Reibeisenhaut: Ursachen, Symptome und Behandlung
✓ Medizinisch geprüft - Lesezeit: 3 Minuten
Autorin Dr. Leonie
Dolder, Medizinjournalistin
Aktualisiert: 22.09.2025
Keratosis pilaris ist eine harmlose Verhornungsstörung der Haut, die auch als Reibeisenhaut oder Erdbeerhaut bezeichnet wird. Die Erkrankung zeigt sich durch kleine, weiße oder rötliche Hautausstülpungen.
Die Reibeisenhaut entsteht durch verstopfte Haarfollikel, wenn abgestorbene Hautzellen die kleinen Öffnungen blockieren. Besonders häufig tritt die Erdbeerhaut an Oberarmen, Oberschenkeln und am Gesäß auf.
Obwohl die Erkrankung medizinisch völlig harmlos ist, empfinden viele Betroffene die raue Hautstruktur als kosmetisch störend. Eine gezielte Hautpflege kann die Symptome deutlich lindern.
Keratosis pilaris - kurz erklärt
Keratosis pilaris entsteht durch eine Überproduktion des Proteins Keratin. Dieses verstopft die Haarfollikel und führt zu den charakteristischen kleinen Papeln auf der Hautoberfläche.
Erscheinungsbild der Reibeisenhaut
Die Reibeisenhaut zeigt sich als kleine, raue Hautausstülpungen mit sandpapierartiger Textur, die an Gänsehaut erinnert. Betroffene beschreiben die Haut oft als körnig oder rau. Die Papeln haben meist einen Durchmesser von 1-2 Millimetern und können leicht gerötet sein.
Zu den häufig betroffenen Körperstellen gehören:
- Oberarme: Häufigste Lokalisation der Keratosis pilaris
- Oberschenkel: Besonders die Außenseiten sind betroffen
- Gesäß: Oft mit symmetrischer Verteilung
- Gesicht: Seltener, hauptsächlich bei Kindern

Symptome der Reibeisenhaut
Die typischen Symptome von Reibeisenhaut sind kleine, raue Beulen mit rauer Oberfläche. Die Keratosis pilaris verursacht normalerweise keine Schmerzen, kann aber kosmetisch störend wirken.
Das sind die Hauptsymptome im Überblick:
- Kleine, feste Papeln (1-2mm Durchmesser)
- Raue, körnige Hautoberfläche
- Gelegentliche Rötungen um die Beulen
- Trockene Haut in den betroffenen Bereichen
- Möglicher leichter Juckreiz
Wichtiger Hinweis: Keratosis pilaris ist medizinisch harmlos und verursacht normalerweise keine Schmerzen oder starken Beschwerden. Sollten derartige Beschwerden auftauchen, sollte ein Arzt konsultiert werden.
Ursache für Reibeisenhaut
Die genaue Ursache für Reibeisenhaut ist nicht vollständig geklärt. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass genetische Faktoren eine entscheidende Rolle spielen. Menschen mit empfindlicher Haut oder Neigung zu Ekzemen entwickeln häufiger Keratosis pilaris.
Zu den Hauptursachen zählen:
- Übermäßige Keratinproduktion: Protein verstopft die Haarfollikel
- Genetische Veranlagung: Familiäre Häufung beobachtet
- Trockene Haut: Begünstigt die Entstehung
- Wichtiger Hinweis: Atopische Dermatitis: Erhöhtes Risiko bei Neurodermitis
Schweregrade der Reibeisenhaut
Keratosis pilaris tritt in unterschiedlichen Ausprägungen auf. Die Schweregrade variieren von Person zu Person und können sich jahreszeitlich verändern.
Die verschiedenen Formen sind:
- Leichte Form: Wenige, kaum sichtbare Papeln
- Mittlere Form: Deutlich sichtbare Beulen, mögliche Rötungen
- Schwere Form: Ausgeprägte Symptome mit stärkeren Rötungen
Hautpflege bei Keratosis pilaris
Eine medizinische Behandlung ist meist nicht erforderlich, da Keratosis pilaris harmlos ist. Bei kosmetischen Beschwerden können jedoch gezielte Pflegemaßnahmen die Symptome deutlich lindern und das Hautbild verbessern.
Um Reibeisenhaut zu behandeln, sind feuchtigkeitsspendende Cremes mit speziellen Wirkstoffen am effektivsten. Auch sanfte chemische Peelings können helfen, die Verhornungen zu lösen.
Empfohlene Behandlungsoptionen sind:
- Feuchtigkeitscremes mit Harnstoff (Urea)
- Produkte mit Milchsäure oder Glykolsäure
- Gelegentlich Laserbehandlungen bei Rötungen
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Geeignete Eigenschaften von Hautpflegeprodukten bei Reibeisenhaut
Ideal sind feuchtigkeitsspendende Pflegeprodukte für die Haut mit sanft peelenden Inhaltsstoffen. Diese helfen dabei, abgestorbene Hautzellen zu entfernen und die Haut zu glätten.
Empfohlene Wirkstoffe:
- Harnstoff (Urea): Spendet Feuchtigkeit und löst Verhornungen
- Milchsäure: Sanftes chemisches Peeling
- Glykolsäure: Entfernt abgestorbene Hautzellen
- Alpha-Hydroxysäuren (AHA): Fördern Zellerneuerung
Zu vermeidende Inhaltsstoffe:
- Aggressive Chemikalien
- stark austrocknende Substanzen
Hausmittel für die Akutbehandlung der Reibeisenhaut
Sanfte Hausmittel können die Symptome von Keratosis pilaris auf natürliche Weise lindern. Wichtig ist dabei, auf aggressive Methoden zu verzichten, die die Haut zusätzlich reizen könnten.
Empfohlene Hausmittel sind:
- Sanftes Peeling: Ein- bis zweimal wöchentlich
- Feuchtigkeitsspendende Bäder: Mit rückfettenden Zusätzen
- Lockere Kleidung: Reduziert Reibung und Irritationen
- Lauwarmes Wasser: Beim Duschen und Baden
Vermieden werden sollten hingegen:
- Übermäßiges Peeling: Kann Haut zusätzlich reizen
- Ausdrücken der Papeln: Risiko für Entzündungen und Infektionen
- Aggressive Reinigungsmittel: Trocknen die Haut aus
- Heiße, lange Bäder: Entziehen der Haut Feuchtigkeit
- Enge Kleidung: Verstärkt Reibung und Irritationen
- Trockene Heizungsluft: Besonders im Winter problematisch
Rolle der Ernährung bei der Behandlung und Vorbeugung
Die Ernährung kann die Hautgesundheit beeinflussen und somit auch den Verlauf von Keratosis pilaris. Bestimmte Nahrungsmittel stehen im Verdacht, entzündliche Prozesse zu verstärken und die Reibeisenhaut zu verschlechtern.
Potenziell ungünstige Nahrungsmittel:
Wichtiger Hinweis: Eine ausgewogene Ernährung unterstützt generell die Hautgesundheit und kann sich positiv auf Keratosis pilaris auswirken.
Andere helfende Maßnahmen zur Behandlung und Vorbeugung
Verschiedene Lifestyle-Faktoren können sich positiv auf die Reibeisenhaut auswirken. Eine ganzheitliche Herangehensweise ist oft am erfolgreichsten für eine langfristige Verbesserung des Hautbildes.
Sonneneinstrahlung richtig nutzen: Moderate Sonne kann die Reibeisenhaut verbessern und die Symptome lindern. Wichtig ist dabei ein angemessener UV-Schutz vor dem Sonnenbad, um Hautschäden zu vermeiden.
Saunabesuche fördern die Hautgesundheit: Regelmäßige Saunagänge wirken sich positiv auf das gesamte Hautbild aus. Die Kombination aus Wärme und Feuchtigkeit kann die Symptome der Keratosis pilaris deutlich lindern.
Ausreichend trinken ist essentiell: Mindestens 1,5-2 Liter Wasser täglich versorgen die Haut von innen mit Feuchtigkeit und unterstützen die natürlichen Hautfunktionen.
Häufig gestellte Fragen rund um Keratosis pilaris
Allgemeiner Hinweis: In unseren Ratgebern verwenden wir für die bessere Lesbarkeit überwiegend das generische Maskulinum. Gemeint sind damit aber auch Angehörige des weiblichen Geschlechts und anderer Geschlechtsidentitäten.

Über unsere Autorin:
Dr. Leonie Dolder | Ärztin
Ich bin Ärztin und medizinische Autorin aus Leidenschaft. Es liegt mir am Herzen, den Menschen Gesundheitsthemen näher zu bringen und Medizin verständlich zu erklären, denn ein gut informierter und aufgeklärter Patient kann sich besser um sein größtes Gut - seine Gesundheit - kümmern.
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