperatur des Wassers sollte bei ca. 37 °C liegen. Für die Baby-Körperpflege ist ein gutes Badethermometer Pflicht. Trotzdem muss das Wasser auch noch einmal am besten mit dem Ellenbogen überprüft werden. Bevor das Kind ins Wasser darf, wird das Badewasser umgerührt. So lässt sich vermeiden, dass es direkt nach dem Einlassen unterschiedliche Temperaturschichten im Wasser gibt. Die Wassertiefe liegt bei ca. 10 bis 15 cm.

Wasser und Seife, was ist sinnvoll?

Beim Thema Badezusatz und Babypflege gehen die Meinungen auseinander. Ein Badezusatz ist nicht nötig – sagen die einen. Bei Neugeborenen reicht es, täglich Gesicht, Hände und Füße sanft mit einem Waschlappen zu reinigen. Der Po wird nach jedem Windelwechseln gesäubert. Badezusätze und Reinigungsprodukte müssen für die Babypflege geeignet, also mild und seifenfrei sein. So wird die Babyhaut nicht angegriffen und Reinigung wird zur Wohltat für Mutter und Kind. Leidet das Kind unter sehr trockenen Hautstellen, helfen spezielle Zusätze. Nach etwa 5 bis 10 Minuten wird das Bad beendet und der Säugling im zugfreien und wohltemperierten Badezimmer mit einem weichen Handtuch sanft abgetupft. Dabei dürfen auch die Hautfalten nicht vernachlässigt werden.

Wie oft sollte ich mein Kind baden?

Studien haben gezeigt, dass sich zweimal wöchentliches Baden günstiger auf die Funktion der Hautschutzbarriere auswirkt als ausschließliches Waschen. Das Babygesicht wird mit einem Waschlappen vorsichtig abgewischt. Solange der Säugling noch nicht viele oder nur kurze Haare hat, genügt der Waschlappen mit klarem Wasser auch für die Kopfhaut. Sind die Haare verklebt, kann etwas Babyshampoo (PZN: 02084691, helfen. Das Wasser sollte aber möglichst nicht über das Gesicht laufen. Feuchttücher sind vor allem unterwegs sehr hilfreich, leisten aber auch bei eingetrockneten Verschmutzungen gute Hilfe. Sie sollten darauf achten, dass die Feuchttücher keine Duftstoffe enthalten. Einige Konservierungsstoffe reizen außerdem die empfindliche Babyhaut. Wenn Ihnen dies auffällt, sollten Sie eine andere Marke ausprobieren oder auf Wattepads mit warmem Wasser umsteigen.

Muss ich die Babyhaut nach dem Baden eincremen?

Das Eincremen ist auf jeden Fall bei trockenem oder wundem Derma nötig. Aber auch hier gehen die Meinungen auseinander. Die Pflegeprodukte sollten speziell für Säuglinge entwickelt sein. Cremes mit Jojobaöl oder Mandelöl können Sie verwenden. Durch Ringelblume (PZN: 10004074) und Sheabutter wird zudem entzündete, wunde Haut beruhigt und die beiden Wirkstoffe helfen bei der Regeneration. Aloe Vera versorgt Babyhaut mit viel Feuchtigkeit – ist allerdings gerade deswegen für die Winterpflege nicht geeignet. Das Wasser in der Creme kann im Winter gefrieren und so die Hautoberfläche schädigen. Bei kaltem Wetter sind Cremes mit einem hohen Fettanteil besser für die empfindliche Babyhaut.

Windeldermatitis - Was hilft bei einem wunden Po?

Woher kommt der rote Po?

Von einem Tag auf den anderen kann es geschehen: Babys Po ist feuerrot. An der Stelle, an der die Windel sitzt, sind Rötungen und Entzündungen zu sehen. Das Wickeln bereitet starke Schmerzen. Der Grund dafür ist eine Windeldermatitis, eine der häufigsten Hauterkrankungen bei Windelkindern. Wenn das Problem erstmalig auftritt, könnte eine allergische Reaktion auf eine neue Windelmarke oder ein neues Pflegeprodukt die Ursache sein. Möglicherweise macht Ihr Kind gerade eine Durchfallerkrankung durch. Der flüssige Stuhl reizt die zarte Babyhaut am Po besonders.

Auch die Nahrung Ihres Sprösslings sollten Sie bei wundem Po unter die Lupe nehmen: Haben Sie den Speisenplan erweitert? Einige Obstsorten wie Erdbeeren und Zitrusfrüchte werden von Säuglingen nicht so gut vertragen. Babys, die gestillt werden, leiden übrigens weniger häufig an einem wunden Po.

Das feuchte, warme Milieu einer Windel ist wie geschaffen für Hautpilze. Ein solcher Befall am Po zeigt sich meist durch eine knallrote Hautoberfläche mit punktförmigen Ausläufern. Der Kontakt mit Urin oder Stuhl ist bei Windeldermatitis sehr unangenehm, das Derma juckt und brennt.

Erste Hilfe bei wundem Po

Bei Verdacht auf Pilzbefall oder eine bakterielle Infektion sollte ein Arzt aufgesucht werden – außerdem auch, wenn starker Schuppenbefall und ähnliches auf eine Hautkrankheit hindeuten.

In jedem Fall sollte das Kind mit Windeldermatitis häufig neue Windeln bekommen, damit der Stuhlgang die Hautoberfläche nicht weiter reizt. Verwenden Sie keine Feuchttücher, sondern nur klares Wasser. Thermalwasser aus natürlicher Quelle ist schwach mineralisiert und steril in Sprühflaschen (PZN: 08762086) abgefüllt. Es reinigt mild und beruhigt die durch den wunden Po auftretenden Irritationen. Deshalb ist Thermalwasser auch für das Neugeborene mit Windeldermatitis ideal und eignet sich perfekt für unterwegs. Tupfen Sie die Babyhaut anschließend vorsichtig trocken. Wundpflegecreme mit Wirkstoffkomplexen wie beispielsweise Sucralfat fördert anschließend aufgetragen schnell und effektiv das Abklingen von Entzündungen. Als Hausmittel gegen Windeldermatitis sind die Gerbstoffe von schwarzem Tee bekannt. Man kann die betroffenen Stellen am wunden Baby Po auch mit starkem, erkaltetem Schwarztee betupfen. Wenn der Windelbereich durch die Windeldermatitis schmerzhaft gerötet ist, aber keine Infektion durch Pilze oder Bakterien vorliegt, können Sie Zinksalbe verwenden. Diese kann dem wunden Po Ihres Babys beim Abheilen im feucht-warmen Klima innerhalb der Windel helfen, da die Salbe austrocknende Eigenschaften hat. Dadurch kann die Salbe auch bei offenen Stellen im Windelbereich gut wirken.

Ohne Windel häufiger zu strampeln, kann ebenfalls von Vorteil sein. Ihr Sprössling sollte dabei in einem warmen Raum auf einem dicken Handtuch liegen. Eine Wärmelampe kann hierbei hilfreich sein. Licht und frische Luft lässt die wunden Stellen am Po schneller abheilen und hilft zudem auch sehr gut gegen Hautpilze. Fünf bis zehn Minuten am Tag reichen meist aus.

Wie kann ich einem wunden Po vorbeugen?

Häufiger Windelwechsel, am besten nach jedem Stuhlgang, ist die beste Vorbeugung. Achten Sie darauf, dass die Pflegeprodukte, besonders die Feuchttücher und Windeln, frei von Duft- und Konservierungsstoffen sind. Bei jedem Wickeln sollte die Babyhaut durch spezielle Babycreme geschützt und dem Wundwerden vorgebeugt werden. Reine Öle, Bienenwachs und hautverwandtes Wollwachs als Salbengrundlagen schützen umfassend, Heilpflanzenauszüge wie Ringelblumen– oder Kamillenblüten wirken zusätzlich hautberuhigend und lindernd. Falls die Creme nicht ausreicht, können Sie auch Heilwolle in die frische Windel legen. Diese kann die Hautheilung bei Windeldermatitis unterstützen. Die Windel sollte nicht eng anliegen, kaufen Sie notfalls eine Nummer größer. Als stillende Mutter sollten Sie auf Ihre Ernährung achten. Scharfe Gewürze und Fruchtsäfte gelangen über die Muttermilch in die Verdauung des Wickelkinds und können Hautreizungen und Windeldermatitis verursachen. Bei den ersten Anzeichen einer Rötung am Po Ihres Neugeborenen sollten Sie bei jedem Wickeln eine Pflegecreme auf die geröteten Stellen geben. Dadurch können Sie gereizte Haut beruhigen und das Ausbrechen der Windeldermatitis eventuell verhindern.

Autorin PTA Dr. Birgit Witte

Über unsere Autorin:

Dr. Birgit Witte | Pharmazeutische Kundenbetreuung
Als Pharmazeutisch-technische Assistentin mit über 20 jähriger Berufserfahrung interessiere ich mich nicht nur für die Geschichte der Pharmazie - vor allem liegt mein Fokus auch auf modernem Wissen und aktuellen Themen, um in allen Gebieten rund um die Gesundheit umfassend zu beraten. Mehr erfahren

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Martina, Marketing bei mycare.de

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